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Commerzbank: Mit neuen Kunden, Sparmaßnahmen und einer Prise Optimismus zum Erfolg?

Foto: Getty Images

Kurstechnisch handelt es sich bei der Commerzbank (WKN: CBK100) in diesem Jahr wahrhaftig um einen Outperformer. Ins Jahr gestartet mit gerade einmal 7,26 Euro je Aktie, hat sich das Papier seither prächtig entwickelt und liegt zum Zeitpunkt an dem dieser Artikel verfasst wird (28.09.2017) bei 11,67 Euro je Anteilschein. Ein Plus von rund 60 % somit, das sich wirklich sehen lassen kann.

Aber kann die Commerzbank auch fundamental liefern? Oder wird sich das jüngste Kursfeuerwerk schon bald als Strohfeuer erweisen? Lass uns in diesem Kontext unser Augenmerk auf ein paar relevante Aspekte werfen.

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1) Neukundengewinnung

Für ein Geldhaus ist es natürlich wichtig, Kunden zu haben, die dem Unternehmen ihr Geld zur Verfügung stellen, beziehungsweise, an denen es durch Kreditvergabe verdienen kann. Da im gesamten Banksektor die Erlöse zuletzt massiv unter Druck standen und von 2014 mit 52,4 Milliarden Euro prognostisch in 2020 auf gerade einmal knapp 45,6 Milliarden Euro einbrechen könnten, werden Neukunden zum Erhalt und Ausbau des Geschäftsvolumens immer bedeutender.

Glückliche Nachrichten daher für die Commerzbank , dass es der Bank als eine der wenigen zuletzt gelang, Neukunden zu akquirieren. Bereits eine halbe Million Neulinge konnte das Geldhaus im ersten Halbjahr 2017 anwerben. Hier scheint sich die Commerzbank auf einem guten Weg zu befinden.

2) Sparmaßnahmen

Ein zweites großes Projekt der Commerzbank ist das Sparen. Im Zuge der Digitalisierung soll vor allem in der Verwaltung ein erheblicher Teil des Personals eingespart werden können. Rund 80 % der internen Abläufe sollen künftig automatisch ablaufen, was insgesamt einer Personaleinsparung von 9.600 Vollzeitstellen entsprechen soll. Ziel hierbei ist es, das generelle Geschäftsfeld einfacher, effizienter und digitaler zu gestalten und so langfristig die Profitabilität ganzheitlich zu erhöhen.

So weit, so gut. Kurz- und mittelfristig führt dieser Personalabbau jedoch zu belastenden Faktoren, die in erster Linie in Abfindungen bestehen. Diese dürften die Zahlen des Geldhauses zunächst ein wenig nach unten ziehen, bevor sich der positive Effekt dieser Maßnahme auszahlen sollte.

3) Die Prise Optimismus

Nichtsdestoweniger strotzt die Commerzbank nur so vor Optimismus. Zum einen plant die Commerzbank auch weiterhin fleißig Kunden zu akquirieren. Insgesamt möchte man so bis zum Jahr 2020 stolze 2 Millionen Neukunden in den eigenen Reihen begrüßen dürfen. Auch wenn die bisherigen Zahlen, die oben genannten 500.000, dieses Vorhaben unterstreichen, wirkt das Gesamtziel zumindest ambitioniert.

Zum anderen plant das Unternehmen das Geschäftsjahr 2017 leicht positiv abzuschließen. Trotz teurem Konzernumbau, trotz Personalabbau, trotz widrigen Zinsumständen. Auch das wirkt angesichts des herausfordernden Geschäftsumfeldes durchaus optimistisch und zuversichtlich.

Commerzbank muss liefern!

Auch wenn sowohl die Neukundengewinnung als auch das Einsparen zukunftsweisend und nachhaltig, begleitet von einem Hauch Optimismus, angegangen wird, muss das Unternehmen dennoch im Laufe der nächsten Quartale und Jahre liefern. Zwar scheint die Bank wirklich auf einem soliden, strategischen Fundament zu stehen und die ersten Indikatoren (bspw. die 500.000 Neukunden) zeigen es auch. Die Lieferanten der Vorschusslorbeeren, in Form von einem Kursanstieg von 60 % seit Jahresbeginn, wollen dennoch auch weiterhin bei Laune gehalten werden.

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Vincent besitzt Aktien der Commerzbank. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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