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Schau, was gerade in China los ist

Foto: The Motley Fool

Es ist ein Vogel, es ist ein Flugzeug, es ist … warte mal … es ist ein Flugzeug.

Am Freitag absolvierte die C919 erfolgreich ihren Jungfernflug.

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Falls du es noch nicht weißt: Die C919 ist ein Passagierjet des chinesischen Staatsunternehmens Comec. Das Flugzeug soll zwischen 158 und 168 Passagiere befördern und wird wahrscheinlich mit dem Airbus 320 und der Boeing 737 konkurrieren.

Dieser erfolgreiche Flug ist eine ziemlich große Sache, weil China in der Vergangenheit schon zuvor versucht hat einen Passagierjet herzustellen, und dabei gescheitert ist. Es ist ein weiterer Schritt, den Präsident Xi Jinping unternimmt, um mehr hochwertige Güter in China produzieren zu lassen.

Warum sich die Investoren Sorgen machen sollten

Jahrelang hatten sich die Investoren ausgemalt, welches große Potenzial China mit seinem riesigen Markt für Unternehmen aus dem Ausland werden könnte. Im Jahr 2015 hatte China ein Bruttoinlandsprodukt von fast 10 Billionen Euro. Das Land wächst immer noch mit atemberaubender Geschwindigkeit von über 6 % pro Jahr.

Das ist natürlich problematisch für die hoffnungsvollen Investoren, wenn China am Ende seine eigenen Produkte herstellt, denn dann ist all das massive Umsatzpotenzial auf einmal nicht mehr da.

Aber es geht hier nicht nur um potenzielle Umsätze. Im Jahr 2016 konnte Boeing (WKN:850471) mehr als 20 Milliarden US-Dollar Umsatz in Asien verdienen und davon kamen 10 Milliarden nur aus China. Airbus (WKN:938914) gibt die Umsätze aus China nicht gesondert an, aber die Umsätze aus Asien lagen auch hier bei über 20 Milliarden Euro.

Wenn chinesische Fluggesellschaften jetzt die Wahl zwischen einem chinesischen Produkt und einem von Boeing oder Airbus haben, wird das die aktuellen Umsätze für die beiden westlichen Unternehmen nach unten ziehen. Aber vielleicht werden die chinesischen Fluggesellschaften ja auch gar keine Wahl haben und von der Regierung gezwungen werden von chinesischen Anbietern zu kaufen.

Aber es geht nicht nur um China. Was ist mit den Nachbarstaaten in Asien? Werden die vielleicht lieber chinesische Flugzeuge kaufen, wenn sie die Möglichkeit haben? Und was ist, wenn die Flugzeuge von Comec schließlich (Achtung!) besser oder zumindest auf gleicher Höhe mit denen von Boeing und Airbus wären? Dann sprechen wir von einem Wettbewerb in Europa, den USA und dem Rest der Welt.

Natürlich geht es bei dieser Geschichte nicht nur um Flugzeuge. Man kann diese Diskussion in Bezug auf jedes einzelne Produkt führen.

Warum sich die Investoren keine (zu) großen Sorgen machen sollten

Das weiter oben gemalte Bild ist etwas zu einfach. Die C919 steht noch vor jeder Menge Hürden, bevor das Flugzeug zu einem legitimen Wettbewerber in China, ganz zu schweigen von Asien oder dem Rest der Welt, werden kann. Aber das bedeutet nicht, dass wir jetzt die Köpfe in den Sand stecken sollten.

Aber es gibt Gründe, warum man sich keine zu großen Sorgen machen sollte und es gibt immer noch Gründe, warum man optimistisch sein kann und China weiterhin jede Menge Potenzial bietet.

Zum einen stellt sich natürlich die Frage, was China als nächstes produzieren wird. Selbst wenn wir bei der C919 von einem chinesischen Flugzeug sprechen, wird das Navigationssystem vom amerikanischen Unternehmen Rockwell Collins, die Räder und Bremsen von Honeywell und die Landeausrüstung von Liebherr Aerospace aus dem Allgäu kommen. Das bedeutet, diese „chinesischen“ Produkte und Güter schaffen auch Möglichkeiten für andere Unternehmen im Ausland.

Die Investoren sollten auch nicht vergessen, welche Kraft eine Marke ausüben kann. Der weltweite Erfolg von Coca-Cola, Disney, Nike und Louis Vuitton legt ein eindrucksvolles Zeugnis darüber ab, wie stark eine Marke sein kann. Wird der Sportschuh eines Unternehmens ohne Logo so wertvoll sein wie ein Schuh von Nike? Und, es gibt auch jede Menge Unternehmen auf der ganzen Welt, die Damenhandtaschen herstellen, aber nur wenige sind so edel und begehrt wie die von Louis Vuitton.

In anderen Worten, die Strahlkraft einer Marke kann den Unternehmen helfen in China weiterhin erfolgreich zu sein, selbst wenn China technisch gesehen dieselben Güter herstellt. (Hier sollten wir aber eines sicherstellen: Es sollte uns nicht überraschen, wenn China am Ende selbst seine eigenen dominanten Premium-Marken mit weltweiter Strahlkraft aufbaut.)

Egal ob es hier um die Qualität oder um die Herstellung geht – oder ein bisschen von beidem – bestimmte Länder spezialisieren sich einfach eher auf hochwertige Güter in einer bestimmten Industrie. Die meisten größeren Länder haben ihre eigenen Autounternehmen. Trotzdem schauen die Kunden auf der ganzen Welt auf Deutschland, wenn sie Premium-Fahrzeuge wollen. Kleider und Accessoires werden überall hergestellt, doch ist Frankreich auf der ganzen Welt für seine Modeindustrie bekannt. Und wenn es um den Unterhaltungsfaktor geht, dann ist es schwer Hollywood und die USA zu schlagen.

Drei Tipps für Investoren

Und so sieht die Sache heute aus …

Fakt 1: China ist ein massiver Markt.

Fakt 2: Die chinesische Wirtschaft wächst weiterhin sehr schnell.

Fakt 3: China möchte mehr selbst produzieren, besonders, wenn es um Produkte aus dem Hightech-Bereich und hochwertigen Industriezweigen geht.

Fakt 3 unterstreicht den Flug der C919, und das ist eine Tatsache, die man als Investor nicht ignorieren sollte.

Ich denke aber, dass wir nicht vergessen sollten, dass man als Investor in China immer noch sehr gut verdienen kann, wenn man die drei folgenden Dinge beherzigt:

  • Suche nach Unternehmen mit einer großen Markenkraft, die die chinesischen Kunden auch kaufen werden, wenn dieselben Güter lokal produziert werden.
  • Suche dir Unternehmen aus, die in den Industriezweigen arbeiten, die China versucht weiter zu entwickeln wie Honeywell und Rockwell Collins mit der C919.
  • Suche nach schnell wachsenden Unternehmen in China, die das Potenzial haben, nicht nur den chinesischen Markt, sondern auch den Markt in Übersee bedienen zu können.

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Matt besitzt Aktien von Disney. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Nike und Walt Disney.

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