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Aktien im Rückblick: DAX kämpft um 13.000er-Marke, Versorger gefragt, Lufthansa profitiert von Air Berlin-Pleite

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Bisher wird der Oktober seinem schlechten Ruf als Crash-Monat nicht gerecht. Die deutschen Aktienindizes bleiben auf Rekordkurs. In der zu Ende gehenden Handelswoche kämpfte der DAX mit der Marke von 13.000 Punkten, die er an den letzten beiden Handelstagen zeitweise überwinden konnte. Der TecDAX erreichte am Donnerstag die höchste Notierung seit 2001.

Ein neues 16-Jahreshoch erreichte auch die Aktie der Lufthansa, die u. a. von der Übernahme eines Großteils der insolventen Konkurrentin Air Berlin profitierte. Versorger standen ebenfalls ganz oben auf den Kauflisten …

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Was geschah an der Börse?

Der DAX (WKN:846900) startete am Wochenbeginn einen neuen Rekordversuch – und scheiterte. Der deutsche Leitindex konnte sich am Montag der „psychologisch wichtigen“ 13.000er-Marke zwar bis auf 3 Punkte annähern, gab einen Teil seiner Gewinne jedoch wieder ab und ging beim Stand von 12.976 Zählern mit einem Plus von 0,2 % in den Feierabend.

Europaweit waren Versorgertitel gefragt. An die DAX-Spitze setzte sich die Aktie von E.ON (WKN:ENAG99), die um 3,1 % anzog. Es folgten die Anteilscheine des Konkurrenten RWE (WKN:703712) mit einem Aufschlag von 2,7 %. Ganz unten in der Standardwerte-Tabelle landete die Deutsche Bank (WKN:514000), deren Papiere sich um 2 % verbilligten.

Wenig erfreut reagierten die Marktteilnehmer auf einen vom Düngemittelhersteller K+S (WKN:KSAG88) veröffentlichten Strategieplan. In diesem fehlte nämlich eine Maßnahme, auf die Branchenkenner spekuliert hatten: der Börsengang des Salzgeschäfts. Die im MDAX (WKN:846741) notierte K+S-Aktie brach um 8 % ein.

Im Vorfeld der für den Abend angekündigten Rede des katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont über das weitere Vorgehen nach dem Unabhängigkeitsreferendum positionierten sich die Marktakteure am Dienstag eher defensiv. Der DAX gab 0,2 % auf 12.949 Zähler ab.

Die Aktie der Lufthansa (WKN:823212) setzte ihren bereits seit einigen Wochen andauernden Höhenflug fort. Diesmal war es die Tarifeinigung mit den Piloten, welche die Titel der Kranich-Airline mit einem Kursgewinn von 2,5 % ans obere DAX-Ende schob. Im Börsenkeller landete die Aktie von Fresenius Medical Care (WKN:578580), die 2 % abgab. Branchenbeobachter begründeten das Minus mit negativen Analystenkommentaren über einen Konkurrenten.

Die Ankündigung des katalanischen Regierungschefs, eine mögliche Trennung seiner Region von Spanien vorläufig auszusetzen, sorgte am Mittwoch für Entspannung auf dem Parkett. Der DAX verbesserte sich um 0,2 % auf 12.971 Punkte. Im Fokus der Anleger standen erneut Versorgertitel: Die größten Tagesgewinne im Blue-Chip-Index verbuchten E.ON und RWE, die 2,9 % bzw. 3,4 % zulegten.

Im MDAX fiel GEA (WKN:660200) mit einem Kursanstieg von 6 % auf. Zuvor war bekannt geworden, dass der aktivistische US-Investor Paul Singer eine Beteiligung an dem Anlagenbauer übernommen hat.

Am Donnerstag war es endlich soweit: Der DAX überwand die 13.000er-Schwelle und erreichte ein Tageshoch von 13.002 Zählern. Danach verließ die Marktakteure jedoch der Mut. Beim XETRA-Schluss notierte der deutsche Leitindex mit 12.983 Punkten lediglich 0,1 Prozentpünktchen über seinem Vortagsschluss. Die höchste Notierung seit 16 Jahren erreichte der TecDAX (WKN:720327). Der deutsche Technologiewerteindex stieg um 0,6 % auf 2.525 Punkte.

Von der Pleite der Air Berlin profitierte wieder einmal die Aktie der Lufthansa, die zum zweiten Mal in dieser Woche den DAX anführte. Nach der offiziellen Bestätigung, dass die Branchenführerin wie erwartet einen Großteil der insolventen Konkurrentin übernehmen wird, stieg der Lufthansa-Kurs um 2,3 %.

Auch am Freitag konnte sich der DAX zeitweise die 13.000er-Marke von oben ansehen. Um 16:15 Uhr zeigte der Index ein Plus von 0,2 %.

Was steht Anfang der kommenden Woche an?

In den USA beginnt wieder die Berichtssaison. Den Anfang macht am Montag (16.10.) der Streaming-Dienst Netflix, der Zahlen fürs dritte Quartal veröffentlicht.

Am Dienstag (17.10.) berichten u. a. Goldman Sachs, Harley Davidson, IBM, Johnson & Johnson, Morgan Stanley und United Health.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Johnson & Johnson und Netflix.

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