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3 Maschinenbauer, die in Indien abheben könnten: KION, Heidelberg, Dürr

Foto: Getty Images

Indien ist kein leichtes Terrain. Der Vielvölkerstaat leidet unter Korruption und ausufernder Bürokratie. Auch deshalb sind viele deutsche Unternehmen dort noch relativ schwach engagiert. Dabei könnte der nächste globale Wachstumsschub exakt von Indien ausgelöst werden. Davon würden insbesondere Maschinenbauer aus Deutschland profitieren. Lies hier, welche bereits jetzt ausgezeichnet positioniert sind.

Warum Indien jetzt wichtig wird

In vergangenen Jahren sind nicht alle Unternehmen, die in Indien investiert haben, glücklich geworden. Der Windturbinenbauer Enercon erlebte beispielsweise einen Schlag ins Gesicht, als lokale Partner ihnen regelrecht das Geschäft samt Patenten aus den Händen rissen und vom Justizapparat kaum Unterstützung kam.

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Einheimische Hersteller, Händler und Dienstleister haben sich lange gegen einen besseren Zugang von ausländischen Konzernen zum indischen Markt gewehrt. Diese Abschottung garantierte ihnen auskömmliche Gewinne, während die Konsumenten oft nur minderwertige Waren und Dienstleistungen erhielten. All das scheint sich nun jedoch zu bessern.

Laut einer interessanten Visualisierung vom World Data Lab entkommt etwa alle zwei Sekunden ein Inder der extremen Armut. Das ist eine erstaunliche Information, die jeden Investor elektrisieren sollte.

Denn sobald der Aufstieg in Richtung Mittelschicht geschafft ist, wird aus dem Armen ein Konsument. Das ist gut für die Menschen, gut für Produzenten von Konsumprodukten und letztlich gut für Maschinenbauer. Denn letztere liefern die Ausrüstung für Lebensmittel-Erzeugungsbetriebe, Fahrzeughersteller, Lagerhallen und vieles mehr.

Beim Besuch von Ministerpräsident Narendra Modi in Berlin wurde vereinbart, dass die Partnerschaft der beiden Länder intensiviert werden soll. Außerdem ist geplant, die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen mit der EU beschleunigt voranzutreiben.

Modi forderte die deutsche Wirtschaft auf, sich bereits jetzt stärker zu engagieren: „Indien war noch nie so bereit wie jetzt, mit anderen Ländern, mit anderen Unternehmen zusammenzuarbeiten“. Mit der indischen Initiative „Make in India Mittelstand!“ sollen sogar gezielt technisch starke mittelgroße Unternehmen angezogen werden.

Bessere Rahmenbedingungen, eine schnell wachsende Mittelschicht und ein technologischer Rückstand in Indien, das sind die perfekten Zutaten für deutsche Maschinenbauer.

Wer bereits jetzt stark in Indien vertreten ist

Manche Unternehmen lassen sich derzeit höchstens von einem Importeur in Indien vertreten. Die folgenden sind hingegen bereits einen Schritt weiter und verfügen über eine starke Präsenz.

Dürr (WKN:556520)

Dürr beliefert die Mehrzahl der weltweiten Automobilfabriken. Mit ihren ausgefeilten Lackieranlagen ist sie klarer Weltmarktführer. Bereits vor etwa 50 Jahren wurde die erste Anlage an Tata geliefert. 1997 wurde eine lokale Tochtergesellschaft gegründet mit heute über 200 Mitarbeitern. Zudem ist man mit der zugekauften Tochter Schenck RoTec India präsent.

Fast alle Fahrzeughersteller und viele große Zulieferer sind bereits Kunden von Dürr. Es ist absehbar, dass die Kfz-Nachfrage in den kommenden Jahren stark zunehmen wird. Somit müssen auch die Produktionskapazitäten erheblich ausgebaut werden. Weil sich Indien zudem verpflichtet hat, sich ressourcenschonend zu entwickeln, rechne ich mit guter Nachfrage nach den effizienten Automatisierungssystemen von Dürr.

Heidelberger Druckmaschinen (WKN:731400) und König & Bauer

Wo der Wohlstand steigt und mehr konsumiert wird, da gibt es auch mehr verpackte Ware. Um diese attraktiv zu bedrucken, liefern Heidelberg und KBA die passenden Maschinen. Die Aktien der beiden Marktführer haben sich zuletzt gut entwickelt, im Fall von KBA sogar spektakulär. Trotzdem sieht der Analyst von Kepler Cheuvreux noch reichlich Potenzial und rät zum Kauf.

Seiner Meinung nach, versucht Heidelberg mit seiner neuen Wachstumsstrategie das Erfolgsrezept von KBA nachzuahmen. Das Thema Digitalisierung soll dort jetzt mit Nachdruck verfolgt werden und gezielte Akquisitionen ergänzen das Technologieportfolio. Was die Präsenz in Indien angeht, scheint Heidelberg die Nase deutlich vorn zu haben, weshalb sie voraussichtlich stärker von einer anziehenden Nachfrage aus der Region profitieren würde.

KION Group (WKN:KGX888)

Wenn Indiens Wirtschaft einen Sprung nach vorne machen will, dann muss auch die bisher wenig entwickelte Logistik Indiens auf Vordermann gebracht werden. Ein Kernelement sind leistungsfähige Flurförderfahrzeuge und ähnliches. Das ist die Spezialität des global aufgestellten KION-Konzerns. Neben den bekannten Marken Linde und Still führt er mit Voltas auch eine auf die lokalen Bedürfnisse abgestimmte Produktlinie, die bereits seit Jahrzehnten gut etabliert ist.

Die Fabrik in Pune ist in das weltweite Produktionsnetzwerk von KION eingebunden und verbindet Qualität mit geringen Kosten. Kräftiges Wachstum auf dem Subkontinent könnte dem Konzern den entscheidenden Schub geben, um an den Marktführer Toyota Industries heranzukommen, der nur als Importeur präsent ist.

Investoren sollten jetzt für ihr Depot Indien berücksichtigen

Viele Leser werden sich an den unglaublichen Boom erinnern, den Maschinenbauer während des stürmischen Aufstiegs von China erlebt haben. Aus beschaulichen Betrieben aus dem Schwarzwald wurden plötzlich Global Player. Nun wird voraussichtlich schon im kommenden Jahrzehnt Indiens Bevölkerung diejenige von China überflügeln und Indiens Wirtschaft diejenige von Deutschland.

Die Marktbedingungen verbessern sich trotz einiger bedenklichen Entwicklungen langsam aber stetig und damit auch die Aussichten für Maschinenbauer, die umsichtig die Chancen des Subkontinents nutzen wollen. Vorausschauende Investoren sollten deshalb bereits heute ein Auge auf die Indien-Strategie von Unternehmen haben. Drei Ideen habe ich dir hiermit schon mal nahegelegt, aber die Chancen sind vielfältig.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Dürr.

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