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Wie Procter & Gamble den Großteil seines Geldes verdient

Foto: Procter & Gamble

Procter & Gamble (WKN:852062) kontrolliert eines der größten Portfolios von Verbraucherprodukten weltweit. Die Marken umfassen die wichtigsten Industriesegmente wie Körperpflege, Hygieneartikel für Babys und Reinigungsmittel. Damit werden Produkte abgedeckt, die Millionen von Verbrauchern täglich benutzen.

Im Folgenden werfen wir einen genauen Blick darauf, wo die größten Gewinne des Unternehmens herkommen.

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Ein paar große Marken

P&G tritt in zehn Produktkategorien an, die in fünf Unternehmenssegmente aufgeteilt werden: Beauty, Gesundheit, Stoffe, Körperpflege und Hygieneartikel für Babys, Frauen und die ganze Familie.

Das größte Segment bildet ‚Stoffe‘ mit knapp einem Drittel der Umsätze und 27 % der Gewinne im letzten Jahr. Dank Tide, Ariel und Downy ist das Unternehmen im Bereich Waschmittel mit 30 % Marktanteil globaler Marktführer.

Bildquelle: Getty Images.

P&G dominiert auch das Segment Körperpflege, in dem der Gillette-Franchise unglaubliche 65 % des globalen Marktes für Rasierer und Klingen liefert. Vor ein paar Jahren waren es noch 70 % gewesen, doch inzwischen gibt es immer mehr Wettbewerb von anderen Marken sowie Online-Abonnementdiensten.

Die größte Marke von Procter & Gamble ist Pampers. Der Windel-Franchise war schon einmal 9 Milliarden US-Dollar schwer – das sind 14 % der letztjährigen Umsätze. Damit ist Procter & Gamble auch in dieser Kategorie in den USA führend. Das Konkurrenzprodukt Huggies von Kimberly-Clark (WKN:855178) ist auf Platz 2.

Der wichtigste geographische Markt

Procter & Gamble arbeitet in 70 Ländern und verkauft seine Produkte in über 180 Regionen. Ein Großteil der Umsätze, nämlich 44 % um genau zu sein, wird jedoch in den Vereinigten Staaten generiert. Diese Zahl wächst sogar noch. Im Steuerjahr 2014 waren es nämlich nur 39 % gewesen.

Procter & Gamble bleibt zwar profitabler, da es sich auf entwickelte Länder stützt, doch es wächst langsamer als die Konkurrenz. Unilever (WKN:A0JMZB) verdient 60 % seines Geschäftes in Schwellenländern wie Lateinamerika und Südostasien. Das Unternehmen konnte im letzten Jahr ein organisches Umsatzwachstum von 4 % erzielen. Verglichen mit P&Gs Wachstum von 1 % ist das richtig viel. Die operative Marge von Procter & Gamble ist mit 21 % deutlich höher als die von Unilever mit 15 % und Kimberly-Clark mit 18 %.

Operative Marge (letzte 12 Monate). Daten von YCharts.

Wie seine Rivalen ist auch Procter & Gamble mit seinem globalen Geschäft Währungsschwankungen und wirtschaftlichen Verwerfungen außerhalb der USA ausgeliefert. Im Steuerjahr 2016 verlor das Unternehmen aufgrund von Wechselkursschwankungen 6 Prozentpunkte der gemeldeten Umsätze. Im Vorjahr, als man sich aus dem venezolanischen Markt zurückziehen musste, hatte das Unternehmen damit fast 2 Milliarden US-Dollar verloren.

Ein wichtiger Kunde

P&G generiert 15 % seiner Umsätze, was etwa 10 Milliarden US-Dollar entspricht, durch Wal-Mart (WKN:860853). Das ist etwas mehr als Kimberly-Clark, das 14 % seines Geschäftes von dem weltgrößten Einzelhandelsunternehmen bekommt.

Das Verhältnis zwischen Procter & Gamble und Wal-Mart ist in letzter Zeit etwas komplizierter geworden. Als Antwort auf den rückläufigen Kundenstrom nahm Wal-Mart nämlich einige strategische Veränderungen vor, die den Umsatz und den Gewinn von P&G geschmälert hatten. Zuerst wurden weniger Marken angeboten, um den Kunden eine etwas schlankere Einkaufserfahrung zu schaffen. Damit ist jetzt weniger Platz in den Regalen für Procter & Gamble, um die Verbesserungen der Kernmarken zu präsentieren.

Wal-Mart setzte seinen Partner auch unter Druck, die Preise zu senken, um besser mit anderen Supermarktketten konkurrieren zu können. Zusätzlich steckt das Einzelhandelsunternehmen auch Ressourcen in seine eigenen Marke, die in einigen Fällen die Dominanz von Procter & Gamble in Kategorien wie Wäsche, Reinigungsmittel für zu Hause und Papiergüter in Frage stellen.

Das scheint zu funktionieren, da der Kundenstrom bei Wal-Mart im letzten Jahr wieder erhöht werden konnte. Das bedeutet aber, dass man sich bei P&G mehr auf den elektronischen Handel konzentriert muss. Im letzten Quartal konnte in diesem Kanal ein Umsatzplus von 30 % erzielt werden. Das war eines der Highlights in einem sonst schwachen Quartal. Damit ist das digitale Segment aber immer noch relativ klein und macht nur 5 % des Gesamtgeschäftes von Procter & Gamble aus. Dieser Wert muss bedeutet gesteigert werden, wenn das Unternehmen in den nächsten Jahren seinen Marktanteil behalten möchte, da immer mehr Kunden online einkaufen.

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The Motley Fool empfiehlt Kimberly-Clark und Unilever.

Dieser Artikel wurde von Demitrios Kalogeropoulos auf Englisch verfasst und am 15.05.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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