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Die deutsche MagForce-Kursrakete könnte bald wie Bitcoin explodieren

Foto: Getty Images

Immer mehr Menschen bekommen die schreckliche Diagnose „Hirntumor“ bzw. Glioblastom und hätten schon heute ohne es meist zu wissen eine schonende und effektive Alternative für die Heilung. Die MagForce AG (WKN:A0HGQF) expandiert derzeit mit einer neuen Therapieform sowohl in zusätzliche Anwendungen gegen Krebs als auch territorial vor allem in den USA. Und es gibt sieben wesentliche Faktoren, die diese Aktie zu einem Wachstum wie kürzlich bei Bitcoin gesehen antreiben könnten.

Eine neue Waffe gegen Krebs

Gerade solide Tumoren wie Glioblastome oder Pankreaskrebs lassen sich immer noch sehr schwer behandeln. Die neuen Entwicklungen wie CAR-T wirken vor allem im Blutsystem wie die kürzlich erfolgte Zulassung der ersten Therapie dieser Art gegen die Akute Lymphatische Leukämie für Novartis zeigt.

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Warum sind solide Tumoren so schwer behandelbar? CAR-T-Zellen können im Blut ihr Ziel viel einfacher finden als in einem Gewebe und finden im Blut auch bessere Bedingungen für ihre Funktion vor.

Viele Biotechs sind inzwischen dabei, Lösungswege für das Enttarnen von sich maskierenden Krebszellen zu entwickeln und können mit sogenannten Checkpoint-Inhibitoren unser vom Tumor abgeschaltetes Immunsystem wieder aktivieren, den Tumor mit Onkolytischen Viren angreifen oder epigenetisch mit Histon-Deacetylase-Inhibitoren die Krebszellen anfälliger gegenüber natürlichen Killerzellen machen.

Ob und wann das so funktioniert, dass eine Vielzahl von Krebspatienten von diesen neuen Entwicklungen profitieren kann, ist schwer vorherzusagen. Tatsächlich gibt es eine weitere innovative Methode, die thermisch wirkt und den Tumor von innen heraus zerstört. Das dafür verantwortliche Unternehmen ist die MagForce AG aus Berlin.

Was können die Berliner besonders gut? Prinzip ihrer NanoTherm Therapie ist die direkte Einbringung magnetischer Nanopartikel in einen Tumor und ihre anschließende Erwärmung in einem magnetischen Wechselfeld.

Bei den Nanopartikeln handelt es sich um 15 Nanometer kleine, in Wasser gelöste Teilchen aus Eisenoxid mit einer Hülle aus Aminosilanen. Die Partikel werden durch ein Magnetfeld, das bis zu 100.000 Mal in der Sekunde seine Polarität wechselt, in Schwingung versetzt und erzeugen dadurch Wärme.

In Abhängigkeit von den erreichten Temperaturen im Tumor und der Behandlungsdauer werden die Tumorzellen entweder zerstört oder sie werden empfindlicher gegenüber einer begleitenden sanfteren Strahlen- oder Chemotherapie.

Mit dieser neuen Technik ist man somit in der Lage, den Tumor von innen heraus zu bekämpfen. Umliegendes gesundes Gewebe wird geschont, da die Partikel aufgrund ihrer Hüllstruktur im Gewebe verharren.

Das Gute an dieser Entwicklung ist nun, dass das Verfahren die europäische Zulassung schon erhalten hat. Anders als bei Krebsmedikamenten, die drei klinische Studien durchlaufen müssen und dabei Unsummen von Geld verschlingen, handelt es sich hier um ein Medizinprodukt. Und die Zulassung als Medizinprodukt erfolgt wesentlich schneller und kostet deutlich weniger.

Die neuartige Therapie steht Patienten in den NanoTherm-Therapiezentren in Deutschland in der Charité Berlin sowie an den Universitätskliniken in Münster, Kiel, Köln und Frankfurt zur Verfügung. Hier konnte unter Beweis gestellt werden, dass das Nanotherm-Verfahren effektiv und mit wenig Nebenwirkungen funktioniert.

Warum braucht man bei Glioblastomen (Hirntumoren) bessere Verfahren? Stand heute werden Glioblastome meist chirurgisch entfernt. Da aber fast immer Krebszellen zurückbleiben, wächst der Tumor erneut, sodass man nach einiger Zeit wieder erkrankt. Die Nanopartikel von MagForce verbleiben im Gewebe, sodass die Wärmebehandlung ohne erneute Injektion wiederholt werden kann. Insgesamt überleben Patienten damit deutlich länger als zuvor.

Der Grundstein zum Erfolg ist gelegt

Bisher werden die Kosten für die Behandlung noch nicht von den Krankenkassen übernommen, weshalb das Verfahren erst am Anfang seines Siegeszuges steht. Aber die NanoTherm-Therapie wurde bereits klinisch an etwa 90 Patienten mit Hirntumoren und etwa 80 Patienten mit anderen Tumoren wie Bauchspeicheldrüsen-, Prostata- oder Speiseröhrenkrebs getestet.

Was sind die nächsten Ziele? MagForce kümmert sich intensiv um ein Roll-out in insgesamt sieben weiteren europäischen Ländern sowie die Erlangung der Kostenerstattung durch die Versicherungen. Damit sollte eine fundamentale Expansion möglich sein.

Und das Beste kommt wie immer zuletzt. MagForce hat eine Unternehmenstochter in den USA, die sowohl eine Glioblastom- als auch eine Prostatastudie durchführt. Mit der Fähigkeit, kleine Prostatatumoren komplett zu zerstören, hat NanoTherm ein sehr großes Potenzial, als Monotherapie bei intermediärem Prostatakrebs eingesetzt zu werden. Erwartet wird zudem, dass Nebenwirkungen einer Standardtherapie wie die Beeinträchtigung urologischer und sexueller Funktionen vermieden werden können.

Die Marktzulassung in den USA ist schon für Mitte 2018 geplant, sodass Analysten der GBC, einem der führenden bankenunabhängigen Investmenthäuser in Deutschland, den fairen Wert je Aktie am 25.08.2017 bei 15 Euro sahen und zum Kauf rieten. Bei einer meiner Meinung nach relativ geringen Marktkapitalisierung von ca. 200 Mio. Euro scheint die Möglichkeit einer Kursvervielfachung damit gegeben.

Folgende 7 Faktoren sprechen für die Explosion der Aktie

  1. Therapie in Deutschland bereits erfolgreich erprobt und zugelassen
  2. keine Operation bei Glioblastom und Prostatakrebs mehr notwendig
  3. schnellere Entwicklung als Medizinprodukt gegenüber Pharmazeutika
  4. erfahrener CEO Bernd Lipps (1999–2012 Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care)
  5. Zulassung in Megamarkt USA für Mitte 2018 geplant
  6. durchfinanziert bis Marktzulassung inkl. Kommerzialisierung in den USA
  7. fairer Preis der Aktie bei 15 Euro

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Stefan Graupner besitzt Aktien von MagForce. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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