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3 Charts, die andeuten, dass die Lufthansa-Aktie immer noch günstig ist

Foto: The Motley Fool

Die Aktie der Lufthansa (WKN:823212) ist in den letzten zwölf Monaten geradezu explodiert: Um mehr als 150 % legten die Anteile von Europas größter Airline innerhalb eines Jahres zu (Stand: 15.10.2017)! Aber das muss nicht zwangsläufig heißen, dass die Lufthansa-Aktie jetzt teuer ist.

Im Folgenden möchte ich dir drei Charts zeigen, die andeuten, dass die Entwicklung bei der Lufthansa den satten Kursprung durchaus rechtfertigt und die Aktie trotz Mega-Rallye nicht zwangsläufig teuer ist!

Das KGV

Möchte man wissen, ob eine Aktie teuer oder günstig ist, dann schaut man zuerst auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV. Es gibt an, in welchem Verhältnis der Aktienkurs zum Gewinn je Aktie steht. Je niedriger das KGV, desto günstiger ist die Aktie.

Ein Blick auf den Verlauf des KGVs der Lufthansa-Aktie zeigt, dass dies aktuell immer noch günstig ist.

Quelle: finanzen.net

Für das Jahr 2017 habe ich den erwarteten Gewinn ausgehend von den Halbjahreszahlen hochgerechnet. Dieser Wert erhebt also keinerlei Ansprüche auf absolute Korrektheit, sollte aber für eine grobe Richtung ausreichend sein. Diese Berechnung ergibt beim aktuellen Kurs (Stand: 15.10.2017) ein KGV von nur 4,2.

Die Lufthansa-Aktie ist damit nur unwesentlich teurer als in den vergangenen beiden Jahren. Damit ist klar, dass mit dem Aktienkurs auch der Gewinn je Aktie gestiegen ist, sonst wäre das Verhältnis dieser beiden Werte, also das KGV, nicht auf einem ähnlichen Niveau geblieben.

Wir halten also fest: Die Lufthansa-Aktie ist gemessen am KGV trotz Kursexplosion nicht teurer als in den vergangenen beiden Jahren. Damit scheint die Lufthansa-Aktie aktuell immer noch recht günstig zu sein.

Die Passagierzahlen

Ein niedriges KGV alleine ist aber natürlich nicht viel wert. Auch die Geschäfte sollten gut laufen! Bei einer Fluggesellschaft bietet sich hier der Blick auf die Entwicklung der Passagierzahlen an. Bei der Lufthansa verrät uns dieser: Immer mehr Menschen fliegen mit der Kranich-Airline!

Quelle: Unternehmensangaben

Während die Passagierzahlen in den Jahren 2011 bis 2016 relativ langsam, aber kontinuierlich, gestiegen sind, könnte es im Geschäftsjahr 2017 einen großen Sprung nach oben geben. Auch hier habe ich die Halbjahreszahlen wieder hochgerechnet – und die waren phantastisch.

Um 17,2 % ging die Zahl der beförderten Fluggäste in den ersten sechs Monaten nach oben. Hochgerechnet aufs Gesamtjahr 2017 ergäben sich damit wie im Diagramm dargestellt fast 130 Millionen Passagiere. Daraus schließe ich, dass die Lufthansa im Umgang mit ihren Kunden in den letzten Jahren vieles richtig gemacht hat. Ansonsten hätten sich nicht so viele Menschen dazu entschlossen, mit der Lufthansa zu reisen.

Wir halten also fest: Die Geschäfte bei Deutschlands größter Airline laufen prächtig! Auch das dürfte ein Grund für die Rallye der Lufthansa-Aktie in den letzten zwölf Monaten gewesen sein und rechtfertigt diese damit ein Stück weit.

Der Free Cashflow

Der Preiskampf über Europas Wolken war hart in den letzen Jahren und ging auch an der Lufthansa nicht spurlos vorüber. Das zeigt der Blick auf den Free Cashflow. Das ist der Betrag, der in einem Geschäftsjahr tatsächlich als Plus (oder als Minus) auf dem Konto gelandet ist. Im Jahr 2014 war dieser bei der Lufthansa sogar negativ.

Quelle: Unternehmensangaben

Doch seit 2015 erholt sich der Free Cashflow stetig und könnte dieses Jahr sogar die Marke von zwei Milliarden Euro knacken. Auch hierfür habe ich die Zahlen aus dem Halbjahresbericht einfach aufs Gesamtjahr hochgerechnet. Eventuelle Zahlung für Teile von Air Berlin oder der ebenfalls insolventen Alitalia sind hierbei aber nicht berücksichtigt.

Diese würden sich zunächst natürlich negativ auf den Free Cashflow auswirken, da die Zahlungen eventuell sofort fällig werden. Trotzdem halten wir fest: Ohne Sondereffekte bleibt bei der Lufthansa immer mehr Geld auf dem Konto übrig – eine wunderbare Entwicklung!

Eine Sache sollten Anleger aber trotzdem bedenken…

Auch wenn die drei genannten Punkte andeuten, dass die Lufthansa-Aktie trotz Rallye immer noch günstig ist, sollten Anleger sich stets einer Sache bewußt sein: Airlines hängen am Tropf des Ölpreises. Steigt dieser auf die Hochstände aus dem Jahr 2012, könnte das den Gewinn der Lufthansa aufgrund stark steigender Kraftstoffpreise deutlich schmälern.

Damit wäre es dann auch schnell vorbei mit dem günstigen KGV und dem hohen Free Cashflow. Vielleicht ist auch das der Grund, warum die Börse der Lufthansa-Aktie kein höheres KGV zugesteht.

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Thomas Brantl besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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