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Erfolgreicher Fondsmanager: Aurelius-Portfoliowert bald bei 70 Euro je Aktie

Foto: Matt Koppenheffer

Richard Pease gehört zu den Legenden der europäischen Fondsmanager. Zwar hat er nicht die Bekanntheit und auch nicht die Renditen von Warren Buffett erreicht, aber seit über drei Jahrzehnten sucht er bereits erfolgreich in Europas Aktienmärkten nach attraktiven Unternehmen.

Im März musste er starke Nerven beweisen, als die größte Position in seinem Aktienfonds Crux European Special Situations, die Münchener Beteiligungsgesellschaft Aurelius (WKN:A0JK2A), Opfer einer Short-Attacke wurde. Nachdem sich der Staub langsam gelegt hat, hatte Richard Pease kürzlich in ein paar Interviews die Gelegenheit, seine Perspektive zu den Anschuldigungen darzulegen.

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Schall und Rauch

Pease hat darauf hingewiesen, dass manche der Anschuldigungen von Gotham City Research, dem Verfasser des Enthüllungsberichts, relativ banale Übersetzungsfehler waren. So wurde beispielsweise ein Detail zum dem Ph.D.-Titel des Aurelius-Chefs Dirk Markus als Skandal aufgebauscht, das eigentlich nur eine Frage der Interpretation war.

Je nach Lesart und besonders wenn man als ausländischer Investor kein oder kaum Deutsch versteht, hätte man denken können, dass Dirk Markus seinen Ph.D. in Harvard absolviert hat. Gotham City Research hat dann zurecht darauf hingewiesen, dass es eine Lüge wäre, wenn Dirk Markus behaupten würde einen Ph.D. aus Harvard zu besitzen. Das sind aber nur Wortspielchen, denn letztendlich hat Dirk Markus einfach während seines Ph.D.s einen Forschungsaufenthalt in Harvard absolviert und hat diesen Aufenthalt, wenn auch vielleicht nicht ganz eindeutig, in die Kurzform seines Lebenslaufes mit aufgenommen.

Es ist eigentlich nur verständlich, dass man einen Harvard-Aufenthalt irgendwie im Lebenslauf unterbringen will. Aus solchen ambitionierten Satzkonstruktionen einen Skandal zu machen ist absolut übertrieben. Den Ph.D selbst hat Markus übrigens an der prestigeträchtigen Universität St. Gallen absolviert.

Die Attraktivität des Geschäftsmodells bleibt

Vor allem sollten solche Detaildiskussionen nicht davon ablenken, wie erfolgreich Aurelius bisher war, und genau darauf legt auch Pease seinen Fokus. Nach seiner Ansicht gibt es keinen Grund zu denken, dass Aurelius und sein Unternehmenschef ihr Erfolgsrezept verloren haben und sie sollten auch in Zukunft viele interessante Übernahmekandidaten finden können, die sie sanieren und mit Gewinn verkaufen können.

Außerdem hat er auch darauf hingewiesen, dass Aurelius umfangreiche Rücklagen hat, eine gesunde Dividende zahlt und seine eigenen Aktien zurückkauft. Nach seiner Schätzung liegt der sogenannte Net Asset Value (NAV), also der Wert der Portfoliounternehmen und der Nettofinanzmittel, bei ungefähr 52 Euro pro Aktie, also ein gutes Stück oberhalb des derzeitigen Aktienkurses.

Interessant wird es aber, wenn man das Potential mit einbezieht, dass weitere Portfoliounternehmen, nicht zuletzt Office Depot Europe, in der nahen Zukunft erfolgreich restrukturiert werden. Pease sieht den NAV unter diesen Bedingungen auf 70 Euro oder höher steigen.

Er fasst seine Meinung besonders gut mit der folgenden Aussage zusammen: „Das ist ein Beispiel eines Unternehmens, bei dem man einfach dabei bleiben muss, die schlechte Presse vorüberziehen lassen sollte und die Zahlen betrachten.“

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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