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Unilever: Langsameres Wachstum trotz Erholung in den Schwellenländern

Die Konsumgüterindustrie versucht nach wie vor, wieder zum Wachstum zurückzukehren. Unilever (WKN:A0JMZB) gab diese Woche ein flaches Umsatzvolumen bekannt, da das Unternehmen dem Druck von Mitbewerbern und massiven Wetterproblemen in wichtigen Märkten ausgesetzt war. Dennoch behielt das Unilever-Managementteam den Ausblick für das Gesamtjahr unverändert bei und zeigte sich ermutigt, in mehreren Regionen erste Anzeichen für eine Erholung zu erkennen.

Schauen wir uns die Ergebnisse genauer an.

Was ist in diesem Quartal passiert?

Das organische Umsatzwachstum war überraschend schwach, da die hohen Zuwächse in den Schwellenländern durch Rückgänge in den USA und Europa gebremst wurden. Unilever hat in diesem Quartal einige Marktanteile verloren, insbesondere im europäischen Speiseeisgeschäft. Größere Ursache war jedoch eine Absatzstörung, die durch Wirbelstürme in der Karibik und den wichtigsten US-Märkten Texas und Florida verursacht wurde.

Highlights:

  • Das organische Wachstum von 2,6 % markiert gegenüber dem Vorjahresquartal (+3 %) einen deutlichen Rückgang. Dieses Wachstum war wiederum vollständig von Preiserhöhungen bei stagnierenden Absatzmengen abhängig.
  • Die Erfrischungssegmente erzielten die besten Ergebnisse, was zum Teil auf Innovationen bei den Eiscreme-Marken Ben & Jerry’s und Magnum zurückzuführen ist, die die witterungs- und wettbewerbsbedingte Umsatzschwäche bei Speiseeis ausgleichen konnten. Die Personal Care Division, verankert in den Franchise-Geschäftsbereichen Dove und Signal, schaffte die kleinsten Zuwächse.
  • Nach geografischen Regionen betrachtet, steigerte Unilever den organischen Umsatz im Segment Asien um 6 % und in Lateinamerika um 6,6 %. Als besonders starke Regionen sind China und Indien hervorzuheben. Diese Zuwächse in den Schwellenländern wurden jedoch größtenteils durch Rückgänge in den USA und Europa kompensiert.

Was das Management zu sagen hatte

CEO Paul Polman konzentrierte seine Kommentare auf breitere Trends. „Während die Bedingungen in unseren entwickelten Märkten weiterhin schwierig sind“, sagte er in einer Pressemitteilung, „sehen wir Anzeichen für eine Verbesserung in einigen unserer größten Schwellenländer, darunter Indien und China.”

Die Führungskräfte zeigen sich durch die Ergebnisse ihrer Kostensenkungsbemühungen ermutigt. Diese Initiative ist ihren Zielen sogar voraus, was mehr Flexibilität für zusätzliche Investitionen in Wachstumsbereiche wie Werbung und Marketing bedeutet. „Die neue Organisation sorgt für erhöhte Innovationsgeschwindigkeit und unsere Sparprogramme ermöglichen es uns, die Investitionen in neue Wachstumschancen zu erhöhen. Wir gehen davon aus, dass wir in den kommenden Quartalen von diesen Vorteilen profitieren werden“, erklärte Polman.

Vorwärts schauen

Das Management bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr, die ein organisches Wachstum zwischen 3 % und  5% vorsieht. Auch die operative Marge wird sich nach wie vor um etwa einen Prozentpunkt verbessern, bis zum Jahr 2020 soll ein Wert von 20 % erreicht werden.

Unilever operative Marge, letzte 12 Monate (Daten von YCharts).

Diese Wachstumsprognose impliziert, dass das Unternehmen den Umsatz in diesem Jahr nicht wesentlich stärker als der Rest der Branche steigern wird. Das Management ist mit diesem Leistungsniveau nicht zufrieden, weshalb es sich darauf konzentriert, den organischen Verkauf zu beschleunigen, damit Unilever wieder Marktanteile gewinnt.

Das Management plant, dieses Ergebnis durch eine Mischung aus innovativen Produkteinführungen, Portfolioverlagerungen in wachstumsstarke Bereiche und großen Übernahmen anderer Marken zu erreichen. Diese Maßnahmen sollten die Resultate in den  kommenden Quartalen erhöhen.

Gleichzeitig wird es interessant zu sehen, ob die Industrieländer wie die USA und Europa die globalen Ergebnisse weiter bremsen oder ob sie endlich wieder wachsen.

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The Motley Fool empfiehlt Unilever.

Dieser Artikel wurde von Demitrios Kalogeropoulos auf Englisch verfasst und wurde am 19.10.2017 auf fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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