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Fords neuer CEO Jim Hackett und Vorsitzender Bill Ford im Motley-Fool-Interview

Quelle: Flickr Elvis Fool

Ford Motor Company (WKN:502391) hat einen neuen CEO. Und wir durften am Montag mit ihm reden.

Jim Hackett ist der ehemalige CEO von Steelcase, der bislang der Future-Tech-Sparte von Ford vorstand. Er übernimmt den Posten mit sofortiger Wirkung, wie Ford mitteilte. Hackett ersetzt damit Mark Fields, der aufgrund von Aktienwertverlust und sinkenden Absatzzahlen zurückgetreten war.

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Bereits ein paar Stunden nach der Verkündung konnte ich mit Hackett und seinem Boss, dem Vorsitzenden Bill Ford, sprechen. Wir redeten über die Veränderungen im Bereich Leadership und die Herausforderungen und Chancen, die sich Ford nun stellen.

Hier eine kleine Zusammenfassung dessen, worüber wir geredet haben. Lediglich aus Gründen der Klarheit wurden behutsame Änderungen vorgenommen.

In den vergangenen Wochen hieß es, dass Fords Vorstand nicht glücklich war mit der Richtung, die der Aktienwert eingeschlagen ist. Für mich klingt es aber so, als würde hinter der Entscheidung mehr stecken.

Bill Ford: Tatsache ist, dass wir uns in Zeiten bewegen, die es so noch nicht gegeben hat, und zwar positiv wie auch negativ. Ich glaube, dass wir eine Führungskraft brauchen, die mit Veränderung umgehen kann, die das schon einmal mitgemacht hat. Die das Unternehmen in der Zukunft sieht und dann die Umsetzung bewegt. Und so jemanden haben wir mit Jim gefunden.

Jim, was muss sich bei Ford ändern?

Jim Hackett: Das beginnt mit den Leuten und wie sie befähigt werden können, ihre Jobs zu machen. Der Entscheidungsvorgang muss verbessert werden, damit wir nach und nach auf weniger Reibung stoßen.

Zweitens: Die Unternehmen müssen immer mehr wert legen auf Fitness. Ich frage ja immer: Warum hat Basketballstar Kobe Bryant vor jeder Saison aufs neue gelernt, einen Basketball zu dribbeln? Antwort: Ganz egal wie gut du warst, du musst immer wieder das Fundament solide legen. Wir wollen wirklich herausragend sein.

Drittens habe ich einen guten Instinkt. Bill auch, übrigens. Ich glaube, dass dies für die Autobranche eine einmalige Zeit ist. Wir beide haben einen ziemlich starken Instinkt, wie sich das ganze am Ende entwickeln wird. Das ist spannend, weil wir die Gelegenheit haben, Ford auf eine Weise aufzustellen, dass die Zukunft es einem danken wird.

Beim Investor’s Day im letzten Herbst haben Mark und das Management einen sehr verständlichen Plan vorgezeigt, wie Ford es schafft, ein Unternehmen zu sein, das in der Zukunft erfolgreich ist. Tenor: Technologie ändert die Basis des Geschäfts. Viele von uns dachten, dass der Plan gut voranschreiten würde. Jim, bleiben die Grundzüge nach wie vor bestehen? Oder wird sich da was ändern?

Hackett: Das ist eine der ersten Dinge, die ich vorhabe. Hast du etwa einen Blick auf meinen Kalender geworfen? Im Ernst, das werde ich ganz genau ansehen. Ehrlich gesagt, bin ich mit einem außergewöhnlichen Team gesegnet. Wir haben einen erfahrenen CFO mit Bob Shanks. Den habe ich heute Morgen getroffen. Meine Güte! Der hat bei diesem Plan überall seine Finger mit drin. Um aber mal richtig zu antworten: Da muss ich noch viel machen, muss meine Hausaufgaben noch erledigen.

Selbstfahrende Autos, E-Mobile, Mobilität – die Zeichen für die Autobranche stehen eindeutig auf Tech als Fundament. Hat Ford die notwendigen Ressourcen? Falls nicht, was ist da der Plan?

Hackett: Gute Frage. Die Tatsache, dass wir heute bekannt gegeben haben, dass Marcy Klevorn als Chief Information Officer nicht nur die Oberhand über IT behält, sondern zudem auch noch Mobility und Digital übersieht, ist Beweis, dass wir die Herausforderungen ernst nehmen. Software ist eine Kombination dieser Dinge: Daten, Ingenieure, Chip-Architektur, Dienste. Diese Rubrik muss man meistern – und da bin ich in Bezug auf uns sehr zuversichtlich.

Jim Farley, Joe Hinrichs und Marcy Klevorn sind befördert worden. Scheint so, als wäre die COO-Rolle in drei Paar Hände gefallen. Stimmt das?

Hackett: Ich liebe Teams. Man muss ein Team aufstellen, das zwei Tests besteht: wollen diese Menschen zusammenarbeiten? Und: Ist das Team klein genug, dass sie schnell genug vorankommen?

Bill und ich wollen mit diesen Leuten eng zusammenarbeiten, sie unterstützen und ihnen Mitspracherecht geben. Deswegen wird die Struktur so aussehen.

Bill, heißt das, dass du aktiver ins Management des Unternehmens eingreifen wirst? Oder warst du ohnehin in der Vergangenheit bereits hinter dem Vorhang aktiv, und wir haben das einfach nicht mitbekommen?

Ford: Eher zweiteres. Ich bin jeden Tag hier. Und ich war schon jeden Tag hier. Aber ich darf mich auch nicht zu stark einmischen. Ich will nicht, dass die Leute anfangen zu zweifeln, wer hier eigentlich das Sagen hat.

Ich glaube, dass man das nuanciert betrachten muss. Ich habe den Blick schon immer nach vorne gerichtet. Das war schon beim Thema Umwelt so und ist jetzt beim Thema Mobilität. Ich habe jetzt mit Jim einen Partner, der schon immer um die Ecke gedacht hat und so sehen konnte, was wohl zu erwarten sein wird. Auch wenn man es nach außen nicht unbedingt mitbekommen wird, so werden wir beide doch jede Menge Zeit zusammen verbringen, um Ford perfekt für die Zukunft aufzustellen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Ford.

Dieser Artikel von John Rosevear erschien am 22.5.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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