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Es ist wieder passiert – die letzten beiden Male, als es passierte, fiel der S&P 500 um 57 % und 19 %

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Langfristig gesehen ist die Richtung der amerikanischen Aktien eindeutig. Sie steigen. Historisch gesehen geben Aktien Renditen von etwa 7 %, wenn man die Dividenden reinvestiert. Diese Rendite ist gut genug, um sein Geld alle zehn Jahre zu verdoppeln und was noch wichtiger ist, mehr als die Inflation dabei zu verdienen, damit man wirkliche Renditen generiert.

Das bedeutet aber nicht, dass es von Zeit zu Zeit nicht auch ein paar Rücksätze gibt. Laut Daten von Yardeni Research gab es 35 Börsenkorrekturen von mindestens 10 %, wenn man auf den nächsten Wert rundet. Diese haben sich seit dem 1. Januar 1950 im S&P 500 (WKN:A0AET0) ereignet. Einige davon waren ziemlich steil, darunter die Dot-Com-Blase, bei der der S&P 500 die Hälfte seines Wertes verloren hatte und die Finanzkrise, als der S&P 500 75 % verlor.

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Sind die Rückkaufszahlen des S&P 500 eine Warnung?

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Börsenkorrekturen sind unvermeidlich und sie sind fast immer unvorhersehbar. Es gibt aber einen Indikator, der in der Retrospektive zwei größere Börsenkorrekturen in den letzten 10 Jahren angekündigt hat: Das Volumen der Aktienrückkäufe.

Laut FactSet Research Systems (WKN:901629) fiel die Zahl der vierteljährlichen Aktienrückkäufe von fast 180 Milliarden US-Dollar im Jahr 2007 vor der Finanzkrise auf weniger als 140 Milliarden US-Dollar im folgenden Quartal. Diese Rückkäufe verminderten sich in jedem einzelnen Quartal während der Rezession bis der S&P 500 weniger als 30 Milliarden US-Dollar an Aktienrückkäufen im Jahr 2009 verzeichnete. Während dieses Zeitraums fiel der S&P um 57 %.

Im Jahr 2011 fiel das Volumen der Aktienrückkäufe von fast 130 Milliarden US-Dollar auf weniger als 90 Milliarden von einem Quartal zum nächsten. Der S&P 500 brach daraufhin um 19 % ein.

Ich werde jetzt mal 3 Thesen aufstellen, was wir basierend auf den Rückkaufsdaten in Zukunft erleben werden – und die ersten beiden Thesen zählen nicht.

Im ersten Quartal 2016 erreichte das Volumen der Aktienrückkäufe 170 Milliarden US-Dollar, bevor es im zweiten Quartal um fast 40 Milliarden auf 115,6 Milliarden US-Dollar fiel. Im Jahresvergleich ist das ein Rückgang von 28 %.

Es wird noch schlimmer

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Aber warum kaufen die Unternehmen weniger ihre eigenen Aktien zurück? Das liegt sicher nicht daran, dass sie nicht genug Geld hätten. Laut einem Bericht von FactSet Insight vom März 2016 hatten die S&P 500-Unternehmen mit Ausnahme der Finanzunternehmen rekordverdächtig viel Geld auf der hohen Kante liegen: 1,44 Billionen US-Dollar. Seit Anfang 2007 haben sich die Barmittel der Unternehmen also verdoppelt. In anderen Worten, die Unternehmen kaufen ihre eigenen Aktien jetzt nicht mehr, weil es entweder wirtschaftliche Unsicherheit gibt oder weil sie glauben, dass ihre eigenen Aktien nicht mehr genug Werte liefern.

Aber es gibt noch weitere Gründe, besorgt zu sein.

Ein Bericht von Yardeni Research aus der letzten Woche fand heraus, dass die Gewinne beim S&P 500 der letzten 12 Monate im vierten Quartal 919,9 Milliarden US-Dollar betragen hatten. In Q4 2016 erreichten die Rückkäufe 536,4 Milliarden US-Dollar. Die gesamten Dividenden erreichten 400 Milliarden US-Dollar in Q1 2017. Kurz gesagt, die Unternehmen geben mehr für Rückkäufe und Dividenden zusammen aus (101,3 %), als sie überhaupt an Nettogewinnen erwirtschaften. Das letzte Mal, als so etwas passiert ist, hatten wir das Jahr 2007 direkt vor der Finanzkrise.

Diese Daten zeigen, dass teilweise die Energieunternehmen hier die Schuldigen sind, da sie ihre Rückkäufe und Dividenden mit Schulden finanzieren, um ihre Kurse aufrechterhalten zu können. Es ist aber besorgniserregend, dass die Unternehmen im S&P 500 ihre hohen Dividenden und Rückkäufe nicht mehr mit ihren Gewinnen selbst finanzieren können.

Alles zusammen könnte man annehmen, dass wir vor einer zweistelligen Börsenkorrektur stehen.

Was man nicht vergessen sollte

Es ist auch wichtig für die Investoren, bei diesen Rückkaufsdaten nicht in Panik zu geraten, egal welche Korrelation es in den letzten 10 Jahren mit Börsenkorrekturen und Börseneinbrüchen gab.

Der Grund dafür ist sehr einfach. Großartige Aktien regelmäßig zu kaufen und sie lange zu halten, ist eine Gewinnerstrategie. Die Daten lügen nicht. Trotz 35 Börsenkorrekturen seit anfang 1950 hat ein Bullenmarkt jede einzelne Korrektur wieder ausgeglichen und das viele Male innerhalb von Wochen oder Monaten.

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Ein eigener Bericht von J.P. Morgan Asset Management fand heraus, dass das Kaufen und Halten das S&P 500 für 20 Jahre zwischen dem 3. Januar 1995 und dem 31. Dezember 2014 den Investoren eine Gesamtrendite von 555 % oder 9,9 % pro Jahr gebracht hätte. Das beinhaltet auch einen Rückgang um etwa 50 % während der Dot-Com-Blase und einen Rückgang um 57 % während der Finanzkrise.

Hätten die Investoren versucht, den Markt zu timen und die 10 besten Handelstage verpasst, dann hätte sich diese Rendite mehr als halbiert. Hätte man mehr als 30 der besten Handelstage in diesem Zeitraum von über 5.000 Tagen verpasst, dann wäre die ganze Rendite weg gewesen.

Selbst wenn eine Börsenkorrektur jetzt wahrscheinlich wirkt, legen die Daten doch nahe, dass hochwertige Unternehmen, die man regelmäßig kauft, eine der smartesten Möglichkeiten ist, um langfristig Wohlstand aufzubauen.

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The Motley Fool hält und empfiehlt FactSet Research Systems.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 05.05.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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