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Wo Goldcorp das meiste Geld macht

Foto: Franco Nevada Corporation

Die Bergbaubranche scheint ziemlich simpel zu sein: Schnapp dir eine Schaufel und beginn, Dinge aus dem Boden zu graben. Es ist jedoch nicht ganz so einfach herauszufinden, wie Unternehmen genau ihre Einnahmen erwirtschaften. Beispielsweise fließen bei Goldcorp (WKN:890493) die Erlöse aus dem Verkauf von Silber, Kupfer, Zink und Blei in die Gesamteinnahmen ein. Das Unternehmen generiert seinen Gewinn aber vor allem aus dem Verkauf von Gold. Vom Gesamtumsatz von 2016 von 3,5 Mrd. US-Dollar entfielen laut dem Jahresabschlussbericht 2016 2,86 Mrd. (81,5 % des Gesamtumsatzes) auf den Goldverkauf. Die Erlöse aus dem Silberverkauf betrugen lediglich 384 Mio. US-Dollar, während übrige Rohstoffe auf 265 Mio. US-Dollar kamen.

Goldcorp, das Minen auf dem gesamten amerikanischen Doppelkontinenten betreibt, hat gerade mit der Ausführung eines Fünfjahresplans begonnen, der – wie das Management glaubt – den Nettoinventarwert je Aktie steigern wird. Blicken wir doch etwas näher darauf, welche Bedeutung der Goldverkauf für das Unternehmen hat.

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Wo das Gold am meisten glänzt

Goldcorp betreibt Goldminen in Kanada und in ganz Lateinamerika, aber es war die einzige in Mexiko betriebene Mine des Unternehmens, die im vergangenen Jahr den Großteil des Gewinns beisteuerte. Penasquito, Mexikos größte Goldmine, förderte im vergangenen Geschäftsjahr 465.000 Unzen Gold. Sie lag mit einem Umsatz von 1,04 Mrd. US-Dollar weit über dem Fördervolumen von Cerro Negro, Goldcorps zweitproduktivsten Mine, die im Geschäftsjahr 2016 auf 363.000 Unzen Gold im Gesamtwert von 532 Mio. US-Dollar kam.

Foto: Wikimedia Commons, Yewenyi

Foto: Wikimedia Commons, Yewenyi

Es scheint recht logisch, Penasquitos hohe nachhaltigen Gesamtförderkosten dafür verantwortlich zu machen, dass die Mine nicht zu den profitableren Operationen des Unternehmens zählt – die Gesamtförderkosten der Mine betrugen im vergangenen Jahr 937 US-Dollar je Unze, während Goldcorps konzernweite Gesamtförderkosten bei 856 US-Dollar lagen – aber die Annahme wäre zu kurzsichtig.

Goldcorps Jahresabschlussbericht 2016 zufolge enthält Penasquito niedriggradigere Erze und vermeldete aufgrund härterer Erztypen einen geringeren Output in 2016. Aus diesem Grund steuerte die Mine nur 99 Mio. US-Dollar zum gesamten operativen Gewinn des Unternehmens bei – ein deutlicher Abfall von den 360 Mio. US-Dollar, die Penasquito, die profitabelste Mine des Unternehmens im Jahr 2015, vergangenes Jahr vermeldete. 2016 war sie nur Golcorps viertprofitabelste Mine.

Welche Goldmine machte 2016 also das meiste Geld? Die Auszeichnung geht an die Pueblo Viejo Mine in der Dominikanischen Republik, an der Goldcorp zu 40 % beteiligt ist. Die übrigen 60 % hält Barrick Gold (WKN:870450). In dieser Mine erwirtschaftete Goldcorp vergangenes Jahr einen operativen Gewinn von 387 Mio. US-Dollar. 2015 waren es gerade einmal 181 Mio. US-Dollar.

Eine Zukunft, die Gold wert ist

Seine Brötchen verdient sich das Unternehmen also mit dem Fördern von Gold, und vermutlich wird sich daran viele Jahre auch nichts ändern. Im Rahmen der Präsentation des Fünfjahresplans enthüllte das Management ein dreigliedriges Konzept, das dem Unternehmen helfen soll, sein Ziel für die nächsten 5 Jahre einer Steigerung des Shareholder-Value, zu erreichen. Zunächst zielt das Management darauf ab, die Goldproduktion von 2,87 Mio. Unzen, die 2016 gefördert wurden, auf ein Niveau von drei bis vier Millionen anzuheben. Dieses Ziel soll bis 2012 mit Hilfe von sechs bis acht Großprojekten erreicht werden. Das Unternehmen entwickelt gerade einige Expansionsprojekte, die den Weg zum obigen Ziel erleichtern sollen – dazu zählt z.B. das Pyrite Leach Projekt an der Penasquito Mine.

Das Management arbeitet zudem daran, seine Goldreserven innerhalb der nächsten fünf Jahre um 20 % zu steigern. Lagen die Goldreserven am Ende des Geschäftsjahres 2016 noch bei 42,3 Mio. Unzen, so erwartet das Management, dass erfolgreiche Explorationsprojekte die Reserven bis 2012 auf 50 Mio. Unzen anwachsen lassen werden. Zusätzlich zum organischen Wachstum, wird sich das Unternehmen höchstwahrscheinlich zur Erreichung dieses Ziel auch nach Übernahmen umsehen. So hat Goldcorp vor kurzem eine Partnerschaft mit Barrick Gold verkündet. Dieser Vereinbarung zufolge gehen die zwei Unternehmen ein 50/50 Joint Venture ein, um zwei Goldprojekte zu konsolidieren: Cerro Casale und Caspiche, zwei Minen mit nachgewiesenen Goldreserven von jeweils 23 Mio. Unzen.

Um den Nettoinventarwert je Aktie weiter anzuheben, hat sich das Management das Ziel gesetzt, die nachhaltigen Gesamtförderkosten in den nächsten fünf Jahren um 20 % zu senken. Das Unternehmen will seine Gesamtförderkosten von 856 US-Dollar im Jahr 2016 bis 2021 auf unter 700 US-Dollar herunterschrauben. Durch eine Optimierung des Portfolios und dem Verkauf von weniger profitableren Projekten, wie beispielsweise der Los Filos Mine, will das Unternehmen besserer Gewinnmargen erzielen.

Fazit für Investoren

Offensichtlich erwirtschaftet Goldcorp den Großteil seines Geldes mit dem Fördern von Gold – weitaus mehr als mit jedem anderen Rohstoff. Blickt man jedoch genauer auf die Goldoperationen des Unternehmens, erkannt man, dass die Förderung des glänzenden Edelmetalls in den lateinamerikanischen Minen weitaus profitabler ist als in Nordamerika. Von den sechs profitabelsten Minen des Unternehmens waren es Penasquito (Mexiko), Cerro Negro (Argentinien) und Pueblo Viejo (Dominikanische Republik), die 2016 einen operativen Gewinn von 538 Mio. US-Dollar beisteuerten – deutlich mehr als der Output von Red Lake, Porcupine und Musselwhite, den kanadischen Minen des Unternehmens, die im gleichen Zeitraum 305 Mio. US-Dollar umsetzten.

Investoren sollten den Fortschritt des Cerro Negro Projekts verfolgen, um zu beurteilen, wie gut das Unternehmen seine Wachstumsstrategie umsetzt. Außerdem wird für dieses Jahr eine Erhöhung des Produktionsoutputs um 13 % auf 363.000 Unzen erwartet. Bezüglich der Einsparungsmaßnahmen gilt es für Investoren darauf zu achten, ob das Management seine Prognosen fallender Förderkosten in der Penasquito Mine auf ca. 825 US-Dollar je Unze, einhalten wird.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Scott Levine auf Englisch verfasst und am 5.4.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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