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Aurelius beeindruckende Dividendenhistorie beginnt ein neues Kapitel

Foto: Getty Images

Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Aurelius (WKN:A0JK2A) war schon immer darum bemüht, ihre Aktionäre in Form von Dividenden am Erfolg des Unternehmens teilhaben zu lassen.

Erst vor wenigen Tagen schrieb ich, dass Aurelius laut Analysen der Baader Bank im nächsten Jahr eine sehr hohe Dividende ausschütten wird. Die fällt jetzt aber niedriger aus als erwartet und das ist eine gute Nachricht. Verwirrt? Das ist verständlich. Um die Situation zu verstehen, wirft man am besten einen kurzen Blick auf die Dividendenhistorie von Aurelius und betrachtet dann, was sich ab dem nächsten Jahr Erfreuliches ändern wird.

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Das Dividendenwachstum ist phänomenal

Nächstes Jahr feiert die Aurelius-Dividende ihr Zehnjähriges. Im Jahr 2008 hat man die Anleger zum ersten Mal an den Gewinnen des vorangegangen Geschäftsjahres beteiligt und ihnen 0,05 Euro je Aktie ausgeschüttet. Dieses Jahr gab es dann schon 4 Euro, was einer unglaublichen jährlichen Steigerung in Höhe von 62,73 % entspricht. Solches Dividendenwachstum gibt es nur sehr, sehr selten zu verzeichnen. Es spiegelt den großen Erfolg wider, den Aurelius als Private Equity-Investor in den letzten Jahren hatte.

Vermutlich auch weil viele Private Equity als extrem riskant und zyklisch einstufen, hat man sich entschieden, die Dividende formal in zwei zu teilen. Zum einen gibt es die Basisdividende, welche jedes Jahr Stück für Stück angehoben werden soll. Sie betrug in diesem Jahr bereits 1 Euro. Zum anderen gibt es die Partizipationsdividende, bei der ungefähr die Hälfte des jährlichen Gewinns ausgeschüttet werden soll. Diese wird stets mit den Erfolgen der geschäftlichen Entwicklung schwanken.

Die Basisdividende wird besonders großzügig angehoben

Noch vor kurzem gingen viele davon aus, dass Aurelius 2018 eine Dividende in Höhe von 5 Euro ausschütten wird. Da aber kürzlich ein weiterer erfolgreicher Verkauf vermeldet werden konnte, errechnete die Baader Bank, dass es sogar 6,10 Euro werden sollten.

Wie gerade erst bekannt wurde, hat sich das Aurelius-Management nun doch dafür entschieden, im nächsten Jahr 5 Euro auszuschütten, was einer Verhundertfachung der Dividende in zehn Jahren gleichkommt. Dabei wird die Basisdividende allerdings überdurchschnittlich auf 1,50 Euro angehoben und die weiteren 3,50 Euro als Partizipationsdividende gezahlt. Das Management betonte, dass die hohe Basisdividende der dauerhafte Referenzwert sein wird, von dem aus dieser Teil der Dividende langfristig gesteigert werden soll. Anleger können sich also auf einen größeren jährlichen Beitrag verlassen und damit kalkulieren.

Dass 2018 nicht ganz so viel an Partizipationsdividende ausgeschüttet wird, ist verständlich. Das bisherige Geschäftsjahr verzeichnete gleich zwei Rekordverkäufe. Man will die großen erlösten Summen über mehrere Jahre verteilen, damit die Schwankungen der Dividende nicht so hoch ausfallen. Das dürfte auch die Schwankungen der Aktie verringern, weil sie dann nicht aufgrund der sonst vermutlich massiven jährlichen Unterschiede der Ausschüttungen den Besitzer wechselt, und ich vermute, viele Aurelius-Aktionäre dürften sich nach diesem Jahr über ein bisschen weniger Turbulenzen freuen.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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