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NVIDIA zieht im Bereich selbstfahrende Autos immer weiter davon

NVIDIA (WKN:918422) arbeitet seit Jahren daran, die Technologie für selbstfahrende Autos auf die Straßen zu bringen. Das Unternehmen zeigte gerade erst, welche Führung es sich in diesem Bereich erarbeitet hat. Der neue Audi (WKN:675700) A8 ist laut Unternehmensangaben die erste Luxuslimousine mit Level-3-Automatisierung, die es den Fahrern erlaubt, ihre Hände vom Steuer zu nehmen, sodass sich das Auto unter bestimmten Bedingungen selbst fährt. Der Fahrer muss aber aufmerksam bleiben und jederzeit bereit sein die Kontrolle wieder zu übernehmen.

Es liegt allerdings an jedem einzelnen Autobauer, diese Klassifizierung selbst vorzunehmen. Die Standards sind nicht universal gültig. Der neue A8 ist vielleicht nicht weiter fortgeschritten als das Model S von Tesla (WKN:A1CX3T), das sich selbst als Level 2 einstuft.

Warum sind das so große Neuigkeiten für NVIDIA?

Egal welcher Autobauer das am weitesten fortgeschrittene selbstfahrende Automobil auf der Straße hat, die Technologie des Chip-Herstellers wird von vielen benutzt.

Die lange Kundenliste wächst weiter

NVIDIA arbeitet schon seit einiger Zeit mit Audi zusammen, aber die Beziehung zwischen den beiden Unternehmen wurde dieses Jahr ausgebaut, als Audi erklärte, man würde die Drive PX 2-Hard- & Software zukünftig in den Fahrzeugen verbauen. Diese Partnerschaft gipfelt im zFAS-System, das es dem Fahrzeug erlaubt, auf einigen Autobahnen bei schweren Verkehr mit bis zu 37 mph zu fahren, wenn es eine physische Barriere zwischen den beiden Fahrstreifen gibt. Dabei muss der Fahrer die Hände nicht am Steuer haben.

NVIDIA sagte in einem Blogpost, dass diese Technologie die Daten der Sensoren mit 2,5 Milliarden Inputs pro Sekunde verarbeitet. Das ist in diesem Fall wichtig, weil der A8 das erste Produktionsfahrzeug mit Lidar, einem Lasersystem, das das Umfeld des Autos scannt, verfügt ist.

Zusätzlich zu dieser Zusammenarbeit mit Audi verkündete NVIDIA im Juni eine Partnerschaft mit Volvo, dessen Ziel es ist bis 2021 selbstfahrende Autos auf die Straßen zu bringen. NVIDIA hatte schon Pläne verkündet, mit Mercedes-Benz und Toyota zusammenzuarbeiten.

Toyota wird die Drive PX 2-Plattform als zentrale Schnittstelle für selbstfahrende Autos benutzen. Diese Partnerschaft ist besonders bemerkenswert, weil Toyota der größte japanische Autohersteller ist.

Letztes Jahr beendete Tesla auch die Zusammenarbeit mit dem israelischen Unternehmen Mobileye und entschied sich dazu, die Technologie von NVIDIA für die selbstfahrenden Funktionen zu nutzen. Tesla wollte wahrscheinlich sicherstellen, dass man seine ambitionierten Ziele erreiche und schloss daraus, dass das System von NVIDIA die Wahrscheinlichkeit dessen erhöhen könnte.

Diese aktuellen Partnerschaften sind wichtig, weil die Autohersteller sich ihren Zielen immer weiter nähern, fortgeschrittene Autopilot-Funktionen bis 2020 oder 2021 auf den Markt zu bringen. Sich jetzt für die richtige Technologie zu entscheiden, ist von größter Wichtigkeit, um diese Ziele zu erreichen.

Mehr Möglichkeiten

Die Investoren sollten wissen, dass die Sparte Automotive für NVIDIA noch relativ klein ist. Im ersten Steuerquartal 2018 verdiente dieses Segment 140 Millionen US-Dollar, was nur 7 % der Gesamtumsätze darstellt.

Die Investoren sollten sich darüber jetzt keine Sorgen machen. Der semi-automatische A8 steht noch nicht einmal zum Verkauf und die meisten Autobauer beginnen gerade erst Modelle zu veröffentlichen, die solche Funktionen eingebaut haben.

Boston Consulting Group schätzt, dass der jährliche Wert des Marktes für selbstfahrende Autos bis 2035 77 Milliarden US-Dollar umfassen wird. Damit hat NVIDIA noch jede Menge Zeit, um Partnerschaften zu bilden und mit seiner Technologie immer mehr zu verdienen. Der erste Schritt auf diesem Weg sieht vor, die Technologie in die fortgeschrittensten halbautomatischen Autos auf dem Markt zu bringen. Mit dem neuen Audi A8 hat NVIDIA diesen Schritt bereits unternommen.

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The Motley Fool hält und empfiehlt NVIDIA und Tesla. The Motley Fool empfiehlt Intel.

Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und am 14.07.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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