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Warum Nike und Under Armour bei der Herstellung auf Hightech setzen

Bildquelle: Pixabay, hoeldino

Nike (WKN:866993), Under Armour (WKN:A0HL4V) wie auch andere Bekleidungshersteller haben in der letzten Zeit viel darüber gesprochen, dass die Herstellungsprozesse generalüberholt werden müssten. Grund dafür sind die hohen Kosten. Zusätzlich möchte man die Qualität erhöhen und flexibler auftreten können. Die Herstellungsprozesse der Textilproduktion haben sich im Vergleich mit anderen Industrien eher langsam verändert. Doch das könnte sich schon bald ändern, da sich immer mehr Unternehmen darauf konzentrieren, die Prozesse zu erneuern.

Generalüberholung

Im letzten Sommer sprach der CEO von Under Armour, Kevin Plank, mit Medien, Regierungsvertretern und anderen über ein neues Werk in der Nähe des Hauptsitzes des Unternehmens in Baltimore. Er wies darauf hin, dass die Textilherstellung größtenteils immer noch wie vor 100 Jahren vonstatten ginge. In dem neue Werk mit dem Namen Lighthouse arbeitet das Team auf 35.000 Quadratfuß mit 3D-Druckern und anderen Technologien, damit die Designer und Ingenieure neue Möglichkeiten finden können, die Produkte effizienter und hochwertiger herzustellen.

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Im September sprach bei der Telefonkonferenz mit den Analysten Mark Parker, CEO von Nike, über „ManRev“, das unternehmenseigene Programm für eine Revolution in der Herstellung. Dabei soll neue Technologie eingesetzt werden, um die aktuellen Prozesse zu erneuern, die Kosten zu reduzieren und die Produktionsgeschwindigkeit zu erhöhen. Nike hatte sich in letzter Zeit über die Möglichkeiten in der Herstellung in Schweigen gehüllt, das Unternehmen hat aber angegeben, dass Technologien wie der 3D-Druck und fortgeschrittene Automatisierungsprozesse helfen würden, diese Ziele zu erreichen.

Bildquelle: Nike.

Neue Technologie

Bereits erwähnte Technologien wie der 3D-Druck und Automatisierung sind für Unternehmen, die ihre Herstellung verbessern möchten, Standard geworden. Weitere neu Ideen wie der Einsatz von innovativen Materialien oder Partikeln, um Kleidungsstücke herzustellen oder zu verbessern, Smartphone-Apps, mit denen die Körpermaße gescannt werden können, wären hier auch noch zu erwähnen. So können die Menschen Kleidungsstücke und andere Sport-Accessoires bestellen, die besser passen und individueller sind. Das eröffnet aber auch viele neue Herstellungsmöglichkeiten in den nächsten Jahren.

Ein Beispiel dafür ist APJeT, Inc. Das Unternehmen arbeitet mit einem Plasma (der vierte Aggregatzustand einer Materie, nach fest, flüssig und gasförmig) und benutzt dafür einen patentierten Prozess, um die Oberflächen von Textilien zu bearbeiten. Darüber hinaus befindet sich das Unternehmen gerade in der Testphase für die Farbgebung von Stoffen. Das Management gab an, dass die Textilherstellung 20 % der globalen Wasserverschmutzung verursacht und das die aktuellen standardisierten Prozesse auch kostspielig wären. Durch den Einsatz dieser neuen Technologie meint das Unternehmen, man könnte mit weniger Wasser arbeiten, den Energieeinsatz drastisch senken und dabei dem Unternehmen hohe Kosten ersparen. Gleichzeitig würden Anlagen eingesetzt, die deutlich kleiner sind und damit wäre es auch deutlich einfacher, regionale Werke aufzubauen.

Aus dem neuen Werk von Under Armour. Bildquelle: Under Armour.

„Im Gegensatz zu anderen nachhaltigen Lösungen, die oftmals mehr als bestehende Systeme oder Methoden kosten, bietet APJeT Performance, Effizienz und Nachhaltigkeit bei bedeutend geringeren Kapital- und Betriebskosten“, gab der CEO John Emrich an. APJeT befindet sich zwar noch in der Testphase, das Management sagt aber, man würde bereits mit namhaften Unternehmen zusammenarbeiten, um diese Technologie zu testen.

Was das für die langfristigen Gewinne bedeuten könnte

Sowohl Nike als auch Under Armour haben Probleme damit, ihre Bruttomarge aufrecht zu halten. Viele Unternehmen stehen vor einem ähnlichen Problem, da die Kosten steigen und es immer mehr Wettbewerb aus dem Niedrigpreissegment gibt. Ein Unternehmen wie Nike, das im letzten Jahr Umsätze in Höhe von 8,4 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet hat, aber gleichzeitig mehr als 55 % an Kosten für die verkauften Güter ausgeben musste, würde deutlich profitabler arbeiten können, wenn die Bruttomarge nur leicht erhöht werden könnte. Bessere Herstellungsprozesse könnten genau das ermöglichen.

Diese Unternehmen sind auch oft dazu gezwungen, ihre Produkte zu Rabatten anzubieten. Darüber hinaus müssen sie gut planen können und diese Güter bereite Monate im voraus herstellen. Dabei gibt es nur eine geringe Möglichkeit, die notwendigen Mengen oder künftige Trends vorherzusehen. Die Rabatte senken aber gleichzeitig den durchschnittlichen Verkaufspreis, was die Bruttomarge noch weiter unter Druck setzt. Neue Technologien, die die Effizienz und die Geschwindigkeit erhöhen, sollten diesen Unternehmen helfen, das Inventar besser zu managen und höhere Gewinne einzufahren.

In der Bekleidungsindustrie, in der die Bruttomarge ständig unter Druck steht, erwarten die Kunden, dass die Unternehmen auf Nachhaltigkeit setzen. Zusätzlich sind schnellere Markteinführungszeiten vom Konzept bis in das Geschäft nötig. Dabei könnten innovative Herstellungsprozesse große Auswirkungen auf die Gewinne haben. Für die Unternehmen, die Milliarden für die Herstellung ausgeben, könnte das eine Möglichkeit sein, um bessere und nachhaltigere Produkte und Prozesse zu schaffen. Du kannst also erwarten, dass in diesem Bereich Innovationen in Zukunft ein wichtiges Thema sein werden.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Nike und Under Armour (A und C).

Dieser Artikel wurde von Seth McNew auf Englisch verfasst und am 19.05.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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