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Aktien im Rückblick: Lufthansa fliegt dem DAX davon, Leoni hängt den MDAX ab, Übernahmefantasie treibt TecDAX auf Rekordhoch

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In der vergangenen Woche, in der zahlreiche Unternehmen Quartalszahlen veröffentlichten, konnte der deutsche Leitindex seine Rekordjagd nicht fortsetzen. Deutlich besser lief es beim DAX-Favoriten Lufthansa, dessen Papiere ihren Höhenflug fortsetzten.

Einen neuen Rekord erreichte am Freitag der TecDAX, nachdem United Internet die Übernahme von Drillisch angekündigt hatte.

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Was war an der Börse los?

Wer nach dem deutlichen Sieg des europafreundlichen Kandidaten Emmanuel Macron bei den französischen Präsidentschaftswahlen einen weiteren Indexrekord erwartet hatte, wurde enttäuscht. „Alles schon eingepreist“, hieß es bei Marktbeobachtern. Die Skeptiker lagen zumindest am Montag richtig: Der DAX (WKN:846900) drang zwar zeitweise in den grünen Bereich vor, gab bis zum Handelsschluss aber 0,2 % auf 12.695 Punkte ab.

Deutlich besser lief es bei der Aktie der Merck KGaA (WKN:659990), die sich mit einem Plus von 2,1 % an die DAX-Spitze setze. Am unteren Ende der Standardwerte-Tabelle landeten die Anteilscheine von Linde (WKN:648300), die sich um 2,3 % verbilligten.

Bereits am Dienstag ging der deutsche Leitindex wieder auf Aufwärtskurs und legte 0,4 % auf 12.749 Zähler zu. Tagessieger war E.ON (WKN:ENAG99) mit einer Kurssteigerung von 4,3 %. Der Versorger hatte zwar bei der Vorlage seines Quartalsberichts einen Gewinneinbruch im ersten Jahresviertel gemeldet, seine Jahresprognose aber bekräftigt. In den Börsenkeller schickten die Marktteilnehmer die Munich Re (WKN:843002), deren Dividendenpapiere um 1,6 % nachgaben.

Am Mittwoch gönnte sich der DAX eine Verschnaufpause und ging beim Stand von 12.757 Punkten fast unverändert in den Feierabend. Deutlich besser als der Marktdurchschnitt liefen wieder einmal die Anteilscheine der Lufthansa (WKN:823212), die um 3,1 % anzogen. Damit sicherte sich die Kranich-Airline nicht nur den Tagessieg, sondern auch die Favoritenposition fürs laufende Jahr, in dem sie mit einem Zuwachs von rund 40 % den anderen deutschen Blue Chips davongeflogen ist.

Eine ähnliche Entwicklung war in der zweiten Börsenbundesliga zu beobachten. An der Spitze des MDAX (WKN:846741) zogen die Papiere von Leoni (WKN:540888) nach überzeugenden Quartalszahlen um stolze 8,5 % an. Die Aktie des Autozulieferers erhöhte den Kursgewinn im laufenden Jahr damit auf über 60 % und ließ die Konkurrenz im Feld der mittelgroßen Unternehmen weit hinter sich.

Am Donnerstag sorgten schwache US-Börsen am Nachmittag auch in Frankfurt für fallende Kurse: Der DAX verlor 0,4 % auf 12.711 Zähler. Tagesverlierer im Leitindex war die Aktie von ProSiebenSat.1 Media (WKN:PSM777), die nach der Vorlage von Quartalszahlen um 6 % einbrach. Mit diesem deutlichen Minus reagierten die Marktteilnehmer auf Äußerungen aus der Führungsetage des Medienkonzerns, laut denen der Werbemarkt sich möglicherweise schlechter als erwartet entwickeln könnte.

Wenig Grund zur Freude hatten auch die Aktionäre der Deutschen Post (WKN:555200), deren Anteilscheine um 3,4 % schwächer aus dem Handel gingen. Der Logistikkonzern hatte am Morgen fürs erste Vierteljahr ein unerwartet niedriges operatives Ergebnis gemeldet und Zweifel an der Erreichbarkeit seiner mittelfristigen Gewinnziele aufkommen lassen.

Am Freitagnachmittag kündigte sich nach den Verlusten des Vortages ein versöhnlicher Wochenausklang an: Bis 16:30 Uhr konnte der DAX sich um 0,2 % verbessern.

Deutliche Kursbewegungen gab es im TecDAX (WKN:720327): Nach der Ankündigung der Übernahme des Mobilfunkunternehmens Drillisch (WKN:554550) durch United Internet (WKN:508903) legten deren Aktien jeweils über 10 % zu.

Wie geht es weiter?

In der kommenden Woche geht die Quartalsberichtssaison langsam zu Ende. Am Montag (15.05.) legen United Internet, der Versorger RWE (WKN:703712) und der im MDAX notierte Stahlkonzern Salzgitter (WKN:620200) Zahlen vor. Am Dienstag (16.05.) berichten in den USA u. a. Home Depot und Staples.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Home Depot.

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