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Amazon steht kurz davor, sich in einem weiteren Multi-Milliarden-Dollar-Markt breit zu machen

Bildquelle: Pixabay, stevepb

Indien war im Jahr 2015 der sechstgrößte Markt für Lebensmittel weltweit und erreichte einen Umsatz von 360 Milliarden US-Dollar. Der Online-Einkauf von Lebensmitteln befindet sich in Indien immer noch in den Kinderschuhen. Eine Schätzung beträgt weniger als 100 Millionen US-Dollar. Aber die relativ kleine Größe dieses Online-Marktes hält Amazon (WKN:906866) nicht davon ab, dort in den nächsten fünf Jahren 515 Millionen US-Dollar in den Lebensmitteleinzelhandel zu investieren. Weitere Berichte deuten an, dass Amazon die Lebensmittel sowohl online als auch in physischen Läden verkaufen möchte.

Warum Amazon auf Lebensmittel in Indien setzt

Die indische Regierung öffnete den Lebensmitteleinzelhandel für multinationale Unternehmen und erlaubte es ihnen im letzten Jahr, ihre Güter dort zu verkaufen, solange sie in Indien wachsen oder verarbeitet werden (Quelle: The Wall Street Journal). Daher ist es nicht überraschend, dass Amazon sich diese Politik zunutze machen möchte, da der Online-Lebensmitteleinzelhandel in Indien bis zum Jahr 2020 25 Milliarden US-Dollar erreichen könnte (laut Angaben des Beratungsunternehmens Technopak).

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BILDQUELLE: AMAZON

BILDQUELLE: AMAZON

Das Unternehmen testet in Indien schon seit einiger Zeit den Online-Markt für Lebensmittel und andere Haushaltsgüter über die Plattform Amazon Pantry. Dieses Programm wurde ursprünglich im Juli 2016 als Pilotprojekt in nur einer Stadt gestartet. Inzwischen wurde es auf 29 Städte ausgeweitet.

Die Amazon-Kunden können ihre Auswahl aus 5000 Produkten treffen, die von den Partnerläden mit lokaler Präsenz angeboten werden. Daraus können sie sich dann einen Einkaufswagen zusammenstellen und diesen am nächsten Tag für INR 49, was weniger als 1 US-Dollar ist, liefern lassen. Die Mitglieder von Amazon Prime bekommen die Lieferung sogar kostenlos.

Die Nachfrage nach Verbrauchsgütern stieg laut einer Schätzung in den letzten 18 Monaten in Indien um mehr als 250 %. Die Produktauswahl im Online-Marktplatz legte im letzten Jahr um über 500 % zu.

Die New York Times meldet, dass Amazon in Indien auch physische Läden eröffnen könnte. Das könnte für einen Online-Einzelhändler ein Rückschritt sein, aber es ist ein kluger Schachzug. Der Online-Einzelhandel für Lebensmittel soll nämlich nur einen kleinen Teil der Lebensmittel-Verkäufe in Indien ausmachen.

Amazon versucht sich in diesem Markt so gut wie möglich abzusichern. Das Unternehmen könnte die Läden als Vertriebszentren ansehen oder ein anderes Liefermodell aufsetzen.

Was ist mit der Konkurrenz?

Das Konzept des Online-Lebensmitteleinzelhandels ist im indischen Markt nicht neu. Es gibt in diesem Bereich schon einige Startups. Einige von ihnen mussten aber inzwischen schon schließen oder backen jetzt kleinere Brötchen.

Flipkart, der größte Wettbewerber von Amazon in Indien, musste die Lieferung von Lebensmitteln nach einem gescheiterten Pilotprojekt einstellen. Dabei hatte man versucht, Lebensmittel wie Obst und Gemüse innerhalb einer Stunde zu liefern. Das Startup Grofers  musste seinen Betrieb in neun Märkten schließen, nachdem zuvor 165 Millionen US-Dollar von den Investoren eingesammelt werden konnten.

Bigbasket ist einer der wenigen großen Online-Einzelhändler in Indien, bei dem es gerade läuft. Das Unternehmen konnte im Steuerjahr 2016 seine Umsätze mehr als verdreifachen und 86,5 Millionen US-Dollar erreichen. Die Verluste schossen aber ebenfalls in die Höhe und betragen verglichen mit dem Vorjahr mehr als 350 %. Das sind zum aktuellen Wechselkurs 42,5 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen hat nämlich seine Präsenz vervierfacht und jede Menge für Marketing ausgegeben.

Das Problem bei Bigbasket ist, dass das Unternehmen frisches Geld braucht, um weiter zu wachsen. Das Unternehmen holte sich im Laufe von 5 Jahren fast 250 Millionen US-Dollar von den Investoren, um einer der größten Online-Lebensmitteleinzelhändler in Indien zu werden. Aber das wird nicht reichen, da das Unternehmen vor 2020 wahrscheinlich nicht profitabel sein wird.

Und hier kommen die tiefen Taschen von Amazon ins Spiel, da das Unternehmen ein Budget von 515 Millionen US-Dollar für Indien hat. Das ist mehr als das Doppelte als der führende Online-Lebensmitteleinzelhändler bisher aufnehmen konnte. Dieses große Budget könnte Amazon helfen, diesen Multi-Milliarden-Dollar-Markt in Indien zu dominieren.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

Dieser Artikel wurde von Harsh Chauhan am 05.04.2017 auf fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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