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Amazon-Aktie: 3 potentielle Übernahmeziele am deutschen Aktienmarkt

Foto: Matt Koppenheffer

Mit Bekanntgabe der Übernahme von Whole Foods Market Mitte Juni dieses Jahres hat uns Amazon (WKN:906866) klargemacht, dass man auch vor großen Übernahmen nicht zurückschreckt. Ich habe mir daher einmal überlegt, welche deutschen Unternehmen gut zu Amazon passen könnten.

Dabei bin bei Ceconomy (WKN:725750), HolidayCheck Group AG (WKN:549532) und Zalando (WKN: ZAL111) hängen geblieben. Warum gerade diese drei besonders gut zu Amazon passen würden, wieviel Amazon für sie wohl bezahlen müsste und wie wahrscheinlich eine Übernahme ist, erfährst du, wenn du weiterliest.

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Übernahmeziel 1: Ceconomy AG

Laut eines Berichts der New York Times möchte Amazon Elektroartikel zukünftig nicht nur in seinem Onlineshop verkaufen, sondern auch in stationären Märkten. Eine ähnliche Strategie fährt man beispielsweise mit Buchläden in New York oder dem kassenlosen Supermarkt-Konzept Amazon Go.

Einfacher als der zeitaufwändige und kostspielige Aufbau eigener Märkte in Europa wäre die Übernahme von Ceconomy. Das frisch von der Metro abgespaltene Unternehmen ist Europas größter Einzelhändler im Segment Unterhaltungselektronik. Laut eigenen Angaben ist man gemessen am Marktanteil doppelt so groß wie die Nummer zwei am Markt. Die bekanntesten Marken von Ceconomy sind MediaMarkt und Saturn.

Quelle: Thomas Brantl

Meint Amazon es also ernst mit Elektronikmärkten in Europa, wäre eine Übernahme von Ceconomy der schnellste Weg an die Spitze. Und wirklich teuer wäre dieses Unterfangen derzeit auch nicht: Die Marktkapitalisierung von Ceconomy beträgt aktuell gerade mal 3,3 Milliarden Euro (Stand: 18.07.2017). Da bei Übernahmen Aufschläge üblich sind, könnte sich der Kaufpreis im Bereich von ungefähr 5,0 Milliarden Euro bewegen.

Zum Vergleich: Für Whole Foods Market bezahlte Amazon stolze 14 Milliarden US-Dollar, das sind ungefähr 12,1 Milliarden Euro und damit mehr als doppelt soviel, wie man wohl für Ceconomy auf den Tisch legen müsste.

Da sich allerdings nur 33,7 % der Ceconomy-Anteile im Streubesitz befinden, könnte eine Übernahme schwierig werden. Außerdem dürften die Kartellwächter den Zusammenschluss der beiden Riesen durchaus kritisch sehen. Eine Übernahme scheint daher eher unwahrscheinlich.

Wahrscheinlichkeit einer Übernahme: 5 %

Übernahmeziel 2: HolidayCheck Group AG

Beim zweiten potentiellen Kandidaten für das Amazon-Imperium handelt es sich um die HolidayCheck Group AG. Dass Amazon-CEO Jeff Bezos Interesse am Thema Reisen hat, verrät ein Blick ins Jahr 2015. In jenem Jahr ging in den USA, eine Buchungsplattform von Amazon für Kurz-Trips online, die allerdings nach nur einem halben Jahr aus unbekannten Gründen wieder eingestampft wurde.

Grundsätzliches Interesse an einem Reiseportal scheint also zu bestehen. Und ich glaube, HolidayCheck würde wunderbar zu Amazon passen. Denn genau wie der Onlineriese aus den USA hat sich auch HolidayCheck ein großes Ziel auf die Fahnen geschrieben: Das Erreichen maximaler Kundenzufriedenheit! So lautet die Vision des Unternehmens:

Wir sind das urlauberfreundlichste Unternehmen der Welt!

Große Worte! Dass es sich hierbei nicht nur um einen leeren Slogan handelt, zeigt ein Bericht der Stiftung Warentest. Bei einem Test von 14 Buchungsportalen ging HolidayCheck nämlich als Sieger hervor. Ein Indiz, dass das Unternehmen es ernst meint mit der Kundenzufriedenheit.

Für Amazon wäre die Übernahme locker aus der Portokasse zu zahlen: Die Marktkapitalisierung beträgt gerade einmal knapp 182 Millionen Euro (Stand: 20.07.2017)! Selbst mit Aufschlag dürfte der Preis höchstens bei einer halben Milliarde Euro liegen – Peanuts für Bezos!

Allerdings würde kein Weg an der Hubert Burda Media Holding vorbeiführen. Der Medienkonzern besitzt nämlich 58,6 % aller HolidayCheck-Anteile. Ob das Unternehmen seine Aktien verkaufen würde, kann ich nicht abschätzen, weshalb ich die Chancen einer Übernahme als eher gering einschätzen würde.

Wahrscheinlichkeit einer Übernahme: 20 %

Übernahmeziel 3: Zalando SE

Was den Onlinehandel mit Mode betrifft ist Zalando eines der führenden Unternehmen in Europa. Damit passt man in meinen Augen perfekt zu Amazon, das sich im Modesegment bisher eher schwer tat, auch wenn man, was den Marktanteil betrifft, inzwischen zu den beiden Spitzenreitern Otto und Zalando aufgeholt hat.

Marktanteil Online-Modemarkt 2016
Otto                         6,2 %
Zalando                         6,1 %
Amazon                         5,7 %

Quelle: it-times.de

Eine Übernahme von Zalando durch Amazon würde einen neuen klaren Marktführer in Europa schaffen, wovon beide beispielsweise durch Skaleneffekte im Einkauf profitieren könnten.

Für Zalando müsste Bezos deutlich tiefer in die Tasche greifen als für Ceconomy oder HolidayCheck. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt nämlich stolze knapp 10 Milliarden Euro (Stand: 20.07.2017). Damit wäre der Deal höchstwahrscheinlich sogar teurer als der von Whole Foods Market.

Wie bei den anderen beiden Konzernen könnte eine Übernahme auch daran scheitern, dass der Streubesitz relativ niedrig ist. Nur 34,6 % der Anteile befinden sich nämlich in Streubesitz. Eine Übernahme geht also nur, wenn die Großaktionäre mitspielen. Auch kartellrechtliche Bedenken halte ich für nicht ausgeschlossen. Allzu wahrscheinlich dürfte eine Übernahme deshalb nicht sein.

Wahrscheinlichkeit einer Übernahme: 10 %

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Thomas Brantl besitzt Aktien von Amazon. John Mackey, CEO von Whole Foods Market, sitzt im Vorstand von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Whole Foods Market. The Motley Fool empfiehlt HolidayCheck Group und Zalando.

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