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Aurelius: Short-Attacke hat Aktionären Millionen geschenkt

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Wer will, der kann an fast allen Dingen des Lebens etwas Positives finden. Die Aktie der Münchener Beteiligungsgesellschaft Aurelius (WKN:A0JK2A) hat sich noch immer nicht von der Short-Attacke aus dem Frühjahr erholt. Hunderte Millionen Euro Börsenwert bleiben noch immer verloren.

Aus einem ganz bestimmten Grund kann man das aber auch positiv sehen, und sogar Warren Buffett würde zustimmen.

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Auf diese Weise bekamen Aktionäre Millionen geschenkt

Aurelius hat schon lange enthusiastisch Gebrauch von Aktienrückkäufen gemacht, und als die Preise durch die Short-Attacke purzelten wurden sofort ein immenses zusätzliches Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 50 Mio. Euro aufgelegt und weitere Aktienrückkäufe in Aussicht gestellt.

Da die Aktie von ihrem Höchststand um knapp über 67 Euro kurzzeitig auf fast 34 Euro stürzte, gab es seitdem viel Gelegenheit, Aktien günstiger zurückzukaufen, als es normalerweise der Fall gewesen wäre. Vor allem in den letzten Monaten konnten viele Aktien zu Kursen im Preisbereich zwischen 40 und 50 Euro erworben werden.

Das heißt Aurelius hat pro eingesetztem Euro einen größeren Anteil erworben, als wenn es dies zu den Höchstkursen getan hätte. Das verringert die ausstehende Aktienzahl besonders stark, und die Gewinne, die den Aktionären zustehen, erhöhen sich um Millionen, was es auch deutlich einfacher macht, großzügige Dividenden pro Aktie zu zahlen.

Die letzte Juniwoche ist ein gutes Beispiel. Hier kann man einmal genau nachrechnen, was die Short-Attacke den Aktionären eigentlich geschenkt hat.

Datum durchschnittlicher Kurs in Euro Volumen in Euro Höchstkurs in Euro Aufschlag Ersparnis in Euro
26.06. 49,929 1.048.499,46 67,320 34,83 % 365.192,36
27.06. 48,650 1.021.648,27 67,320 38,38 % 392.108,60
28.06. 47,722 1.002.151,64 67,320 41,07 % 411.583,68
29.06. 48,988 1.028.755,32 67,320 37,42 % 384.959,80
30.06. 47,010 987.210,30 67,320 43,20 % 426474,85
Gesamt  1.980.319,29

Quelle: eigene Berechnungen, Höchstkurs Xetra-Handel, Daten zum Rückkauf aus Kapitalmarktinformation des DGAP

Wie man sieht hat das Aktienrückkaufprogramm also nur in einer Woche fast zwei Millionen Euro dank der niedrigen Kurse gespart. Über ganze Programm werden das insgesamt sicherlich viele Millionen Euro sein, die den Aktionären indirekt geschenkt werden.

Wieso Warren Buffett entzückt wäre

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, was das Ganze mit Warren Buffett zu tun hat. Der legendäre Investor ist ein riesiger Fan von Aktienrückkäufen, wenn sie zu attraktiven Preisen getätigt werden.

Als er damals Milliardenbeträge in IBM investierte, schrieb er dazu Folgendes im Brief an seine Aktionäre:

„Es versteht sich von selbst, dass es für uns von enormer Bedeutung ist, was in den nächsten fünf Jahren mit den Gewinnen des Unternehmens passiert. Darüber hinaus wird das Unternehmen in diesem Zeitraum wahrscheinlich circa 50 Milliarden US-Dollar ausgeben, um eigene Aktien zurückzukaufen. Die Frage des Tages: Was sollte man sich als langfristiger Aktionär in diesem Zeitraum wünschen?

Ich werde dich nicht weiter auf die Folter spannen. Wir sollten uns wünschen, dass der Aktienkurs von IBM in diesen fünf Jahren stagniert.“

Warren Buffett versteht die Mathematik, dass niedrige Aktienkurse bessere Konditionen für Rückkäufe bedeuten. Aurelius-Aktionäre sollten das ebenfalls verstehen.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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