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Wohneigentum vs. Aktienportfolio: Die bessere Altersvorsorge

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Wir Deutsche sind schon in einigen Punkten ein recht eigensinniges Völkchen. Wir stehen auf Fußball, auf Bier, auf Lebensversicherungen, Bausparen und neuerdings auch Wohneigentum. Gerade die letzteren Punkte zeigen meiner Meinung nach recht eindeutig, dass viele von uns eigentlich von der Geldanlage keine Ahnung haben.

Oftmals tun viele unserer Landsmänner diese Schritte jedoch, weil sie fürs Alter vorsorgen wollen. Hört, hört! Auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es eine große Menge derjenigen, welche die eigenen vier Wände als die Altersvorsorge schlechthin ansehen.

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Mit diesem Weg gehen die meisten aber ein viel größeres Risiko ein, als sie sich eigentlich bewusst sind. Schauen wir daher im Folgenden einmal, wieso ich im Gegensatz zu den meisten felsenfest davon überzeugt bin, dass ein Aktienportfolio die deutlich bessere Vorsorge ist, als Wohneigentum.

1) Kapitalbindung

Der erste Aspekt, der dich beim Häuslebauen oder Kaufen ins Grübeln bringen sollte, ist die exorbitante Höhe der Kapitalbindung. Wenn du Wohneigentum kaufst, kannst du in der Regel nur zu einem gewissen Punkt beeinflussen, welche Geldmenge du in dieses Altersvorsorgeformat investiert. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wirst du allerdings einen sechsstelligen Eurobetrag investieren müssen, was im Normalfall für dich eine Vielzahl an Monats- und Jahresgehältern bedeuten wird. Für andere Vorsorgeleistungen bleibt daher oftmals nicht mehr viel Spielraum.

Bei Aktien hingegen kannst du selbst entscheiden, wieviel Geld zu welchem Zeitpunkt du investieren willst. Von einem monatlich oder quartalsweise abgehenden zweistelligen Eurobetrag im Rahmen eines Aktien- oder Fondssparplans, bis hin zu großen Einmalzahlungen, kannst du frei wählen, wieviel Kapital du binden möchtest. Hinzu kommt außerdem, dass du nicht auf einmal einen riesigen Batzen investieren musst, sondern auch mehrere Zeitpunkte, je nach Lebenslage, frei wählen kannst.

2) Diversifikation

Eng mit der enormen Kapitalbindung verknüpft ist das begrenzte Maß an Diversifikation beim Immobilienkauf. Sofern du nicht gerade Lotto-Millionär oder herausragend privilegierter Verdiener bist, wirst du dir mit Sicherheit lediglich ein begrenztes Kontingent an Immobilien leisten können, zumeist lediglich zur eigenen Nutzung. Dementsprechend ist deine kapitalintensive Immobilienaltersvorsorge einem ziemlich großen Einzelrisiko ausgesetzt. Was ist beispielsweise, wenn dein Haus abbrennt? Oder du einen elementaren Schimmel- oder Hausschwammschaden abbekommst? Das könnte deine Investition schnell zu einem ruinösen Ergebnis führen.

Anders sieht auch hier die Sache aus, sofern du in Aktien generell investierst. Je nach Risikoneigung kannst du dir dein persönliches Portfolio mit einer Vielzahl mehr oder minder riskanten Aktien zusammenstellen. 10, 50 oder 100 Aktien könnten dein hypothetisches Altersvorsorgeportfolio zieren, zusätzlich zur Möglichkeit, breit gestreut in Indexfonds und ETFs zu investieren. Auch wenn es hier phasenweise mal bergab gehen kann, ein gänzliches Ausfallrisiko wird kontinuierlich unwahrscheinlicher, je breiter aufgestellt du in der Börsenwelt unterwegs bist.

3) Rendite

Zugegebenermaßen bin ich, was Immobilien angeht, kein Spezialist für dieses Thema. Wie ich aber bei meinen Recherchen herausgefunden habe, lag die Immobilienrendite innerhalb des zweiten Halbjahres 2016 zwischen 2,6 % in München und 3,2 % in Düsseldorf. Je nachdem, wie man finanziert, können selbstverständlich Zinstilgungen an die Bank diese Rendite schmälern, sodass in den ersten Jahren oftmals deutlich weniger hängen bleibt.

Aber selbst wenn wir für den weiteren Vergleich einfach mal davon ausgehen, dass die 2,6 bis 3,2 % eine Rendite sogar nach Abzug der Zinsaufwendungen darstellen, so kann diese Rendite lange nicht mit der durchschnittlichen Rendite von Aktien mithalten. Der DAX erzielte beispielsweise in der langjährigen Betrachtung eine Rendite von ungefähr 8 % p. a. Es erscheint daher mehr als nur einfach empfehlenswert, dass vorsorgende, deutsche Investoren sich eher von dieser Rendite eine große Scheibe abschneiden, als von den mickrigen Immobilienprozenten.

Der einzige Vorteil bei Immobilien ist…

…neben einer möglicherweise Vielzahl an Wohnkomfort-Vorteilen, die ich ganz bewusst einmal ausgeklammert habe, dass Immobilien keine täglich upgedateten Preisschilder haben. Hier können Investoren nicht tagesaktuell sehen, wie sich ihre Investition schlägt, ob eine Wertsteigerung momentan umtriebig ist, oder ob eine geplatzte Immobilienblase den Preis der eigenen vier Wände zum Einstürzen gebracht hat. Da man Selbstnutzer ist, schert man sich oft wenig um den weiteren Preisverlauf.

Bei Aktien hingegen kann man tagesaktuell an der Börse sehen, wie die Investitionen sich gerade schlagen. Jeder vermeintlich schmerzende Kursverfall, beispielsweise bei einem Crash, ist sichtbar. Das erschwert es oftmals den sicherheitsbedürftigen Deutschen, langfristig zu denken, auch wenn das ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg ist.

Wenn du es aber hinbekommen kannst, solche kurzweiligen Erscheinungen in der Aktienwelt, gleichermaßen wie in der Immobilienwelt auszublenden, dann dürftest du mit Aktien voraussichtlich die bessere Altersvorsorge auf die Beine stellen können, als mit einer kapitalintensiven, einzelrisikobehafteten und renditeschwachen Immobilie.

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