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Das wichtigste Produkt von General Electric bekommt Konkurrenz

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Energie ist wichtig für General Electric (WKN:851144). Das Segment erwirtschaftete 2016 mehr als 28 % des Industriegewinns und ist der bekannteste Geschäftsbereich von GE. Der Erfolg von GE mit seiner marktführenden H-Klasse-Turbine hat in der Tat Weltrekorde bei Effizienz und Auftragszuwachs gebrochen. Es gibt jedoch Gründe, die dafür sprechen, dass GE in Zukunft unter Druck geraten könnte.

Warum die HA-Turbine für GE wichtig ist

Energie ist traditionell das wichtigste Segment von GE, und die neuen Turbinen der H-Klasse (bekannt als 9HA) sind aus vier Gründen wichtig. Erstens: Das Management von GE und der Hauptkonkurrent Siemens AG (WKN:723610) erkennen, dass es im Gasturbinenmarkt Überkapazitäten gibt, und die HA-Turbine kritisch für das Wachstum ist.

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Zweitens scheinen die Aufträge für die E- und F-Klasse-Gasturbine (ältere Technologien, die tendenziell eine geringere Leistung erbringen) deutlich rückläufig zu sein, so dass GE noch mehr HA-Aufträge benötigt.

Die ersten beiden Produkte werden durch die Auftragslage und den Auftragsbestand der Turbinen nach Klassen eingeteilt. Wie du unten sehen kannst, sind die Auftragseingänge in der F- und E-Klasse rückläufig, während die Auftragseingänge in der H-Klasse dazu beitragen, den Rückstand aufzuholen.

Drittens betrug die Bruttomarge von GE im Anlagenbereich 2016 lediglich 1 %, verglichen mit einer historischen Durchschnittsquote von rund 5 %. Ein wichtiger Teil des Planes, die Marge in Zukunft zu erhöhen, besteht darin, die Produktionskosten für die neueren Programme wie das LEAP-Flugzeugtriebwerk und die HA-Gasturbine zu senken. Das ist einer der Gründe, warum der Analyst von Barclays, Scott Davies, GE zu einer seiner wichtigsten Aktien gemacht hat. Um jedoch alle Vorteile nutzen zu können, muss GE weiterhin viele Aufträge für die HA generieren.

Viertens ist die Nachfrage auf dem Endmarkt nicht stark, und GE ist auf HA-Aufträge angewiesen, um das Wachstum voranzutreiben. Finanzvorstand Ralf Thomas beschrieb während der Telefonkonferenz von Siemens einen hart umkämpften Markt und sprach über den anhaltenden Preisdruck. Darüber hinaus sagte Jeff Bornstein, Finanzvorstand von GE, dass das Unternehmen in diesem Jahr einen rückläufigen Markt erwarte. Wir gehen davon aus, dass der Energiemarkt in diesem Jahr eine Nachfrage von rund 40 Gigawatt Strom erzeugen wird, was einem Rückgang von etwa 10 % entspricht.

Wahrscheinlich handelt es sich eher um ein zyklisches Problem als um ein langfristiges strukturelles Problem, aber es besteht kein Zweifel daran, dass dieses Segment unter Druck geraten ist.

Warum es noch schlimmer wurde

Angesichts der Bedeutung der HA-Turbine für GE muss das Unternehmen auch noch mit ansehen, dass Siemens sich in diesem Bereich verbessert hat. Bei der letzten Telefonkonferenz zum dritten Quartal räumte Thomas ein, dass Siemens den Nachholbedarf beim Turbinenwirkungsgrad aufholen müsse und dass Fortschritte bei der Entwicklung der HL-Klasse erzielt wurden. Die HL-Turbinen ebnen den Weg für die nächste Generation von Gasturbinen, die ein Leistungsniveau von über 63 % erreichen. Der angestrebte Werte liegt dabei bei 65 %.

Im Juni gab Siemens bekannt, dass es die Turbine der HL-Klasse von Duke Energy testen und validieren lassen wird. Siemens hatte in seiner Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass man mit einem Wirkungsgrad von 63 % und einem Wirkungsgrad der HL-Klasse von 65 % rechne. Darüber hinaus kündigte Siemens im August an, dass neue wichtige Technologien auf das gesamte Gasturbinenportfolio übertragen werden, so dass alle Kunden die Effizienzgewinne sehen könnten.

Effizienz zählt

Kleine Unterschiede im Turbinenwirkungsgrad sind aufgrund der enormen Menge an erzeugter Energie für Stromerzeuger von Bedeutung. GE behauptet, dass die 9HA-Turbine genügend Strom produziert, um 400.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Die neue HA-Turbine von GE konnte den Weltrekord für den Wirkungsgrad in einer Blockheizkraftwerk in Frankreich brechen und erreichte dabei einen Wirkungsgrad von 62,2%. Der General Manager für Gasturbinenprodukte, Guy DeLeonardo, glaubt, dass der derzeitige Nettowirkungsgrad bei 64 % liege und bis Anfang 2020 65 % erreichen könne.

Der Blick nach vorn

Bornstein erklärte den Investoren, dass das Management seine Ansichten über die Zukunft des Strommarktes irgendwann im November teilen werde. Leider sind die ersten Anzeichen nicht besonders gut. Bornstein hat bereits angedeutet, dass der Markt nächstes Jahr vielleicht wieder rückläufig sein könnte. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass GE die Konkurrenz übertroffen habe.

Es ist offensichtlich gut, das GE Siemens beim Wirkungsgrad übertroffen hat, aber wenn Siemens sein Angebot verbessern kann, könnte das auch Probleme für GE bedeuten, insbesondere wenn die Endnachfrage insgesamt rückläufig ist. Die HA-Klasse war das einzige Wachstumsfeld auf dem Gasturbinenmarkt und GE hat gut daran getan, seine Vorteile zu nutzen. Aber dieser Vorsprung könnte sich in Zukunft verringern. Die schwache Nachfrage könnte sich weiter verschärfen und GE das Leben schwer machen.

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The Motley Fool hält keine der oben erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Lee Samaha auf Englisch verfasst und am 07.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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