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Amazon wird 20: Was wir von dem Unternehmen mit seiner Rendite von 63.000 % lernen können

Amazon (WKN:906866) hat die Art und Weise geändert, wie die Menschen Bücher kaufen und lesen… und so ziemlich jedes andere Produkte da draußen. Das wichtigste, was Amazon in den letzten 20 Jahren geschafft hat, ist vielleicht wie das Unternehmen die Finanzen der langfristigen Investoren in die Stratosphäre katapultierte — zumindest wenn man früh genug gekauft hat. Vor 20 Jahren ging Amazon an die Börse und es war ein sehr spektakulärer Zeitraum.

Amazon ging am 15. Mai 1997 mit einem Kurs von 18 US-Dollar an die Börse. Seither gab es drei Aktiensplits, wobei zweimal im Verhältnis 2 zu 1 und einmal 3 zu 1 gesplittet wurde. Alle drei Splits ereigneten sich vor der Dotcom-Blase. Splitbereinigt sind diese 18 US-Dollar nur mehr 1,50 US-Dollar, was unglaubliche 63.765 % Rendite in den ersten 20 Jahren ergibt.

BILDQUELLE: AMAZON

Die Investoren werden nicht viele Möglichkeiten bekommen, um eine solche Rendite zu erreichen. Darüber hinaus kann eine solche Rendite lebensverändernden Wohlstand schaffen, wenn man nur früh genug kauft. David Gardner empfahl Amazon den Lesern von Motley Fool nur 4 Monate nach dem Börsengang. Er kaufte die Aktie des Online-Buchhändlers und machte Amazon Teil des Portfolios, das er online mit echtem Geld managte. Damit zeigte er anderen Investoren, wie leicht die Sache doch sein kann.

Die Aktie stieg in den ersten beiden Wochen, nachdem David gekauft hatte schon um 41 %. Die Spekulierer hätten an diesem Punkt schon verkauft, aber warum so ungeduldig? Amazon blieb in diesem Portfolio, bis dieses im Jahr 2003 aufgelöst wurde. Ein Jahr zuvor wurde Amazon einer der ersten Vorschläge für Motley Fool Stock Advisor. Die Aktie ist auch weiterhin eine der besten in diesem Newsletter-Dienst. Seit der Empfehlung im Jahr 2002 stieg sie um 6.120 %.

Jeff Bezos

Jetzt ist Amazon natürlich deutlich beliebter als im Jahr 1997. Allein im ersten Quartal konnte das Unternehmen 35,7 Milliarden US-Dollar Umsatz generieren. In den ersten drei Monaten 1997 waren es nur 16 Millionen US-Dollar. Amazon schaffte es damals, im Durchschnitt täglich 80.000 Besucher auf die Seite zu locken.Das macht sieben Millionen Gesamtbesucher im ersten Quartal 1997. 20 Jahre später ist es immer noch dasselbe Unternehmen, das über das Prime-Programm während des letzten Weihnachts-Quartals mehr als eine Milliarde Artikel ausliefern konnte.

Vor 20 Jahren kannte auch noch niemand Jeff Bezos, aber jetzt ist er der Mann, der den Kaufhäusern, Märkten für Verbraucherelektronik und sogar Supermärkten mit Amazon das Leben schwer macht.

Die Kunden lieben Amazon, aber Bezos hat viele Möglichkeit, um seine Feinde im Einzelhandel zu Freunden zu machen. Die Verkäufer können ihre Güter beispielsweise bei Amazon lagern und sie den Dutzenden von Millionen Prime-Mitgliedern innerhalb von zwei Tagen ohne zusätzliche Kosten schicken lassen. Unternehmen und selbst Wettbewerber nutzen Amazon Web Services, um ihre Daten dort zu hosten.

Amazon begann als eine Webseite, die zuerst nur Bücher und später dann auch DVDs und CDs versandte. Jetzt bietet das Unternehmen aber einen günstigeren Vertriebsweg für diese Medien. Bücherfreunde und Verlage mögen das wahrscheinlich gar nicht und zucken zusammen, wenn sie einen Kindle sehen. Aber so konnten auch jede Menge Vorteile für die Autoren generiert werden.

Die nächsten 20 Jahre werden auch spektakulär

Amazon wird nicht immer richtig liegen. Der Versuch eine Auktionsplattform konnte sich nicht durchsetzen. Es tut auch weh, wenn man an das Fire-Smartphone denkt und der neue Echo Look wird auch immer wieder zum Ziel von Häme. Amazon ist aber auch Willens, solche Rückschläge hinzunehmen und das macht das Unternehmen erst erfolgreich.

Dasselbe trifft auch auf die Aktie zu. Zwischen Ende 1999 und dem Ende der Dotcom-Blase zwei Jahre später verlor das Unternehmen 95 % seines Wertes. In 80 % der Zeit als öffentlich gehandeltes Unternehmen verlor das Unternehmen jeweils mindestens 20 %.

Wenn du dich fragst, warum Amazon trotzdem ein Gewinner ist, dann liegt das daran, weil das Unternehmen keine Angst davor hat zu verlieren — zumindest kurzfristig. Die Bären sind immer gegen Amazon, weil das Unternehmen in Innovation und nicht in kurzfristige Gewinne investiert. Hardware zu subventionieren ist eine Strategie, die für einige an Blasphemie grenzt. Den Prime-Mitgliedern Zugang zu einem wachsenden Angebot an Filmen, Fernsehsendungen, Musik und anderen Medien ohne zusätzliche Kosten zu geben, ist eine Strategie, die oberflächlich unglaublich wirkt, aber Amazon weiß, dass es darum geht, möglichst enge Beziehungen mit den Kunden einzugehen und ein Geschäftsmodell aufzubauen, das Bestand hat.

Die Kunden lieben Amazon und nach 20 Jahren lieben die Investoren Amazon wahrscheinlich noch deutlich mehr.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

Dieser Artikel wurde von Rick Munarriz auf Englisch verfasst und wurde am 17.05.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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