The Motley Fool

Wie Netflix den Großteil seines Geldes verdient

Der digitale Video-Veteran Netflix (WKN:552484) konnte im Steuerjahr 2016 einen Umsatz in Höhe von 8,83 Milliarden US-Dollar verbuchen. Davon waren etwa 187 Millionen Reingewinn. Du wirst dich jetzt fragen, wie Netflix Milliarden von Dollar verdienen kann. Das ist ziemlich einfach. Lass es mich dir kurz erklären.

Umsatztrends

Fangen wir mit dem Umsatz an. Netflix generiert diesen mit drei verschiedenen Diensten.

Dienst

Umsatz 2016

Umsatz 2017

Umsatzwachstum

Streaming USA

4,18 Milliarden USD

5,08 Milliarden USD

21 %

Streaming international

1,95 Milliarden USD

3,21 Milliarden USD

64 %

DVD-Versand

646 Millionen USD

542 Millionen USD

(16 %)

Gesamt

6,78 Milliarden USD

8,83 Milliarden USD

30 %

Datenquelle: Netflix.

Wenn wir noch einen Schritt weiter gehen, dann sehen wir, dass Netflix im Steuerjahr 2016 4,7 Millionen neue Abonnenten in den USA für sich gewinnen konnte. International zählte man 14,3 Millionen Neukunden. Das macht insgesamt 19 Millionen neue Abonnenten. Bei der letzten Zählung hatte Netflix weltweit 98,7 Millionen Streaming-Kunden.

Die Zahl der amerikanischen Abonnenten stieg im letzten Jahr um 10 %, während sich die Umsätze dank höherer Abonnementpreise um 21 % erhöhten. Dasselbe gilt auch für das Ausland, wo das Abonnentenwachstum 48 % erreichte und die Umsätze um 64 % stiegen. Die Kosten für DVDs blieben gleich. Das Unternehmen hatte im letzten Steuerjahr 16 % weniger Abonnenten in der DVD-Sparte zu verbuchen, was zu einer Umsatzreduzierung von 15 % führte.

Diese Zahlen zeigen, wie sich die Prioritäten des Unternehmens verschoben haben. Vor fünf Jahren, im Jahr 2012, verdiente Netflix noch 31 % der Gesamtumsätze mit dem DVD-Versand, der im Sommer 2011 vom Streaming-Geschäft getrennt wurde. Weniger als 1 % kam aus dem internationalen Markt, der sich Ende 2012 noch auf die Dienste in Kanada, Großbritannien und Skandinavien beschränkte.

Heute machen die DVDs etwa 6 % der Gesamtumsätze aus und sinken immer weiter. Das internationale Streaming stieg auf 36 % der Jahresumsätze und sollte bis Ende 2017 einen höheren Anteil als die Umsätze in den USA einnehmen. Das zukünftige Wachstum von Netflix liegt bei den Kunden in Europa, Asien, Südamerika und Afrika.

Gewinntrends

Das internationale Streaming-Segment war im Jahr 2017 bisher noch unprofitabel, aber das sollte sich schon bald ändern. Netflix investiert weiterhin sowohl in den USA als auch im Ausland große Summen in eigenen Content. Die Contentkosten steigen auch schneller als der Umsatz. Das Budget für Technologie und Anlagen steigt jetzt allerdings langsamer.

Die operativen Einnahmen erhöhten sich im Jahresvergleich im vierten Quartal 2016 und verfünffachten sich im ersten Quartal 2017. Dieser Trend soll 2017 und darüber hinaus anhalten und dafür sorgen, dass die internationalen Streaming-Dienste keine roten Zahlen mehr schreiben. Diese sollten dann auch einen vorhersehbaren operativen Gewinn abwerfen. Das Management erwartet im Steuerjahr 2017 eine operative Marge von 7 % zu erreichen. Von da an soll die Marge moderat weiter wachsen. Im Jahr 2016 betrug die operative Marge des Unternehmens 4 %, im Jahr 2015 2 %.

Das globale Wachstum von Netflix nimmt gerade erst Fahrt auf.

Das einfache Geheimnis, die besten Aktien zu kaufen

Wie Warren Buffett einmal sagte, musst du keinen IQ eines Genies haben, um ein großartiger Investor zu sein. Alles was du dafür brauchst ist einfache Mathematik, das Wissen auf welche Zahlen du schauen musst und etwas gesunden Menschenverstand. In unserem kostenlosen Spezialbericht "15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen" teilen wir 15 Bilanzkennzahlen mit dir, mit Hilfe derer du die Aktien mit den besten Zukunftsaussichten identifizieren kannst. Klick hier, um kostenlosen Zugang zu diesem Sonderbericht zu erhalten.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix.

Dieser Artikel wurde von Anders Bylund auf Englisch verfasst und am 14.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.