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Milliardenmarkt Robotik: Wie Siemens davon profitieren will

Quelle: Pixabay

Programmierbare Roboter und autonome Maschinen gehören zu den bedeutendsten Technikthemen der kommenden Jahre. Ihre Fähigkeiten nehmen mit rasender Geschwindigkeit zu und die Anwendungsfelder jenseits von monotonen Fließbandarbeiten werden ständig ausgebaut. Hier will auch Siemens (WKN:723610) ein gewichtiges Wörtchen mitreden und das könnte ein großes Geschäft werden.

Die Roboter kommen

Roboter im täglichen Arbeitseinsatz waren bisher vor allem als programmierbare kräftige Mehrachsenarme bekannt, die in fortschrittlichen Fabriken schwierige Arbeiten wie Schweißen, Bohren, Kleben oder Beschichten übernehmen. Die kleineren Geschwister bestücken in Windeseile Leiterplatten oder verrichten andere Präzisionsarbeiten. Außerhalb der Fließbandproduktion gab es lange Zeit kaum Einsatzfelder für Roboter, obwohl die menschenähnlichen Versionen etwa aus Japan seit vielen Jahren faszinieren.

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Mittlerweile ist die Entwicklung jedoch so weit vorangeschritten, dass ein Praxiseinsatz auf vielen Gebieten wirtschaftlich wird. Autonome Rasenmäher und Staubsauger, die es seit einigen Jahren zu kaufen gibt sind da nur der Anfang. Systeme für die Pflege, die Chirurgie, die Kinderbetreuung, Wartungsaufgaben und vieles mehr stehen vor dem Masseneinsatz.

Auch autonome Autos, Busse, Landwirtschaftsmaschinen und Drohnen sind letztlich Roboter. Sie alle sind programmierbar, um bestimmte Aufgaben zu verrichten. Immer häufiger werden sie zusätzlich mit verschiedenen Sinnen und künstlicher Intelligenz ausgestattet, wodurch sie Aufgaben lösen können, die ihnen so niemand beigebracht hat. Ein besonderes Einsatzfeld ist daneben die additive Fertigung, welche mit den unterschiedlichsten Materialien komplexe dreidimensionale Objekte erschaffen kann.

Die Analysten von MarketsandMarkets schätzen in einem aktuellen Report, dass der Markt für die Ausrüstung von intelligenten Fabriken (Smart Factory) bis 2022 auf 205 Mrd. US-Dollar wachsen wird, wovon Industrieroboter den größten Anteil haben. Allied Market Research geht davon aus, dass sich der Markt für Service-Roboter stürmisch entwickeln wird und 2022 Umsätze in Höhe von 35 Mrd. US-Dollar generieren wird. In der Landwirtschaft sind bis 2023 gut 27 Mrd. US-Dollar drin, meint ReportsnReports, was eine Vervielfachung vom aktuellen Niveau bedeutet.

Wo sich so große Märkte auftun verwundert es nicht, dass der Siemens-Konzern seine Fühler immer stärker ausstreckt, um davon zu profitieren.

Wo Siemens überall mitmacht

Bis in die 1990er-Jahre mischte Siemens mit der Marke Manutec aus Fürth im damals noch fragmentierten Robotermarkt mit, dann wurde der Vertrieb eingestellt und das Geschäft 2002 abgespalten. Während der Konkurrent ABB (WKN:919730) zu den führenden Herstellern von Industrierobotern gehört und auch die japanische Automatisierungs-Konkurrenz sich in den Markt eingekauft hat, sprach sich Siemens explizit dagegen aus.

Bevor 2016 die Übernahme von KUKA (WKN:620440) durch die chinesische Midea endgültig besiegelt wurde, wurden die Münchner als „Retter“ ins Gespräch gebracht, aber Joe Kaeser winkte ab. Schließlich ist es wohl für Siemens viel wichtiger, konstruktive Beziehungen zu allen Herstellern zu pflegen, anstatt nur einen davon zu besitzen.

So sind KUKA und Siemens im Jahr 2013 eine umfangreiche Kooperation eingegangen. Dabei geht es unter anderem um die gemeinsame Entwicklung von optimierten Komponenten und die Abstimmung der digitalen Schnittstellen. Seither können Roboter genauso wie Werkzeugmaschinen in einen Fabrikverbund integriert werden, was die Programmierung und Inbetriebnahme erheblich erleichtert.

Eine Besonderheit stellt die Zusammenarbeit im medizinischen Bereich dar. Mit bildgebenden Systemen, deren Arme sich völlig flexibel im Raum um den Patienten herum bewegen, ist der heutigen Healthineers ein aufsehenerregender Coup gelungen. Gut möglich, dass das Produktprogramm über die kommenden Jahre stark ausgeweitet und mit zusätzlicher Intelligenz ausgestattet wird.

Siemens ist aber nicht nur sehr umtriebig im Robotergeschäft, sondern forscht auch selbst intensiv an der nächsten Generation von Fertigungsrobotern. Die ersten Ergebnisse aus der Niederlassung in Princeton sind spannend. Im letzten Jahr wurden dort spinnenähnliche Maschinen gezeigt, die in der Lage sind, miteinander zu kooperieren, um Bauteile zu fertigen. Mit Werkzeugen oder 3D-Druck-Fähigkeiten ausgerüstet, könnten diese so komplexe Aufgaben völlig autonom verrichten. Bis die allerdings auf den Markt kommen, dürften noch einige Jahre vergehen.

Konkreter sind da schon die Beteiligungsaktivitäten. Das Münchner Start-up Magazino, in das Siemens investiert hat, stellt bereits erfolgreich Roboter für die Lagerbewirtschaftung her. Diese selbständig arbeitenden Maschinen picken sich nach Bestelleingang zielsicher die passenden Produkte aus den Regalen heraus, was den Lagerarbeitern lange Laufwege und den Unternehmen komplexe Regaltechnik erspart.

Der kürzlich ins Leben gerufene Start-up-Inkubator NEXT 47, der außerhalb der oft als starr wahrgenommenen Konzernstrukturen von Siemens arbeiten darf, lockt weitere Ideen in diese Richtung an. „Autonome Maschinen“ ist eines von fünf Schwerpunktthemen. Da der Konzern bereit ist, eine Menge Ressourcen in diese Projekte zu stecken, dürften die ersten aussichtsreichen Projekte nicht lange auf sich warten lassen.

Ein Grund zu investieren?

Siemens ist ein riesiger Konzern und die Roboteraktivitäten sind noch vergleichsweise klein. Außer vielleicht in der Gesundheitssparte sollte man von daher über die kommenden Quartale keine messbaren Effekte erwarten und sich zunächst noch auf die größeren Geschäftsbereiche konzentrieren.

Trotzdem ist es für Aktionäre beruhigend zu wissen, dass hier die Saat gelegt wird, um an einem hunderte Milliarden schweren künftigen Markt zu partizipieren. Zu bedenken ist auch, dass Siemens häufig auf verschiedene Weise von einem Technologiethema profitiert. Autonome Systeme benötigen Steuerungssoftware, Energiemanagement, Sensorik, und effiziente Antriebe sowie vielleicht eine Cloud-Anbindung und 3D-Drucktechnologie. Da geht Einiges!

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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