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Wie General Motors auf selbstfahrende Autos setzt

Quelle: General Motors.

Unter den Autobauern hat General Motors (WKN:A1C9CM) jede Menge zu verlieren. Aber dieser Automobilkonzern hat gute Karten im Bereich selbstfahrende Autos. Es folgen drei Beispiele, wie General Motors auf diesen Trend setzt.

1. Start-ups

BILDQUELLE: GENERAL MOTORS. DER PRÄSIDENT VON GENERAL MOTORS DAN AMMANN (RECHTS) MIT DEN GRÜNDERN VON CRUISE AUTOMATION KYLE VOGT (MITTE) UND DANIEL KAN (LINKS).

Was macht ein großes Unternehmen, wenn es in einen kleinen, innovativen Markt vorstoßen möchte? Entweder stellt es die eigene Unternehmenskultur auf dem Kopf, um wie ein Start-up zu denken oder es kauft gleich eines. General Motors hat sich zu letzterem entschlossen. Im letzten März kaufte das Unternehmen das Start-up Cruise Automation aus San Francisco. Bei der Verkündung der Übernahme gab Mark Reuss, seines Zeichens Global Product Chief folgendes an: “Cruise gibt unserem Unternehmen eine einzigartige Technologie und Vorteile, die es so in der Industrie nicht gibt.”

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General Motors ist aber nicht das einzige große Unternehmen, das in diesem Bereich Übernahmen tätigt. Uber kaufte das Unternehmen im Bereich selbstfahrende LKWs Otto. Darüberhinaus hat das Unternehmen gerade auch einen Rechtsstreit mit Alphabet (WKN:A14Y6H) am Hals. Intel zahlte ganze 15 Milliarden US-Dollar für Mobileye N.V., um in diesen Markt einzusteigen.

2. Geld

Wenn es um selbstfahrende Autos geht, dann werden einige Unternehmen vielleicht sagen, dass sie in diesem Markt aktiv sind, ohne aber Geld dafür auf den Tisch zu legen. Nicht so General Motors. Laut Vox Media, einem Nachrichtenunternehmen im Tech-Bereich gab GM über 1 Milliarde US-Dollar für die Übernahme von Cruise Automation aus und legt noch weiterhin Geld auf den Tisch, um in diesem Bereich weitere Fortschritte zu machen. Letzte Woche verkündete das Unternehmen Pläne, in den nächsten 5 Jahren 1.100 zusätzliche Mitarbeiter anheuern zu wollen. Das ist schon jede Menge, wenn man bedenkt, dass Cruise aktuell nur 40 Personen beschäftigt. GM wird 14 Millionen US-Dollar in eine neue Einrichtung für Forschung und Entwicklung investieren.

“Ein expandierendes Team bei Cruise Automation und deren Verbindung mit unseren Ingenieuren ist ein wichtiger Schritt bei unserer Arbeit, um die Zukunft der individuellen Mobilität zu neu zu definieren”, sagte die Vorsitzende und CEO von GM, Mary Barra. “Die selbstfahrende Technologie bietet in Form von erhöhter Sicherheit und besseren Zugang zu Transportmöglichkeiten große Vorteile für die Gesellschaft.”

3. Politik

BILDQUELLE: ALPHABET. DAS SELBSTFAHRENDE AUTO VON WEYMO, DAS VON DER GESETZGEBUNG PROFITIERT, DIE AUCH GM UNTERSTÜTZT.

Unternehmen schaffen Wettbewerbsvorteile auf vielerlei Weise. General Motors arbeitet schon lange im Automobilbereich und versucht deswegen auch die Politik in dieser Hinsicht zu beeinflussen. Zuerst sicherte sich das Unternehmen Steuervorteile für die Expansion. Dank dem Gouverneur von Kalifornien Jeff Brown und dem Office of Business and Economic Development bekommt General Motors eine Steuererleichterung von 8 Milliarden US-Dollar für den Ausbau der Forschungseinrichtung. Bisher hat kein anderer öffentlich gehandelte Autohersteller diesen Vorteil für sich in Anspruch genommen. Zusätzlich engagierte General Motors auch Lobbyisten, um diese Regularien zu beeinflussen. Laut eines Berichtes von Car and Driver heuerte GM das Lobby-Unternehmen Colorado an, um ein entsprechendes Gesetz vorzuschlagen, das es illegal für nicht-traditionelle Autobauer machen würde, um selbstfahrende Autos auf den Markt zu bringen. Das hätte riesige Auswirkungen auf Tech-Unternehmen wie Alphabet, Apple und andere, die mit ihren eigenen selbstfahrenden Autos experimentieren. Einige Tech-Unternehmen und andere Autobauer haben mit ihrer eigenen Lobby-Gruppe schon zurückgeschlagen und waren mit ihren Bemühungen bisher auch größtenteils erfolgreich.

Wird GM das Rennen gewinnen?

Mit der Übernahme eines Start-ups, viel Geld zur Verfügung und einem guten Verständnis der Möglichkeiten in Bezug auf die Regulierungsbehörden hat General Motors klar gemacht, dass man in diesen Bereichen nicht zurückgelassen werden möchte. Es bleibt abzuwarten, ob der Autobauer aber sich eine Führungsposition sichern kann. Andere Unternehmen wie Alphabet folgen ähnlichen Strategien. Diejenigen, die glauben, dass es dabei nur um die Technik geht, zögern vielleicht noch, auf die größten und ältesten Autobauer zu sehr zu setzen, egal wie viel GM auf sich selbst wettet.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C) und Apple. The Motley Fool empfiehlt Intel.

Dieser Artikel wurde von Justin Loiseau auf Englisch verfasst und am 29.04.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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