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Clever erfolgreich Investieren: Mit optimistischen, realistischen und pessimistischen Zielen!

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Wer erfolgreich investieren möchte, sollte sich bei jeder Analyse mit einem Chance-Risiko-Verhältnis in Bezug auf seine Investition auseinandersetzen.

Ich persönlich gehe bei der Erstellung dieses Profils so vor, wie es mein früherer Hochschuldozent in Organisationslehre immer bei seiner Unterrichtsstundenplanung vorgelebt hat. Dieser hatte stets ein pessimistisches Ziel, ein realistisches Ziel und ein optimistisches Ziel, das er sich selbst gesetzt hat.

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Und dieses Konzept lässt sich zweifellos auch auf Investitionsentscheidungen anwenden. Lass mich dir anhand des Beispiels der Münchener Rück (WKN: 843002) zeigen, wie ich das genau meine. Ich würde aber dabei das Wort Ziel gerne durch Sichtweise austauschen.

1) Die optimistische Sichtweise

Da wir natürlich alle Optimisten sind, fangen wir an dieser Stelle mit den optimistischen Zielen an, die man bei der Münchener Rück mit ein wenig Fantasie vornehmen kann. Aber zunächst brauchen wir ein wenig Kontext, den wir optimistisch auslegen können.

Ich wurde in letzter Zeit nicht müde zu erwähnen, dass sich das Inflationsniveau innerhalb des Euroraums erholt hat. Da Preisniveaustabilität das wichtigste Ziel unserer Europäischen Zentralbank ist und sich einige Krisenstaaten je nach Sichtweise tendenziell eher bekrabbeln, sehen viele das Ende der Niedrigzinsphase in naher oder ferner Zukunft kommen.

Die optimistische Sichtweise setzt nun also daran an, dass das Inflationsniveau die nächsten Monate weiterhin stabil bleibt und sich die ehemaligen Pleitekandidaten keine Entgleisungen mehr erlauben. Die EZB vernimmt diese Entwicklungen und trifft pflichtgemäß als (eigentlich) nichtpolitisches Institut aufgrund dessen die folgerichtige Entscheidung, der Niedrigzinsphase schnell, nachhaltig und vehement ein Ende zu setzen.

Das beflügelt sodann die Geschäftsergebnisse der Münchener Rück. Ebenfalls schnell, nachhaltig und vehement.

2) Die realistische Sichtweise

Nun, zugegeben, die oben beschriebene optimistische Sichtweise sieht bei der Münchener Rück wirklich alles rosarot. Aber es ist ja auch die eigentliche Aufgabe dieser Betrachtung, ein möglichst positives Bild zu zeichnen. Einschränkungen nimmt sodann im Weiteren die realistische Sichtweise vor.

An dieser Stelle würde ich in Bezug auf die Münchener Rück die Einschränkung dahingehend vornehmen, dass die Inflationsrate sich zwar beruhigt, aber nicht so eindeutig, dass die EZB vorschnellen Handlungsbedarf sieht. Sie beschließt, langsam und bedächtig aus der Niedrigzinsphase auszusteigen, mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse gebeutelter Staaten. Der Wandel kommt zwar, der Zeitpunkt ist allerdings noch nicht gänzlich absehbar und die Vollziehung des Wandels hat eher einen gemütlichen, vorsichtig-testenden Charakter.

Auch in diesem Szenario sollte die Münchener Rück auf lange Sicht profitieren. Zwar eher moderat und nicht ruckartig, es dürfte aber aus Ergebnis- und Gewinnsicht langsam aber sicher nach oben gehen.

3) Die pessimistische Sichtweise

Als letztes wollen wir nun ein Auge auf eine hypothetische pessimistische Sichtweise in Bezug auf die Münchener Rück werfen. Es könnte ja durchaus auch sein, dass das Inflationsniveau wieder einbricht, Staaten kriseln oder die EZB einfach, wieso auch immer, nicht gewillt ist, die Phase der niedrigen Zinsen zu beenden. Was würde in einem solchen Fall noch übrig bleiben?

Nun, in erster Linie ein Unternehmen, das zwar nicht sonderlich wächst, aber durchaus profitabel ist und auf eine beeindruckend konstante Dividendenentwicklung zurückblicken kann. Zwar ist die Münchener Rück kein Dividendenaristokrat, jedoch liegt die letzte Kürzung der Dividende mehr als 40 Jahre zurück. Auch die momentane Höhe der Dividendenrendite sieht mit 4,9 % (Kurs 175,45 Euro je Aktie, 11.05.2017) vielversprechend aus.

Pessimistisch bleibt also ein stabiler Dividendenzahler übrig, der zwar in einem solchen Szenario keine allzu großen Sprünge machen wird, mit einem aktuellen KGV von 11 allerdings auch nicht zu teuer bewertet ist.

Worauf kommt es bei dieser Methode schlussendlich an?

Abschließend möchte ich zunächst einmal festhalten, dass das oben genannte Beispiel nur eine beschränkte Sichtweise auf die Münchener Rück ist, das Unternehmen wird als Rückversicherer natürlich noch von deutlich mehr beeinflusst, als nur vom Zinsniveau der EZB. Bitte sieh daher das Ganze an dieser Stelle nicht als Empfehlung, sondern als Element der Verdeutlichung der zugrundeliegenden Methode.

Insgesamt solltest du aber, wenn du diese Vorgehensweise bei deiner Erstellung von Chance-Risiko-Profilen ernsthaft verwenden möchtest, stets darauf achten, dass dein Investment nicht erst bei einer rosarot-optimistischen Sicht Sinn ergibt, sondern dass im Regelfall bereits realistische Verhältnisse vielversprechend sind, im Idealfall natürlich sogar pessimistische.

Ach, und, falls es dich interessiert: Als Studierende haben wir damals fast immer das optimistische Ziel erreicht. Ich hoffe, das gleiche passiert dir auch bei deinen Investitionen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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