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Warum die Vergütung für das Management wichtig für die Investoren ist

Foto: Getty Images

Das Thema Managementvergütung steht seit ein paar Jahren im Fokus. Dabei ging es jedoch nicht um die Frage, wie CEOs und CFOs vergütet werden, sondern darum, wie viel sie bekommen. In einigen Fällen und in einigen Regionen ist es das vielfache eines Durchschnittsgehaltes, was von vielen Menschen als ungerecht angesehen wird.

Der Betrag sollte den Investoren aber nicht so wichtig sein. In Wahrheit sind die Investoren doch meistens glücklich, wenn das Management eines erfolgreichen Unternehmens auch gut belohnt wird. Daher sollte der eigentliche Schwerpunkt darauf liegen, dass die richtigen Anreize geschaffen werden, um nachhaltiges Wachstum über einen längeren Zeitraum möglich zu machen.

Cash

Praktisch alle Führungskräfte erhalten eine Gesamtvergütung, die einen Bonus für das Erreichen bestimmter Ziele beinhaltet. Dieser Anreiz ist von entscheidender Bedeutung, damit sie ihr Kapital in jene Bereiche investieren, die für den langfristigen Geschäftserfolg am vorteilhaftesten sind. In einigen Fällen kann es sich hierbei lediglich um einen Cash-Bonus beim Erreichen bestimmter Ziele handeln. Das kann die Motivation steigern, aber auch zu einem kürzeren Zeithorizont führen. Manchmal handeln die Führungskräfte aber auch nur im eigenen Interesse und nicht im Sinne des Unternehmens.

Aktien

Eine bessere Alternative zu Barvergütungen sind Anreize für das Management in Form von Aktien. Dies ist eine gute Idee, da sie auf diese Weise eine bedeutende Beteiligung an dem Unternehmen aufbauen und ihre finanziellen Interessen eventuell mit denen der Aktionäre auf einer Linie liegen. Damit sollte das Management Wachstumschancen verfolgen, die den größten Einfluss auf den Kurs des Unternehmens haben könnten. Sie werden damit auf einen höheren Aktienkurs und auf ein höheres Kapitalwachstum für die Investoren hinarbeiten.

Optionen

Die bloße Ausgabe von Aktien an die Unternehmensleitung allein garantiert jedoch nicht, dass sie langfristig im besten Sinne des Unternehmens handeln. Einige Manager, die über eine beträchtliche Beteiligung verfügen, könnten kurzfristig einen hohen Kapitalzuwachs auf ihre Aktien anstreben. Dies kann dazu führen, dass sie kurzfristige Entscheidungen gegenüber langfristigen bevorzugen. Sie könnten z. B. Akquisitionen und Ertragssteigerungen durch Maßnahmen wie Aktienrückkäufe und eine Erhöhung der Verschuldung vornehmen, um so schnell wie möglich zu expandieren.

Eine bessere Möglichkeit könnten Aktienoptionen sein. Hier hat ein Mitarbeiter das Recht, zu einem vorher festgelegten Preis Aktien des Unternehmens zu erwerben. Aktienoptionen können nach einer festgelegten Anzahl von Jahren gesperrt werden (“gesperrt” bedeutet, dass ein Mitarbeiter das Eigentum an den Aktienoptionen erwirbt, diese aber erst nach einem bestimmten Zeitraum nutzbar werden). Das könnte dazu ermutigen, Entscheidungen zu treffen, die auf lange Sicht Früchte tragen nicht kurzfristig von Vorteil sind. In diesem Sinne werden die Interessen sehr eng mit denen der langfristigen Investoren verbunden sein.

Unterm Strich

Die Frage, wie Anreize für das Top-Management geschaffen werden, ist relativ einfach zu beantworten. Angaben zur Vergütung der Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsbericht eines Unternehmens enthalten. Eine enge Abstimmung der Interessen von CEO und CFO, insbesondere mit denen der Aktionäre, könnte dazu beitragen, dass das Unternehmen über einen längeren Zeitraum hohe und nachhaltige Renditen erwirtschaftet.

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Dieser Artikel wurde von Peter Stephens auf Englisch verfasst und am 23.09.2017 auf Fool.sg veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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