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Rate mal, wieviel die Netflix-Videothek wert ist

Foto: The Motley Fool.

Es ist kein Geheimnis, dass Netflix (WKN:552484) unglaublich viel für Content ausgibt, da das Unternehmen seine Videothek mit preisgekrönten Shows auffüllt und seine internationale Präsenz ausbaut. Das Unternehmen erwartet, dass es 2018 zwischen 7 und 8 Milliarden US-Dollar für die Programmierung ausgeben wird.

Diese Contentvideothek hat auch nach dem ersten Start einer jeden Show noch immer einen signifikanten Wert für den Streaming-Pionier, obwohl es bis vor Kurzem schwierig war zu messen, wie viel. Die Analysten von Morgan Stanley haben uns das Rechnen abgenommen.

Nicht nur Spaß mit Zahlen

Die Analysten haben die Inhalte auf der Netflix-Plattform im März dieses Jahres auf 11 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie deckten auf, dass der Katalog mehr wert ist als die Vermögenswerte von 10 Milliarden US-Dollar, die Time Warner und seine Tochtergesellschaft HBO besitzen. Es ist auch mehr wert als die Summe der gesamten Programmressourcen mehrerer bekannter Medienunternehmen, darunter Viacom, AMC Networks, Discovery Communications und Scripps Network.

Das war keine willkürliche Übung an der Wall Street. Laut Lead-Analyst Ben Swinburne verdienen die anderen genannten Unternehmen derzeit zwischen 2 und 4 US-Dollar für jeden Dollar, der in Content investiert wird. Netflix erzielt derzeit für jeden Dollar, der für die Programmierung ausgegeben wird, einen deutlich niedrigeren Erlös, aber Swinburne glaubt, dass das Unternehmen noch nicht das volle Potenzial seiner Contentbibliothek erreicht hat. Da das Unternehmen international expandiert und mehr Abonnenten gewinnt, sieht er das als Investition an.

„Netflix baut einen viel größeren Profitpool auf, als der Markt versteht“, schrieb der Analyst. Da Netflix mehr Inhalte vollständig besitzt, könnte die längere durchschnittliche Nutzungsdauer und die zunehmende Globalisierung seiner Vermögenswerte im Laufe der Zeit zu einer hohen Effizienzsteigerung und höheren Margen führen.“

Es sollte daher keine Überraschung sein, dass Netflix seine Gebühren angehoben hat, was die Unternehmensergebnisse noch schneller steigern wird.

Aufbau von Talenten

Netflix ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus, da das Unternehmen vor Kurzem einige hochkarätige Content-Ersteller unter Vertrag genommen hat.

Das Unternehmen machte im August die erste Übernahme in seiner 20-jährigen Geschichte und schloss sich mit Mark Millar und seinem Unternehmen Millarworld zusammen. Kaum jemand kennt Millar, aber er brachte Hits wie The Avengers, Captain America: Civil War und Logan hervor. Der Comic-Impresario war auch die kreative Kraft hinter den Erfolgsfilmen Kick-Ass, Wanted und Kingsman: The Secret Service.

Bald darauf schaffte es Netflix einen der größten Produzenten des Fernsehens, Shonda Rhimes, aus ihrer langjährigen Partnerschaft mit ABC Studios zu lösen. Rhimes war für Hits wie Grey’s Anatomy, Scandal, und How to Get Away With Murder verantwortlich.

Solche hochkarätigen Talente werden nur zu noch mehr potenziellen Abonnenten führen.

Die Ergebnisse kommen

Die anhaltende Betonung auf qualitativ hochwertigen Content scheint zu funktionieren. Als Netflix im Oktober die Finanzergebnisse meldete, konnte das Unternehmen einen Rekord von 5,3 Millionen Neuabonnenten verzeichnen, was einem Zuwachs von 49 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Netflix gibt im Vorfeld sehr viel Geld aus, um seine ursprünglichen Programme zu finanzieren, doch das ist als Investition in die Zukunft zu sehen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt AMC Networks, Discovery Communications und Netflix. The Motley Fool empfiehlt Scripps Networks Interactive und Time Warner.

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 30.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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