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Warum General Electric Company seine Gesundheitssparte verkaufen sollte

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John Flannery, CEO von General Electric Company (WKN:851144), muss sich sehr anstrengen, wenn er das Vertrauen der Investoren in die Bluechip-Aktie 2017 zurückgewinnen will. Der letzte Finanzbericht des vorherigen CEOs Jeff Immelts zeigte niedrigere Gewinn- und Einnahmeerwartungen. Flannery muss seine Amtszeit mit einem positiven Signal beginnen.

Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, wäre der Verkauf der Gesundheitssparte von GE. Und das ist der Grund:

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Digitale Initiativen

Immelt führte GE auf einen strategischen Pfad in Richtung eines echten digitalen Unternehmens. Dabei spielt das Industrielle Internet der Dinge (IIoT) die Hauptrolle. In seinem jährlichen Aktionärsbrief verdeutlichte er, wie der sogenannte „GE Store“ ein integraler Bestandteil der Unternehmensbemühungen wird, um sein Angebot an die Kunden zu verbessern. Der GE Store ist einfach der Prozess, in dem GEs Geschäftsfelder kooperieren und Technologien untereinander teilen, um die Leistung zu verbessern. Dabei sollen auch die durch das IIOT gesammelten Informationen intern ausgetauscht werden.

Alles ist schön und gut und es ist nicht schwer zu erkennen, wie die Angestellten von GE bei der Entwicklung und Produktion von Motoren und Turbinen in den Bereichen Aviation, Transport und Öl- und Gas übergreifend miteinander arbeiten. Für die Gesundheitssparte ist diese Zusammenarbeit jedoch weniger offensichtlich. Aus diesem Grund könnte die Auskopplung der Gesundheitssparte dem Management helfen, sich darauf zu konzentrieren, ein wirklich digitales Industrieunternehmen zu werden.

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Kein strategischer Fokuspunkt

Es gibt außerdem noch zwei weitere Gründe, warum die Gesundheitssparte nicht richtig in die Marschrichtung des Managements passt.

Der erste Grund ist: Die großen Gewinnwachstumschancen in den kommenden Jahren liegen in der Senkung der Produktionsstückkosten bei großen Produkten wie der H-Turbine im Energiesegment und dem LEAP-Triebwerk in der Aviation-Sparte.

Der zweite Grund ist, dass das Unternehmen durch den Kauf von Alstoms Energiesparte und der Fusion mit Baker Huges die Branche konsolidiert hat und ein Vollservice-Anbieter in der Energiebranche wird. GEs Stärke bei Gas wird ergänzt durch die Marktführerschaft von Alstom bei Dampfenergie, um ganzheitliche Fabriklösungen anzubieten. Baker Huges Angebot und Expertise passt hervorragend zu der Aftermarket- und Ausrüstungs-Sparte von GE. Zudem sind Kostensynergien und das Hinzufügen der digitalen Fähigkeiten von GE zu den Angeboten von Alstom und Baker Huges ein wichtiger Teil des Angebotes.

Anders ausgedrückt, die Senkung der Produktionskosten und die Schaffung von Synergien in der Aviation, Energie und Öl- und Gas-Sparte haben den Hauptfokus des Unternehmens in den letzten Jahren bestimmt. Das Hauptziel des Gesundheitssegments in den letzten Jahren lag eher darin, das organische Wachstum zu stärken. Dafür war Flannery als Leiter der GE Gesundheitssparte verantwortlich.

Der Markt wird GE belohnen

Die Aufgabe des CEOs ist, den Gewinn der Aktionäre zu steigern. Und es gibt Hinweise, dass eine Abspaltung von GE Healthcare den Wert für die Aktionäre steigen lässt.

Man muss erstens wissen, dass die GE-Aktie 2015 und 2016 den Markt mit einem Wachstum von 26,1 % im Vergleich zu 8,8 % Wachstum des S&P 500 deutlich übertraf. Darin ist auch die positive Reaktion des Marktes enthalten, als GE erfolgreich sein Endkundenfinanzgeschäft Synchrony Financial und GE Capital Assets auslagerte. Die Aktionäre wurden also belohnt, als GE Nicht-Kerngeschäfte abstieß.

Zweitens zeigt das Beispiel der Abspaltung von Fortive (WKN:A2AJ0F) von der Danaher Corporation (WKN:866197), dass eine Ausgliederung der GE Gesundheitssparte ein guter Zug sein könnte. Das neue Danaher ist hauptsächlich ein Medizintechnologieunternehmen. Fortive hingegen eine Sammlung von Spezialindustriegeschäften. Gegenwärtig liegt der Marktwert beider Unternehmen über dem Wert, den sie hatten, als sie noch unter einem Dach vereint waren.

FTV EV to EBITDA (TTM) Daten von YCharts

Außerdem sollte man sich überlegen, ob man in Danaher investiert, da seine Konkurrenten mit einem Aufschlag gehandelt werden. Wenn GE seine Gesundheitssparte abspaltet, könnte es einen guten Preis dafür erzielen. Außerdem könnte GE selbst neu bewertet werden, da der Markt ein Unternehmen bevorzugt, das sich stärker auf die Industrie konzentriert.

Wie geht es weiter für GE?

Es gibt gute Gründe für GE, sich von seiner Gesundheitssparte zu trennen. Flannery könnte damit eine Neubewertung der GE-Aktie anstoßen. Und darüber hinaus wäre dieser Schritt im Einklang mit dem strategischen Ziel, ein wirkliches digitales Industrieunternehmen zu werden und den Wert für die Aktionäre zu steigern.

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The Motley Fool hält keine der oben erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Lee Samaha auf Englisch verfasst und am 25.09.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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