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Sind die Schieferöl-Unternehmen bald am Ende?

Foto: The Motley Fool.

Die Ölkonzerne in den USA haben in diesem Jahr ein bemerkenswertes Comeback erlebt. Die Produktion, die im vergangenen Jahr auf dem Tiefpunkt um fast eine Million Barrel pro Tag abgenommen hatte, ist in diesem Jahr wieder stark angestiegen und hat sich in der Nähe des Spitzenwertes von 2015 wieder erholt. Aktuell sind die Unternehmen auf einem guten Weg, im Jahr 2018 durchschnittlich 9,8 Millionen Barrel pro Tag zu produzieren. Das würde den bisherigen Rekord von 9,6 Millionen Barrel pro Tag des Jahres 1970 übertreffen.

Der Grund hinter dieser raschen Erholung der Produktion waren, abgesehen von der Stabilisierung der Ölpreise bei 50 US-Dollar, Effizienzgewinne und technologische Innovationen. Allerdings gibt es in der Branche mehrere Anzeichen dafür, dass das Ende der Fahnenstange inzwischen erreicht sein könnte. Das deutet darauf hin, dass die Ölpreise bald wieder steigen könnten.

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Die Goldader ist versiegt

Im letzten Quartal hat das erfolgreiche Schieferöl-Unternehmen Pioneer Natural Resources (WKN:908678) die Anleger mit einer Reduktion in der Prognose für das Produktionswachstum überrascht. Das Unternehmen hatte bisher die Erwartungen jedes Mal übertroffen. Jetzt heißt es, dass es im Ölfeld Spraberry/Wolfcamp in Texas beim Bohren durch unerwartete Druckschwankungen zu Problemen gekommen sei. In Folge musste das Unternehmen sein Konzept ändern, um das Problem zu lösen. Diese Lösung führte jedoch zu einer um fünf Tage längeren am Bohrzeit, was zusätzliche Kosten von 300-400.000 US-Dollar mit sich brachte. Damit wurden einige der Effizienzgewinne wieder zunichte gemacht. Das Unternehmen sagte, dass man weiterhin nach Wegen suche, um die zusätzlichen Kosten an anderer Stelle wieder auszugleichen, kurzfristig werden die Renditen davon aber trotzdem beeinträchtigt. Das bedeutet auch, dass Pioneer mit seiner Produktion am unteren Ende des Ausblicksbereiches liegt.

In der Zwischenzeit meldeten mehrere andere Schieferbohrer gescheiterte Experimente. Sie hatten versucht, den effizientesten Weg zu finden, um Öl und Gas aus dem Schiefer zu extrahieren. Diese Schwierigkeiten veranlassen auch sie dazu, ihre Pläne zu ändern. QEP Resources (WKN:A1CYV1) gab kürzlich bekannt, dass man es bei mehreren Quellen mit Produktionsrückgängen zu tun habe, die zuvor nicht eingeplant waren. Daher mussten die Entwicklungspläne für die Zukunft geändert werden. Darüber hinaus hat QEP festgestellt, dass es im Permian-Becken einige Verzögerungen bei der Fertigstellung der Quellen infolge der Weiterentwicklung der Explorationsmethoden gab. Ebenso stellte Sanchez Energy (WKN:A1JRS0) fest, dass mehrere Bohrungen im Rahmen eines Testprogramms hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren. Sanchez gab an, man wäre wieder zur Standardvorgehensweise zurückgekehrt. Beide Unternehmen sehen diese Verzögerungen als vorübergehende Probleme. Sie deuten jedoch darauf hin, dass die Schieferbohr-Unternehmen möglicherweise das Ende der Fahnenstange erreicht haben und die Produktion nicht mehr wie in der Vergangenheit durch Innovationen erhöhen werden können.

Mangel an Anlagen und Arbeitskräften bremst das Wachstum

Abgesehen von den immer häufiger auftreten in technischen Fragen schien die diesjährige Bohraktivität im letzten Quartal die Obergrenze erreicht zu haben. Laut dem Spezialunternehmen Core Labs (WKN:897269) lag das an einem vorübergehenden Mangel an Arbeitskräften und Ausrüstung. Core erwartet, dass dieses Problem noch bis zum Ende des Jahres andauern und dafür sorgen wird, dass viele Quellen nicht ausgeschöpft werden können.

Das Dienstleistungsunternehmen Halliburton (WKN:853986) merkte ebenfalls an, dass die gegenwärtige Kundennachfrage das Angebot überflügelt habe. Für die Produzenten ist das zwar eine schlechte Nachricht, für Halliburton allerdings eine positive, da das günstige Ausgangsbedingungen für eine starke Auslastung in der zweiten Jahreshälfte schaffen sollte. In gewisser Weise nutzen Halliburton und die Dienstleister diese Gelegenheit, einige der Preiszugeständnisse, die den Kunden während des Abschwungs gemacht worden waren, jetzt wieder zurückzufordern. Das geschieht, indem sie gezielt den Ausbau verzögern, bis sich die Margen wieder auf einem normalen Niveau befinden. Die Kosten für Schieferbohrungen werden daher eher steigen als sinken.

Die Bedeutung von Schieferöl auf dem Ölmarkt

Einige der Faktoren, die den Ölpreis im letzten Jahr unten gehalten haben, war die schnelle Verbesserung bei den Schieferöl-Produzenten. Diese konnten durch verbesserte Effizienz und Innovationen weiterfördern. Doch das Tempo, mit der diese Veränderung Einzug gehalten hat, scheint sich jetzt zu verlangsamen, da es im laufenden Jahr immer mehr technische Probleme gab. Zusätzlich besteht die Wahrscheinlichkeit höherer Kosten, da die Dienstleister versuchen, ihre Gewinne aufzustocken. Daher ist es nicht mehr so wahrscheinlich, dass der Schieferöl-Bereich weiterhin so schnell wachsen kann. Die Ölpreise könnten daher deutlich schneller steigen, als die meisten erwarten. Das könnte für die Investoren von hochwertigen Ölaktien doch gut sein.

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Dieser Artikel wurde von Matthew DiLallo auf Englisch verfasst und am 08.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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