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Dies sind die schlimmsten IPOs 2017 aus Amerika

Foto: Getty Images

Börsengänge (IPOs) sind riskante Unterfangen für Unternehmen und Investoren. Unternehmen sind dem Druck der Börseninvestoren ausgesetzt, die nun täglich den Kurs ihrer Aktien beurteilen. Die Anleger haben die Aufgabe, den Kurs der Aktie auf der Grundlage einer begrenzten Anzahl von Informationen und einer begrenzten Historie zu beurteilen.

Manchmal explodieren IPOs, verdoppeln oder verdreifachen ihren Wert in nur wenigen Wochen (oder in einigen Fällen sogar Tagen). Andere Male verpuffen sie und Investoren verlieren Hunderte Millionen Dollar.

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2017 gab es einige hochkarätige IPO-Flops. Hier sind die drei schlechtesten Börsengänge Amerikas des Jahres.

Der Zutatenlieferservice

Blue Apron (WKN:A2DS2W) führt die Liste der schlimmsten amerikanischen Börsengänge 2017 an. Die Aktien des Zutatenlieferservices sind nicht nur um 70 % seit Börsenbeginn gefallen. Blue Apron verringerte zudem noch seinen Ausgabepreis von 15 bis 17 US-Dollar auf 10 bis 11 US-Dollar.

Seitdem hat sich das Unternehmen bemüht, Umsatz und Ertrag so zu gestalten, dass sie den Erwartungen entsprechen. Die Umstellung auf ein neues Fulfillment-Center in Linden, New Jersey, führte zu einem Anstieg der Zahl der Kunden, die verspätet oder mit falschen Zutaten beliefert wurden. Als Folge des Rückgangs der korrekten Lieferungen verringerte Blue Apron sein Marketing. Daraufhin sank die Zahl der Kunden.

Der Zeitpunkt des Börsengangs von Blue Apron hätte nicht schlechter sein können. Das Unternehmen befand sich inmitten eines Wandels. Neben der Eröffnung des neuen Fulfillment-Centers wurden auch die Menüoptionen erweitert und die Flexibilität für die Kunden erhöht. All dies sorgte für große Unsicherheit, und keine der Änderungen hat sich ausgezahlt. Dann, zu allem Überfluss, kaufte Amazon Whole Foods Market und verursachte in der gesamten Lebensmittelbranche während des Monats, in dem Blue Apron an die Börse gehen wollte, Aufregung.

Ende November trat Blue Apron-Mitbegründer Matt Salzberg als CEO zurück und CFO Brad Dickerson übernahm die Leitung.

Der Einzelhändler für Frauen

J.Jills (WKN:A2DM7D) IPO hatte keinen großartigen Start. Die Aktien notierten bei 13 US-Dollar und damit unterhalb der vorgesehenen Spanne von 14 US-Dollar bis 16 US-Dollar. Die Aktien blieben eine Weile bei diesem Preis und erhielten einen Schub durch die guten Resultate des ersten Quartals. Aber schon nach kurzer Zeit waren sie nicht mehr gefragt.

Obwohl die Ergebnisse des zweiten Quartals über den Erwartungen lagen, gab das Unternehmen eine schwache Prognose für das dritte Quartal ab. Dann senkte es diesen Ausblick noch weiter ab. Die Aktien fielen an einem Tag um rund 50 %, und die Aktie notiert momentan bei weniger als der Hälfte des Ausgabepreises.

Das Management geht nun davon aus, dass der Marktumsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 3% bis 5% zurückgehen wird und der Gewinn pro Aktie (EPS) nur 0,07 bis 0,09 US-Dollar betragen wird. Dies folgt auf mehrere Jahre mit zweistelligen Verkaufszahlen, die in den Börsengang münden, und auf zwei Quartale mit hohen einstelligen Umsätzen nach dem IPO.

Am meisten beunruhigt mich bei dem neusten Ausblick die Schwäche des Unternehmens im Direktvertriebskanal. Schlechte Einzelhandelsumsätze können auf leicht korrigierbare Probleme wie schlechtes Bestandsmanagement zurückgeführt werden. Probleme mit Direktverkäufen an Endverbraucher könnten jedoch auf schwerwiegende Fehltritte des Managements bei der Ermittlung der Bedürfnisse und Wünsche seiner Kunden hindeuten.

Der chinesische Mikrokreditgeber

Die Aktien von Qudian (WKN:A2H5CY), dem chinesischen Online-Kreditgeber, sind seit dem Börsengang des Unternehmens im Oktober ins Trudeln geraten. Während die Aktien anfänglich auf über 35 US-Dollar von ihrem IPO-Preis von 24 US-Dollar anstiegen, wird die Aktie jetzt für weniger als 14 US-Dollar gehandelt.

Qudian hat etwas Pech gehabt. Chinesische Regulatoren sind auf die Art der Kreditvergabe fixiert, die Qudian betreibt — „Online-Mikrokreditvergabe“. Das hat eine Menge Unsicherheit über die Zukunft des Unternehmens geschaffen.

Alipay, eine Tochterfirma von Alibaba (WKN:A117ME), ist nach der Erklärung der chinesischen Regierung proaktiv. Es drängt Qudian, seine Zinssätze für Kredite, die von Alipay stammen, zu senken. Alipay macht etwa zwei Drittel der Kredite von Qudian aus, und will die Zinsen für Qudian-Darlehen um ein Drittel senken. Das sind im Wesentlichen 30% von Qudians Gewinnen auf diese Kredite, die verlorengehen. (Qudian ist immer noch in der Lage, höhere Zinssätze für Nicht-Alipay-Darlehen zu berechnen.)

Obwohl Umsatz und Gewinn für Qudian immer noch in die Höhe schnellen, ist das Unternehmen aufgrund der Ungewissheit in Bezug auf seine Geschäftstätigkeit äußerst riskant, selbst nachdem der Aktienkurs seit dem Börsengang um 50 % gefallen ist.

Börsengänge sind nicht immer erfolgreich

Investoren denken oft, wenn sie eine Aktie zu ihrem IPO-Preis kaufen können (anstelle des typischen Anstiegs, den der Preis bekommt, bevor er für den Handel geöffnet wird), könnten sie das schnelle Geld verdienen. Aber nicht jeder Börsengang ist eine großartige Investitionsmöglichkeit.

Wenn ein Unternehmen zur falschen Zeit an die Börse geht, z. B. wenn es eine Menge verschiedener Änderungen am Produkt vornimmt oder wenn es eine Wolke der Ungewissheit um das Geschäft herum gibt, die von den Aufsichtsbehörden verursacht wird, können Investoren viel Geld verlieren. Es ist wichtig, eine IPO-Aktie genau wie jedes andere Unternehmen zu bewerten, denn sie sind nicht immer erfolgreich.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochter von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. The Motley Fool hält und empfiehlt Aktien von AMZN.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 07.12.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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