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Vergiss das Model 3 – deutsche Autohersteller sollten vor Model Y zittern

BILDQUELLE: TESLA

Aktuell ist das Model 3 im Zentrum der Aufmerksamkeit. Erst letzte Woche hat Tesla (WKN:A1CX3T) die ersten Modelle ausgeliefert. Die Tester zeigen sich begeistert und das Model 3 ist auf dem Weg, den Massenmarkt für Elektroautos zu revolutionieren.

Trotz all der Aufmerksamkeit für das Model 3 könnte aber am Ende das Model Y der wahre Albtraum für deutsche Autohersteller werden.

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Das wissen wir über das Model Y

Teslas nächstes Massenmodel wird das Model Y. Noch gibt es nicht viele Details, außer, dass es ein SUV-Crossover wird. Das veröffentlichte Teaserbild verrät nicht übermäßig viel.

Es wurde geäußert, dass das Model Y die gleichen Falcon Wing-Türen wie das Model X haben soll, allerdings scheint das noch nicht sicher, denn Elon Musk hat es rückblickend bereut, das Model Y mit so vielen verschiedenen besonderen Details auszustatten, die Kosten und Komplexität erhöht haben.

Zeitlich hieß es bisher, dass das Model Y 2020 oder Ende 2019 an den Start gehen soll, allerdings hat Elon Musk diese Woche bekannt gegeben, nun doch auf eine komplett neue Produktionsplattform für das Model Y zu verzichten und stattdessen die Plattform des Model 3 zu nutzen, um den Produktionsstart zu beschleunigen.

Was es so gefährlich für deutsche Autohersteller macht

Das Model Y wird dann die riesige Nachfrage nach SUVs stillen können, die derzeit den globalen Automarkt prägt. Das Model X ist deutlich zu teuer, um mehr als ein Nischenprodukt zu sein. Die deutschen Hersteller haben relativ spät auf diesen Trend reagiert, aber Tesla wird das Model Y nutzen wollen, um möglichst schnell seinen Absatz auf über eine Million Autos pro Jahr zu bringen.

Es wird das zweite Auto für den Massenmarkt werden und somit kann Tesla seine neu gewonnene Erfahrung gleich von Beginn an einbringen. Man hat bereits Beziehungen zu Zulieferern und wird wertvolle Erfahrung mit der Massenherstellung gewonnen haben. Da Tesla bereits eine Fabrik in China plant und eine weitere mit großer Sicherheit in Europa folgen wird, könnte die Produktion des Model Y dann auch weltweit umgesetzt werden, was sowohl eine umfangreiche Skalierung, als auch Kosteneinsparungen bringen kann.

Darüber hinaus dürften sich drei weitere Dinge bis zum Produktionsstart des Model Y grundlegend verändert haben, die das Auto von Anfang an besonders attraktiv machen.

Drei Asse im Ärmel

Batteriekosten könnten in den nächsten Jahren weiter stark fallen. Wie McKinsey Anfang des Jahres berichtete, sind die Herstellungskosten von Batterien in sechs Jahren um 80 % gefallen, mit Tesla an der Spitze des kostengünstigsten Produzenten. Das heißt, entweder können die niedrigeren Batteriekosten für das Model Y weitergegeben werden, oder man bekommt für bisherige Preise deutlich mehr Reichweite.

Außerdem könnte das Auto in ein paar Jahren bereits bei Auslieferung komplett autonom sein. Das Model 3 hat bereits die Hardware für autonomes Fahren, ist aber wegen fehlender Software noch nicht fähig dazu. Bis das Model Y auf den Markt kommt, könnte die Funktion des autonomen Fahrens bereits marktreif sein, zumindest wenn Elon Musk mit seinen Prognosen richtig liegt.

Ein letztes Ass im Ärmel dürfte gerade bei einem SUV-Crossover wichtig sein. Viele SUV-Kunden wollen robustere Autos, um ihre Sicherheit im Verkehr zu erhöhen. Da kann Tesla punkten, denn die Autos gehören, wenn auch das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, zu den sichersten Modellen, und das Model Y dürfte hier keine Ausnahme sein. Im Gegenteil, das Problem bei SUVs ist oftmals der hohe Schwerpunkt, durch den ein hohes Risiko sich zu überschlagen entsteht. Ein Problem, das bei einem Elektroauto durch einen durch die Batterie tieferen Schwerpunkt gelöst wird.

Die deutschen Autohersteller werden versuchen hier mitzuhalten, aber die Uhr tickt und momentan haben VW (WKN:766400), BMW (WKN:519000) und Daimler (WKN:710000) ganz andere Sorgen.

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Marlon Bonazzi besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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