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1 Tipp, damit du dein Geld nicht gleich verlierst

Foto: The Motley Fool

airberlin ist tot. Lang lebe Lufthansa (WKN:823212)!

Aber bleiben wir mal ernst … Es sieht so aus, als wäre die traurige Geschichte um airberlin fast zu Ende. Das Unternehmen verkündete, dass Flüge „unter dem IATA-Airline-Code AB“ nach dem 28. Oktober nicht mehr fliegen werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes besagen die Berichte in den Medien, wie schon erwartet, dass Lufthansa wahrscheinlich den Großteil der Überreste von airberlin auch kaufen wird.

Als Investoren können wir uns das nur ansehen und mit dem Kopf schütteln. Zumindest können wir uns überlegen, was hier schief gelaufen ist und was wir daraus lernen können. Aber es kommt noch besser, wir können auch lernen, wie wir airberlin-Situationen in Zukunft vermeiden können.

Hier ein wichtiger Punkt, den ich schon gelernt habe: Die Trendwende zu schaffen kann manchmal richtig schwierig sein. In den meisten Fällen führt das eher in die Pleite als in die Gewinnzone.

airberlin hatte einen Plan für die Trendwende. Der Vorsitzende Dr. Hans-Joachim Körber schrieb im Jahresbericht 2016:

Im zweiten Halbjahr 2016 wurde daher dessen umfassende Überprüfung eingeleitet und eine fundamental veränderte Unternehmensstrategie entwickelt. airberlin stellte sich in der Folge als fokussierter Netzwerk-Carrier neu auf. Im Mittelpunkt stehen die Neugestaltung des Netzwerks und eine wesentliche Verringerung der Saisonalität. Das klare Ziel ist ein ganzjährig planbarer und gut ausgelasteter Betrieb mit einem geringeren Bedarf an Flugzeugen.

Wie wir jetzt wissen, hat die Sache nicht funktioniert. Sie hat überhaupt nicht funktioniert.

Das ist aber ein Ergebnis, das einen Superinvestor wie Warren Buffett nicht besonders überrascht hätte. In seinem Brief an die Aktionäre von Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) aus dem Jahre 1979 schrieb er Folgendes:

Sowohl unsere Erfahrung im operativen Geschäft als auch beim Investieren verleiten uns zu der Schlussfolgerung, dass Trendwenden meistens nicht funktionieren und dass dieselbe Energie und dasselbe Talent deutlich besser in einem guten Unternehmen aufgehoben wären, das man zu einem fairen Preis gekauft hätte, anstatt ein schlechtes Geschäft zu einem günstigen Preis zu kaufen.

Daraus folgt, dass Trendwenden meistens schiefgehen. Es ist auch deutlich leichter, so etwas zu planen. Die erste Zeile des Briefes von CEO Thomas Winkelmann an die Aktionäre aus dem Jahr 2016 klang zumindest schon mal gut: „Für airberlin hat eine neue Zeitrechnung begonnen.“ Schön gesagt, aber die neue Zeitrechnung ist leider nie gekommen … außer, er hat damit die Insolvenz gemeint.

Die Frage für dich als Investor ist natürlich die folgende: Woher soll ich wissen, ob es eine Trendwende gibt?

Manchmal ist das sehr leicht zu sehen. Die zweite Zeile im Brief an die Aktionäre von airberlin war Folgende: „Im Geschäftsjahr 2016 … wurde die strategische Kehrtwende eingeleitet.“ Wenn der CEO offen darüber spricht, dass die Aktie die Kurve kriegen muss, dann ist das ein ziemlich gutes Anzeichen dafür, dass man als Investor große Vorsicht walten lassen sollte.

Es ist aber nicht immer so klar wie in diesem Fall. Darum ist es auch so wichtig, sich nicht nur darauf zu verlassen, was das Unternehmen und die Führung sagen, sondern auch auf das zu achten, was die Zahlen sagen. Die Zahlen bei airberlin waren klar. 2016 hatte das Unternehmen einen Nettoverlust von 782 Millionen Euro, was schlechter war als die 447 Millionen Euro, die 2015 verloren wurden und noch schlimmer als die 377 Millionen US-Dollar, die 2014 in den Äther hinaus geblasen worden waren.

Das Investieren kann manchmal schon ziemlich hart sein. Aber es ist wichtig, dass wir es uns nicht noch schwerer machen, als es schon ist. Sich von Situationen wie diesen fernzuhalten, ist eine gute Möglichkeit.


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Da wir schon einmal von Situationen sprechen, die man gerne vermeiden möchte … in diesem Artikel teilen drei unserer Autoren von Fool.de mit, welche Aktien sie niemals kaufen würden.

3 Aktien, die wir niemals kaufen würden: Heckler & Koch, VW, Deutsche Bank


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Falls du Fool.de schon eine Zeit lang liest, dann weißt du ja, dass es bei uns um langfristiges Investieren geht. Aber wie lang muss man investieren, damit es auch langfristig ist? Das steht natürlich zur Diskussion. Ich kann aber mit Sicherheit sagen, dass 20 Jahre definitiv in diese Kategorie fallen. Unser Autor von Fool.de, Marlon Bonazzi, schrieb vor kurzem über 3 deutsche Tech-Aktien, die er für diesen langen Zeitraum als gute Investitionen einstuft.

3 deutsche Tech-Aktien für die nächsten 20 Jahre


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Möchtest du noch mehr langfristige Investmentideen? Marlon hat noch mehr für dich. In diesem Artikel wendet er sich den Schwellenländern zu und bespricht 3 langfristige Investmentideen.

3 Schwellenländer-Aktien für die nächsten 20 Jahre


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Was bedeutet es, wenn eine Industrie auf den Kopf gestellt wird? Ein paar Fools haben sich zusammengesetzt, um das nicht nur zu definieren, sondern um 3 Unternehmen vorzustellen, von denen sie glauben, dass sie ihre entsprechenden Industriezweige auf den Kopf stellen – und sich damit für großen Erfolg positionieren.

3 Unternehmen, die das Geschäft auf den Kopf stellen

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Matt besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Berkshire Hathaway.

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