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Abschussliste des kanadischen Rentenfonds: Wirecard, Gerresheimer, Südzucker, LEONI

Manchmal kann man die Protestanten von Occupy Wall Street schon verstehen. Das moderne Finanzsystem hat ein paar durchaus komische Auswüchse. Einer davon ist, dass kanadische Rentner darauf hoffen sollten, dass es mit einigen deutschen Unternehmen den Bach runtergeht.

Das ist der Fall, da das Canada Pension Plan Investment Board, kurz CPPIB, welches die Ersparnisse für Kanadas Rentner investiert, sich vier deutsche Unternehmen rausgesucht hat, um deren Aktien zu shorten, also auf fallende Kurse zu wetten. In der Zielscheibe befinden sich derzeit Wirecard (WKN:747206), Gerresheimer (WKN:A0LD6E), Südzucker (WKN:729700) und LEONI (WKN:540888).

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Wirecard

Seitdem die dubiose Research-Boutique Zatarra Anfang 2016 dem Münchener Spezialisten für elektronische Zahlungs- und Risikomanagementlösungen umfangreiche bilanzielle Ungereimtheiten vorgeworfen hat, haben das einige als Anlass genommen, die Aktie zu shorten. Das war bisher keine gute Idee und die Aktie eilt dank hervorragender operationeller Zahlen derzeit von Rekord zu Rekord.

Auch CPPIB dürfte auf umfangreichen Verlusten sitzen, auch wenn ihre ursprüngliche Short-Position nicht erst nach dem Enthüllungsbericht, sondern schon Ende April 2015 getätigt wurde. Noch immer halten sie eine Short-Position in Höhe von 0,54 % der Aktien, insgesamt beträgt der offiziell gemeldete Short-Anteil der Wirecard-Aktien, der nur Positionen größer als 0,5 % enthält, 6,03 %.

Gerresheimer

Man kann durchaus der Ansicht sein, dass die Gerresheimer-Aktie reif für eine Korrektur ist. In den letzten fünf Jahren hatte sich die Aktie knapp verdoppelt, bis in letzter Zeit eine Schwächephase begonnen hat. Hier bleibt CPPIB aber ein einsamer Wolf, der als einziger Finanzakteur eine Short-Position in Höhe von 0,62 % hält. Die Position wurde Ende des letzten Jahres aufgebaut.

Die Logik der Wette auf fallende Kurse ist hier nicht unbedingt offensichtlich, Gerresheimer ist ein profitables Unternehmen, dessen Aktie nicht wirklich zu utopischen Preisen gehandelt wird. Das Geschäftsmodell ist zwar nicht perfekt vor harten Wettbewerb geschützt, aber als wichtiger Hersteller von Verpackungen aus Glas und Kunststoff, die für die anspruchsvolle Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie verwendet werden, dürften die Düsseldorfer ein relativ nachhaltiges Geschäftsmodell besitzen.

Südzucker

Mehr Logik erschließt sich mir da schon eher, die Aktien von Südzucker zu shorten, was CPPIB auch zusammen mit zwei anderen Investoren getan hat. CPPIB hat hier eine überschaubare Position in Höhe von 0,55 %, insgesamt sind 2,58 % der Aktien geshortet.

Die Aktie ist volatil und trotz einiger Kursstürze ist nicht klar, wie profitabel der Short bisher für CPPIB war, das schon im April 2014 seine erste Position aufgebaut hat. Die grundlegende Logik kann ich aber nachvollziehen, schließlich mehren sich die Stimmen von Verbrauchern, Ärzten und Politik, die den zu hohen Zuckerkonsum in Ländern wie Deutschland anprangern. Südzucker muss sich womöglich auf Jahrzehnte mit sinkender Nachfrage einstellen.

LEONI

Mehr Gesellschaft hat CPPIB im Fall von Leoni. Dort sind vier verschiedene Akteure short, der gesamte Short-Anteil beträgt 3,61 %, wovon CPPIB 0,59 % beiträgt.

Bis Mitte 2016 sah ein LEONI-Short noch nach einer guten Idee aus. Der Kabel- und Drahtspezialist, der ein wichtiger Zulieferer der Automobilhersteller ist, litt stark unter den Unsicherheiten der Branche. Seitdem konnte sich die Aktie wieder erholen und der Short von CPPIB, der im September getätigt wurde, dürfte zu aktuellen Kursen kaum mehr profitabel sein.

Ein weiteres Beispiel dafür, dass Shorts, wenn überhaupt, nur etwas für Profis sind und dass selbst diese oft daneben liegen.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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