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Diese 3 Kennzahlen sollten Nordex-Aktionäre unbedingt kennen

Die Aktie von Nordex (WKN:A0D655) hat in den letzten 12 Monaten den ein oder anderen dramatischen Kurssturz erlebt, so dass sich der Wertverlust inzwischen auf mehr als 50 % summiert. Daher ist es derzeit umso wichtiger, die Kennzahlen zu kennen, um entscheiden zu können, ob sich die Investition in das Unternehmen lohnt. Hier sind drei der interessantesten Zahlen.

1. Das stabile Service-Geschäft macht inzwischen 8 % am Gesamtumsatz aus

Versucht man nun als Anleger die Zukunftsaussichten des Nordex-Konzerns einzuschätzen, ist es wichtig zu beachten, dass das Geschäft nicht nur aus dem Verkauf von Windkraftanlagen besteht. Vielmehr besteht es aus dem einmaligen Verkauf der Anlagen, der in vielen Fällen mit einem langjährigen Wartungsvertrag verbunden ist. Das bedeutet, dass jede verkaufte Windkraftanlage über viele Jahre eine konstante Einnahmequelle darstellt. Da die Wartung häufig wesentlich lukrativer ist, als der Verkauf der Anlage selbst, gilt daher: Je größer die Zahl der installierten Windräder, desto besser.

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In dieser Hinsicht ist Nordex scheinbar gut aufgestellt. Im vergangenen Jahr hat der gesamte Wert der Serviceverträge beispielsweise um 70 % zugelegt und auch in Zukunft soll das Servicegeschäft weiter wachsen. Im letzten Jahr lag der Anteil am Gesamtumsatz bereits bei knapp 8 %, der Anteil am Gewinn vor Steuern erreichte dagegen fast 25 %. Je mehr Anlagen in Betrieb sind, desto höher und stabiler also der Gewinn.

2. Bestellungen im vergangenen Jahr um 33 % gestiegen

Dennoch ist auch die Entwicklung der Bestellungen ein wichtiger Indikator für das zukünftige Wachstum. In dieser Hinsicht muss man sich jedoch auch keine Sorgen machen. Im vergangenen Jahr sind die neuen Bestellungen gegenüber dem Vorjahr um beachtliche 34 % gestiegen. Das liegt zwar natürlich unter anderem an der großen Übernahme zu Beginn des letzten Jahres, doch ein nicht unerheblicher Teil ist auch auf das operative Geschäft zurückzuführen.

Mit dem steigenden Auftragsvolumen sollte sich auch der zukünftige Umsatz nach oben bewegen. Sofern es nicht zu einem Preissturz kommt, dürfte langfristig auch der Gewinn von dieser Entwicklung profitieren. Momentan gibt es in der Branche zwar tatsächlich einen leichten Preisdruck, doch insgesamt sieht die Marktlage alles andere als schlecht aus.

3. Gewinn je Aktie bei 1,03 Euro im vergangenen Geschäftsjahr

Die gute Marktlage lässt sich ganz einfach daran ablesen, dass das Ergebnis je Aktie im letzten Jahr um 58 % auf 1,03 Euro gestiegen ist. Allerdings zeigt sich natürlich auch hier wieder der Einfluss der Übernahme zu Beginn des letzten Jahres, der den direkten Vergleich erschwert.

Für das laufende Jahr wird zwar keine konkrete Prognose gegeben, doch wird erwartet, dass die EBITDA-Marge, also die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern, und Abschreibungen auf dem gleichen Niveau liegen wird, wie im letzten Jahr. Der Umsatz soll hingegen leicht sinken. Daher ist es wahrscheinlich, dass auch der Gewinn je Aktie leicht sinken wird. Doch der Rückgang sollte sich auf Grund der stabilen Marge auf geringem Niveau bewegen. Damit würde sich auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis nur leicht vom derzeitigen Niveau von 13, bei einem Kurs von 13,50 Euro (21.04.2017) erhöhen und die Aktie zumindest in dieser Hinsicht nicht viel teurer werden.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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