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DAX lässt Federn! Kommt jetzt der Crash?

Foto: Getty Images

Die letzten Tage waren für die Anleger der deutschen Standardwerte nicht sonderlich erfreulich. Seit dem letzten Allzeithoch bei rund 12.938 ging es zuletzt wieder deutlich bergab mit unserem Leitindex DAX. Momentan notiert der Index der größten deutschen Werte irgendwo im Bereich der 12.350 Punktemarke (07.07.2017). Das bedeutet einen Kursverfall von in etwa 5 %.

Grund genug, dass einige Investoren Sorgenfalten auf die Stirn bekommen. Immerhin gibt es eine ganze Reihe an Pessimisten, Crash-Prophet Marc Faber allen voran, die angesichts dieses Einbruchs die nächste Krise heraufbeschwören.

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Aber was ist dran am jüngsten Kursverfall? Müssen Investoren nun wirklich mit einem Crash rechnen? Oder ist alles halb so wild? Wenn du mich fragst, halte ich eher Letzteres für wahrscheinlich. Die Gründe gibt es, wie üblich, wenn du weiterliest.

Niedriges KGV wirkt nicht sonderlich Crash-bedürftig

Zuversichtlich bin ich vor allem, weil das momentane durchschnittliche DAX-Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) nicht gerade auf eine maßlose Übertreibung hindeutet. Eine kurze Suchanfrage bezüglich dieses Wertes spuckt schnell die Zahl von in etwa 14 aus, die meilenweit von ehemaligen Überbewertungsmarken entfernt ist.

So ist in diesem Kontext zum einen zu erwähnen, dass der langjährige Durchschnitt des DAX-KGV bei etwa 19 liegt. Ein Wert von 14 deutet daher sogar eher auf eine Unterbewertung hin, als auf eine Überbewertung. Zudem ist man auch noch meilenweit von den KGVs vergangener Krisen entfernt. Während der Dotcom-Blase lag dieser Wert beispielsweise weit jenseits der 30. Auch das verdeutlicht, wenn du mich fragst, wie weit wir uns von einer Blase, Krise oder Überbewertung entfernt befinden.

Dennoch kann auch ich mangels zukunftsweisender Kristallkugel natürlich eine Korrektur nicht kategorisch ausschließen. Aber auch eine solche stellt eigentlich keinen Grund zur Besorgnis dar, denn:

Wittere die Kaufchance!

Solche Gelegenheiten eignen sich vorzüglich, um ein Portfolio mit dem ein oder anderen Wert, den es nun mit Abschlag gibt, aufzumotzen. Sollte die gerade angefangene Korrektur also noch andauern, nutze doch die Gelegenheit und greif bei tieferen Kursen zu.

Wie gesagt, Anlass für eine Krise sehe ich in Ermangelung von haushohen Bewertungen derzeit nicht. Jeder derartige Kursverfall sollte folglich nicht als Risiko oder Bedrohung angesehen werden, sondern vielmehr als Chance.

Denn wie wir weiter oben gesehen haben, werden viele deutsche DAX-Aktien momentan mit einem Abschlag zu ihren langfristigen Durchschnittswerten gehandelt. Worauf wartest du also noch? Ran an einzelne Analysen!

Blende derartige Störfeuer besser aus

Abschließend möchte ich nun noch einmal festhalten, dass auch ich dir natürlich nicht garantieren kann, dass die Kurse schon sehr bald wieder steigen werden. Das kann niemand. Aber genauso wenig kann dir niemand mit Sicherheit sagen, dass ein weiterer Abschwung garantiert folgen wird. Solche Meinungen, gar solche Gedanken, solltest du bei deinen langfristigen Investitionsentscheidungen besser ganz ausblenden.

Wenn wir uns aber näher mit den Chancen und Möglichkeiten unserer deutschen Werte beschäftigen, sehen wir vor allem, dass die Bewertung eher auf eine fundamental günstige Gelegenheit, als auf ein bedrohliches Szenario hindeutet, und das trotz des nicht allzu weit entfernten Allzeithochs.

Leider verkauft sich Angst aber deutlich besser als die langweilige Normalität. Deshalb kannst du auch weiterhin damit rechnen, dass aus vielen Mücken ein Elefant gemacht wird. Aber keine Sorge, wenn du lernst, das ein wenig auszublenden, kann dir eigentlich nicht viel passieren.

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