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Der Quartalsbericht von Starbucks sollte dieses Mal sehr interessant sein

Foto: The Motley Fool.

Starbucks (WKN:884437) ist der Liebling vieler Investoren und Kaffeetrinker, doch das manchmal etwas kontroverse Unternehmen konnte im letzten Jahr mit der Rallye des Marktes nicht mithalten. Das Geschäft selbst hat sich verglichen mit dem Rest des Einzelhandels sehr gut entwickelt, die Aktie hat mit ihrem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 30 aber höhere Erwartungen mit eingepreist als die meisten anderen in diesem Bereich.

Ein wichtiger Punkt im letzten Quartal war das Wachstum der flächenbereinigten Umsätzen von nur 3 %. Das lag unter den Erwartungen der Analysten und dem Ziel des Unternehmens, das eigentlich im mittleren einstelligen Bereich angesetzt war. Starbucks musste sich auch einiges anhören, als das Unternehmen verkündete, dass man weltweit 10.000 Flüchtlinge einstellen wolle.

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Trotz einer langen Erfolgsgeschichte und einer ikonischen Marke befindet sich das Unternehmen gerade in eienr Übergangsphase. Hier sind vier Dinge, auf die man während des Quartalsberichts und der Telefonkonferenz achten sollte.

Der Einhorn-Frappuccino ist nur bis 23. April verfügbar. Bildquelle: Starbucks.

Der Einhorn-Frappuccino ist nur bis 23. April verfügbar. Bildquelle: Starbucks.

1. Ein neuer CEO

Howard Schultz trat Anfang April zurück und wurde Executive Vice Chairman des Unternehmens. Seinen Posten übernahm Kevin Johnson, der zuvor Präsident und COO gewesen war. Schultz war bereits im Jahr 2000 schon einmal zurückgetreten und damals war die Sache nicht besonders gut gelaufen. MarketWatch meldete, dass die Aktie in den ersten sieben Wochen nach seinem Rücktritt im Jahr 2000 um 28 % gefallen war. Dieses Mal ist Starbucks, wie auch die amerikanische Wirtschaft, in deutlich besserer Form. Schultz sagte, er würde im Vorstand eine aktivere Rolle einnehmen und die Markteinführung der Premium-Röstereien abwickeln.

Johnson ist bereits seit 2009 im Vorstand von Starbucks tätig. Damals war Schultz gerade zurückgekommen und hatte das Ruder herum gerissen. Im Jahr 2015 wurde er Chief Operating Officer. Daher werden die Investoren genau darauf achten, was er während seiner ersten Telefonkonferenz als CEO zu sagen hat.

2. Probleme bei den mobilen Bestellungen

Johnson wird vielleicht darüber sprechen, wie das Unternehmen das mobile Bestell- und Bezahlprogramm verbessern möchte. Diese digitale Initiative ist nämlich sehr schnell gewachsen, sogar so schnell, dass operative Probleme aufgetreten sind. Bei den Abholungen kam es nämlich zu verlängerten Wartezeiten.

Starbucks glaubt, dass aufgrund dieser längeren Wartezeiten die Kunden den Eindruck haben, dass die Läden voller wären, als sie wirklich sind. Daher drehen sich viele um und gehen wieder. Das Unternehmen betonte aber, dass wahrscheinliche das der Grund für den Rückgang beim flächenbereinigten Umsatzwachstum gewesen war. Die Investoren sollten auch aufpassen, wie man dieses Problem lösen möchte. Eine weitere wichtige Frage wird sein, ob das Unternehmen immer noch glaubt, dass das flächenbereinigte Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte um 5-6 % steigen kann.

3. Die Treuekarten

Im letzten Quartal merkte das Management an, dass es jede Menge Aktivierungen und Wiederaufladungen der Treuekarten gab. Der Betrag belief sich auf 2,1 Milliarden US-Dollar, der die optimistischsten Erwartungen des Management sogar noch übertreffen konnte. Das ist nicht nur wunderbar, weil diese Karten auf Stammkunden hindeuten, sondern auch, weil Starbucks dieses Geld benutzen kann, bevor die Bestellungen überhaupt eingehen. Jeder, der sich im Finanzbereich etwas auskennt, weiß, dass ein Dollar heute mehr wert ist als ein Dollar morgen.

Das Unternehmen zählte am Ende des letzte Quartals 1,5 Milliarden US-Dollar an Aufladungen in der Bilanz. Das ist ein Anstieg um 10 % verglichen mit dem Vorjahresquartal. Dieses Geld könnte in neue Läden, Aktienrückkäufe oder Wertpapier-Investitionen fließen. Man sollte dieses Programm im Auge behalten, da es ein wichtiger Hinweis darauf ist, wie treu die Kunden sind und wie flexibel Starbucks finanziell ist.

4. Innovation

Achtung, die Einhörner kommen, zumindest der Einhorn-Frappuccino, der dem Publikum am 19. April über die sozialen Medien vorgestellt wurde. Das ist ein Mix aus Vollmilch, Sahne, pinkem und blauem Sirup wie auch Zucker, der dafür sorgt, dass dieses Gebräu seine Farbe ändert. Es beinhaltet darüber hinaus 10 Gramm gesättigte Fettsäuren und 59 Gramm Zucker. Zum Glück für die Gesundheit Amerikas war dieses Getränk allerdings nur vom 19. bis zum 23. April verfügbar.

Dieses Getränk und die einhergehende Publicity markieren einen wichtigen Charakterzug des Unternehmens: Innovation. Starbucks versucht aber auch mehr glutenfreie Speisen anzubieten und seine die Umsätze zur Mittagszeit mit mehr frischen Gerichten aufzubessern. Das neue Angebot wird gerade in Chicago getestet, daher sollten die Investoren auch bei dieser Initiative auf Neuigkeiten achten, wie auch auf andere Innovationen, die Johnson, Schultz und das Unternehmen vielleicht sonst noch in der Hinterhand parat haben.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Starbucks.

Dieser Artikel wurde von Billy Duberstein auf Englisch verfasst und am 24.04.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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