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Bereitet sich Ford darauf vor, Uber Konkurrenz zu machen?

Bildquelle: Pixabay, Boenz

Ford Motor Company (WKN:502391) sagte, man würde bis zum Jahr 2021 mit der Massenproduktion eines selbstfahrenden Autos beginnen, das für Taxi-Dienste und Carsharing eingesetzt werden soll.

Das wirft aber eine wichtige Frage auf: Wer wird dieses selbstfahrende Auto kaufen? Die meisten Taxi-Unternehmen haben nämlich bereits Verträge mit anderen Autoherstellern.

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Wird Ford hier der letzte sein und nichts mehr abbekommen? Oder plant Ford etwa einen eigenen Taxi-Dienst?

Ford benutzt eine ganze Flotte von selbstfahrenden Fusion-Hybridfahrzeugen, um sein erstes selbstfahrendes Auto für den Massenmarkt zu entwickeln. Bildquelle: Ford Motor Company.

Ford benutzt eine ganze Flotte von selbstfahrenden Fusion-Hybridfahrzeugen, um sein erstes selbstfahrendes Auto für den Massenmarkt zu entwickeln. Bildquelle: Ford Motor Company.

Warum Ford vielleicht plant, Uber Konkurrenz zu machen

Hier einmal die Fakten:

  • Ford sagte, man würde bis 2021 mit der Massenproduktion eines selbstfahrenden Autos Level 4 für Taxidienste und Carsharing beginnen (Level 4 bedeutet, dass das Fahrzeug auf bestimmte Bereiche, für die es ausführliche Karten gibt, beschränkt ist. Damit wären, laut Ford, größere Ballungsräume und einige Autobahnen gemeint).
  • Der CTO und Produktchef Raj Nair sagte, dass dieses Fahrzeug speziell dafür designt werde, um Mobilitätsdienste anzubieten. Es wäre ein komplett neues Fahrzeug, das auf keinem aktuellen Ford-Modell basiert.
  • Der selbstfahrende Ford wird ein Hybrid sein, vielleicht ein Plug-In-Hybrid, aber nicht voll elektrisch. Das legt schon nahe, dass Ford erwartet, dass das Fahrzeug rund um die Uhr genutzt wird, ohne dass viel Zeit für das Aufladen zur Verfügung stehen wird.
  • Das neue Fahrzeug wird im Werk in Flat Rock, Michigan, hergestellt. Ford investiert dort 700 Millionen US-Dollar in die Produktion dieses Fahrzeugs und eines neuen elektrischen SUVs.

Kurz gesagt, Ford möchte in etwa vier Jahren eine ganze Reihe von selbstfahrenden Autos in Ballungsräumen zu kommerziellen Zwecken einsetzen. Wie zuvor schon erwähnt, wirft das eine offensichtliche Frage auf: Wer wird sie kaufen?

Die Antwort könnte Uber Technologies sein, aber ist es wahrscheinlich nicht. Nicht nur hat Uber schon sein eigenes Forschungsprogramm für selbstfahrende Autos, das Unternehmen hat auch noch einen Vertrag mit Daimler (WKN:710000), um solche Autos von den Schwaben zu kaufen.

Die Antwort lautet mit größter Sicherheit auch nicht Lyft. General Motors (WKN:A1C9CM) besitzt einen Anteil von 9 % an Lyft und hat klar gemacht, dass man selbstfahrende Versionen des elektrischen Chevrolet Bolt EV schon bald mit Lyft anbieten wird. Ein großer Testlauf könnte bereits Ende des Jahres starten.

Natürlich gibt es noch andere Taxi-Dienste in anderen Teilen der Welt. Zum Beispiel gibt es in China Didi Chuxing, das ein riesiges Potenzial für ein selbstfahrendes Auto von Ford darstellen könnte. Aber ich glaube nicht, dass das die Antwort ist. Wenn Ford planen würde, selbstfahrende Autos an Didi zu verkaufen, dann würde das Unternehmen das Auto wahrscheinlich auch in China bauen. Aber das macht das Unternehmen nicht, das Fahrzeug wird in den Vereinigten Staaten gebaut.

Was wäre, wenn der Kunde für die selbstfahrenden Autos von Ford … ein Taxidienst von Ford wäre?

Wie das zusammenpassen könnte

Es ist gut möglich, dass Ford heimlich still und leise an seinem eigenen Taxi-Dienst arbeitet. Das würde mit anderen Aspekten der Mobilitätsinitiative des Unternehmens zusammen passen. Im Moment wäre das allerdings noch etwas begrenzt.

Diese Aspekte beinhalten eine Smartphone-App namens FordPass. Mit dieser App könnte man alle neuen Mobilitätsdienste von Ford steuern.

Wird sich ein Taxi-Dienst zu den Shuttle-Diensten und dem Bike-Sharing im Rahmen einer größeren Mobilitätsinitiative gesellen? Bildquelle: Ford Motor Company.

Abgesehen von einigen Grunddiensten für die Besitzer eines Ford bietet der FordPass aktuell nicht besonders viel. Aber einige Analysten (darunter auch euer bescheidener Fool) sehen in nicht allzu ferner Zukunft diese App als die Basis für mehr Mobilitätsdienste. Dazu könnte folgendes gehören:

  • Ford GoBike, ein Fahrrad-Sharing-Dienst, den Ford in großen Städten anbietet.
  • Chariot, ein kostengünstiger Shuttle-Dienst, der auf bestimmten Routen betrieben wird. Diese Routen werden teilweise von den FordBikes bestimmt.
  • Dienste, um auf Reisen Parkplätze oder Ziele zu finden.

Der alte Rivale General Motors scheint etwas ähnliches zu planen. GM hat bisher noch keine integrierte App wie den FordPass, aber das Unternehmen hat ein Arrangement mit Lyft geschlossen und verfügt über ein eigenes Carsharing-Unternehmen mit dem Namen Maven.

Ist das der Plan?

Das wissen wir noch nicht und Ford sagt es uns auch nicht. Es ist möglich, dass Ford es selbst noch nicht so genau weiß, da sich das Unternehmen vielleicht erst einmal einige Optionen ansieht. Aber es scheint gut möglich, dass sich Ford dazu entschließen könnte. Die beste Möglichkeit, um der „Störung“ durch die Taxi-Dienste wie Uber und Lyft entgegenzuwirken, wäre einen eigenen Dienst mit der eigenen bekannten Marke anzubieten. Was meinst du?

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 The Motley Fool besitzt und empfiehlt Ford.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 9.4.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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