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Aurelius-Shorts: Der Kontext ist, was zählt

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Aurelius (WKN:A0JK2A) wurde in diesem Frühjahr das Opfer einer umfangreichen Short-Attacke. Der Angreifer, der damals mit Anschuldigungen um sich geworfen hat, hat sich zwar mittlerweile schon wieder zurückgezogen, aber einige andere Hedgefonds bleiben bei ihren Short-Positionen.

Heißt das aber wirklich, dass sie alle auf fallende Kurse wetten? Keineswegs, denn eine wenig bekannte Praxis von Hedgefonds führt dazu, dass die Aurelius-Shorts oft nur ein Nebeneffekt sind. Hier erfährst du den richtigen Kontext.

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Zeig mir deine Shorts

Für interessierte Anleger bietet der Bundesanzeiger eine reiche Quelle an Daten zu allen Shorts, auch Leerverkäufe genannt. Dabei muss man nur beachten, dass Finanzakteure erst ab einer Position in Höhe von größer als 0,5 % der Aktien ihre Position an den Bundeszeiger melden müssen.

Nach einer kurzen Suche, sieht es für die Aurelius-Aktie nicht gut aus. Immerhin acht verschiedene Hedgefonds halten zusammen eine Short-Position in Höhe von 9,25 % der Aktien:

Positionsinhaber Position in % Datum
Marshall Wace LLP  1,51 21.08.2017
Harbor Spring Capital, LLC 0,8 16.08.2017
Highbridge Capital Management, LLC 0,8 04.08.2017
Oxford Asset Management 0,6 04.08.2017
OCH-ZIFF MANAGEMENT EUROPE LIMITED 1,03 02.08.2017
Jericho Capital Asset Management LP 2,49 31.07.2017
BG Master Fund Plc 1,38 27.07.2017
Coltrane Asset Management, L.P. 0,64 30.03.2017

Quelle: Bundesanzeiger, Stand: 21.08.2017

Der richtige und wichtige Kontext

Heißt das nun aber, dass alle oben genannten Hedgefonds wirklich dann profitieren, wenn die Aurelius-Aktie fällt? Die Antwort ist nein. Was erst einmal nicht logisch klingt, wird es, wenn man die Kapitalstruktur von Aurelius versteht.

Aurelius hat im November 2015 mit einer Wandelanleihe Kapital in Höhe von 166,3 Mio. Euro eingesammelt. Die Wandelanleihe hat einen Kupon von 1 % und läuft bis 2020. Das Besondere an Wandelanleihen ist, dass sie zu festgelegten Konditionen von Fremd- zu Eigenkapital werden, also sich Anleihen zu Aktien wandeln.

Viele Hedgefonds haben bei der Wandelanleihe zugelangt und wollen nun aber das Risiko des sich verändernden Aktienkurses abfedern, indem sie gleichzeitig eine Short-Position der Aktie selbst halten. So können sie die Wandelanleihe marktneutral halten, was für Hedgefonds interessant ist, die auf Anleihen spezialisiert sind und somit ihre Anleger nicht den Schwankungen des Aktienmarkts aussetzen wollen.

Viele billige Schlagzeilen

Das heißt, viele der Short-Positionen sind in Wirklichkeit nur ein typischer Hedge. Das ist eigentlich auch nichts Neues. Schon im April hatte Bloomberg aus Insiderkreisen verlauten lassen, dass viele der im Bundesanzeiger genannten Hedgefonds genau diese Strategie verwendeten und somit netto entweder keine Wette auf die zukünftige Entwicklung des Aktienkurses platziert haben oder unterm Strich sogar long waren, also von steigenden Kursen profitieren.

Dieser Kontext geht in der schnelllebigen und oftmals oberflächlichen Finanzpresse aber häufig unter. Es gibt dutzende Artikel, die über sich verändernde Short-Positionen der Aurelius-Aktie berichten. Ein paar Short-Positionen sind sicher normale Wetten auf fallende Kurse, über dessen Beweggründe auch ich in der Vergangenheit schon geschrieben habe.

Aus jeder einzelnen Position eine großen Aufruhr zu machen, übersieht aber den wichtigen Kontext. Short-Positionen sind nicht immer eine Wette auf fallende Kurse.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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