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Wird American Airlines jemals den Airbus A350 kaufen?

Bildquelle: Pixabay, ho7dog

American Airlines (WKN:A1W97M) ist einer der größten Kunden von Airbus (WKN:938914). Es scheint aber so, als wäre American Airlines mit den wichtigsten Modellen von Airbus nicht mehr ganz einverstanden.

Vor weniger als einem Jahr verschob American Airlines die Bestellung von 22 A350-Flugzeugen nach hinten. Die amerikanische Airline hatte ursprünglich geplant, 14 Mal den A350 in den Jahren 2017 und 2018 zu kaufen. Jetzt wurde aber die Abnahme auf Ende 2018 verschoben. Der Rest soll jetzt zwischen 2019 und 2022 geliefert werden.

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American Airlines hat seine Bestellungen für den Airbus A350 noch einmal nach hinten verschoben. Bildquelle: Airbus

Ende letzten Monats verkündete American Airlines, man habe die Bestellung um weitere zwei Jahre nach hinten verschoben. Das Unternehmen behauptet immer noch, dass man den A350 in die Flotte aufnehmen werde. Es ist aber nicht klar, ob es überhaupt sinnvoll für American Airlines ist, diese Bestellung überhaupt anzunehmen.

Geringere Investitionsausgaben

In den letzten Jahren hat American Airlines sehr viel dafür ausgegeben, die eigene Flotte zu modernisieren. Im letzten Jahr sind allerdings die Gewinne unter Druck geraten. Das Unternehmen hat damit begonnen, die Investitionsausgaben im Schach zu halten. American musste auch das internationale Wachstum etwas eingrenzen, da die Marktbedingungen gerade schwierig sind.

Eine Begrenzung der Investitionsausgaben wird in den nächsten Jahren sehr wichtig, da American Airlines Verbindlichkeiten in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar hat, die zwischen 2018 und 2021 fällig werden.
Laut CFO Derek Kerr werden durch die Aufschiebung der Bestellung die Investitionsausgaben um rund 500 Millionen US-Dollar im Jahr 2017 und um 700 Millionen US-Dollar im Jahr 2018 gesenkt. Die letzte Vertagung wird im Jahr 2018 weitere 500 Millionen und in den Jahren 2019 und 2020 jeweils 300 Millionen US-Dollar sparen.

Braucht American Airlines die Flugzeuge überhaupt?

Es ist nicht klar, ob American Airlines die Flugzeuge überhaupt brauchen wird, wenn sie dann beim Unternehmen endlich ankommen. Aufgrund des Modernisierungsprogramms hat die Fluggesellschaft keine Flugzeuge mehr in der Flotte, die kurzfristig ersetzt werden müssen.

American Airlines hat relativ neue Flugzeuge. Bildquelle: American Airlines

Der Airbus A350 könnte ein guter Ersatz für die 47 777-200ER von Boeing (WKN:850471) sein. Diese Flugzeuge sind aber erst 16 Jahre alt. Darüber hinaus ist der 777 von Boeing ein außerordentlich zuverlässiges Modell. American Airlines befindet sich auch mitten in der Modernisierung der Flotte, um zusätzliche Plätze in jedes Flugzeug einzubauen und um damit die Kosten pro Platz zu reduzieren. Alles in allem werden diese Flugzeuge wahrscheinlich noch 10 Jahre fliegen.

Alternativ könnte American Airlines die A350-Flugzeuge zum Wachstum benutzen und nicht um andere damit zu ersetzen. Das zukünftige langfristige Wachstum hängt aber von Angebot und Nachfrage auf den internationalen Märkten ab. Wenn die Internationalen Routen mit einer übermäßigen Kapazität in ein paar Jahren überflutet werden, dann könnte American Airlines die Flugzeuge vielleicht noch später erst annehmen.

Der A350-900 ist den Flugzeugen von Boeing sehr ähnlich

Ein weiteres Problem, das American Airlines in Betracht ziehen muss, sind die Gemeinsamkeiten zwischen dem A350 und den Boeing-Modellen 777 und 787. American hat die Lieferung der A350-Flugzeuge schon zweimal im letzten Jahr nach hinten verschoben, die Bestellungen für den 787 Dreamliner aber mehr oder weniger so gelassen, wie sie waren. Bis Anfang 2019 wird das Unternehmen 42 Dreamliner in der Flotte haben.

Aufgrund der Tatsache, dass American Airlines jede Menge 777 und 787er in seiner Flotte hat, braucht das Unternehmen den A350 nicht unbedingt. Die Flugzeuge von Boeing können dieselben Märkte bedienen wie der A350. Im Gegensatz dazu sind die meisten internationalen Flüge von American 3500 bis 4500 Meilen lang. Wir sprechen hier von Flügen von Miami nach Südamerika oder vom Nordosten nach Europa. American Airlines wäre vielleicht besser beraten, die A350-Bestellung in den günstigeren A330neo umzuwandeln, der jede Menge Reichweite und auch wettbewerbsfähige Kosten für solche langen Flüge hat. Das würde weitere Investitionsausgaben beschränken.

Airbus kann es sich leisten

Es wäre nicht notwendigerweise etwas Schlechtes für Airbus, wenn American Airlines statt des A350 den A330neo kaufen würde. Der A350 hat ein riesig langes Auftragsbuch mit mehr als 700 noch nicht abgearbeiteten Bestellungen. Airbus erhielt aber nur 3 Bestellungen für den A350 im ersten Quartal. Das Unternehmen konnte aber eine Bestellung für 20 A350-900er von China Southern Airlines für sich gewinnen. Das deutet schon an, dass die Nachfrage weiterhin gesund ist.

Im Gegensatz dazu hat Airbus nur gut 200 Bestellungen für den A330neo und viele dieser Bestellungen reichen weit in die Zukunft. Kurz gesagt, muss Airbus deutlich mehr A330neos aus als A350-Flugzeuge verkaufen. Daher könnten beide Seiten davon profitieren, die immer weiter nach hinten geschobenen A350-Bestellungen gegen A330neos umzutauschen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Adam Levine-Weinberg auf Englisch verfasst und wurde am 06.05.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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