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3 Dinge, die uns Nike mitteilen möchte

Foto: The Motley Fool.

Nike (WKN: 866993) startete das Geschäftsjahr 2018 mit der Bekanntgabe der Ergebnisse des ersten Quartals Mitte September. Wie erwartet, war die Geschäftsentwicklung bei Schuhen und Sportbekleidung nicht besonders prickelnd. Der Umsatz stagnierte und die Gewinne gingen zurück.

CEO Mark Parker sprach mit den Investoren während der Telefonkonferenz, um die Zahlen in den richtigen Kontext zu setzen und um eine langfristige Perspektive zu geben. Hier sind die wichtigsten Highlights dieser Präsentation.

Der amerikanische Markt im Chaos

Für Nordamerika… sehen wir nach wie vor eine dynamische und verkaufsfördernde Landschaft, die sich stark auf den physischen Einzelhandel auswirkt, vor allem angesichts der anhaltenden Digitalisierung der Verbraucher.

Vizepräsident Trevor Edwards

Die Führungskräfte hatten im Juli davor schon gewarnt, dass der amerikanische Markt schwach sei und im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 auch schrumpfen könnte. Diese Vorhersage hat sich herumgesprochen. Der Umsatz sank um 3 % und die Erträge blieben unverändert bei knapp über 1 Milliarde US-Dollar.

Dennoch beschrieb das Management einen Markt, der sich noch weiter verschlechtert. “In den letzten 90 Tagen wurde immer deutlicher, dass sich der nordamerikanische Markt im Umbruch befindet”, sagte CFO Andy Campion.

Der Konkurrent Under Armour (WKN:A0HL4V) sprach auch von schlechten Bedingungen, als das Unternehmen Anfang August die Umsatzaussichten für 2017 senkte. Nike bestätigte, dass diese Probleme auch den Marktführer betreffen.

Die internationalen Märkte sind gesund

Unser internationales Geschäft macht mittlerweile über 55 % unseres Umsatzes aus… In den sich entwickelnden Märkten, gibt es noch viele Chancen.

Parker

Das internationale Segment war für Nike in diesem Quartal ein Lichtblick, vor allem weil der Umsatz in China zweistellig steigen konnte. Das Management sieht den chinesischen Markt als die Blaupause für das, was das Unternehmen in einigen Jahren erreichen könnte, da die Verbraucher dort bereits die direkten Kundenkanäle nutzen, die das Unternehmen in den USA erst noch aufbauen muss.

Diese Dynamik macht die internationale Ausrichtung von Nike zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil, da mehr als die Hälfte des Umsatzes außerhalb der USA erwirtschaftet wird, während Under Armour weniger als 20 % im Ausland verdient.

Innovation

Der Air VaporMax hat den größten Marktanteil in den USA im Preissegment von 150 US-Dollar und mehr… Der Erfolg hilft der gesamten Produktpalette Air.

Parker

Die Bruttogewinnmarge von Nike sank im letzten Quartal um fast zwei Prozentpunkte auf 43,7 % des Umsatzes. Diese Verschiebung verbunden mit steigenden Kosten sorgte dafür, dass die Gewinne um brutale 22 % einbrachen.

Der Rückgang bei den Bruttogewinnen ist jedoch fast ausschließlich auf Währungsschwankungen zurückzuführen und nicht auf Preissenkungen, die im Geschäftsjahr 2017 die Ergebnisse belasteten.

Innovation ist die beste Strategie des Unternehmens für nachhaltige Gewinnsteigerungen und deshalb ist es auch eine gute Nachricht, dass Nike auch weiterhin neue Produkte auf den Markt bringt, die eine gesunde Nachfrage zu Spitzenpreisen generieren. Das Management führte eine lange Liste von neuen Produkten in den Bereichen Bekleidung, Schuhe und Ausrüstung an, die im Rahmen einer strategischen Initiative zur Verbesserung der Geschwindigkeit von Produkteinführungen durchgeführt wurden.

Wie geht’s jetzt weiter?

Das Management geht davon aus, dass der Umsatz dem Muster folgen wird, das die Anleger in diesem Quartal schon gesehen haben. Die Herausforderungen auf dem Heimatmarkt belasten jedoch die Gewinne, sodass Nike nun davon ausgeht, dass die Bruttomarge ohne Währungseffekte in den USA insgesamt um 0,5 bis 1 % sinken könnte. Die Ausrichtung des Unternehmens auf den Direktvertrieb wird auch die Kosten erhöhen und den kurzfristigen Druck auf die Gewinne noch erhöhen.

Das Management sagte, dass diese Schritte das Unternehmen in die Lage versetzen würden, ein gesünderes Wachstum zu erreichen. Parker und sein Team versprachen, mehr Einzelheiten über diesen Plan auf dem Investorentreffen Ende Oktober bekanntzugeben.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Nike, Under Armour (A-Aktien) und Under Armour (C-Aktien).

Dieser Artikel wurde von Demitrios Kalogeropoulosn auf Englisch verfasst und am 06.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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