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Baidu und Tencent haben gerade in diesen Elektroautohersteller investiert

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Baidu (WKN:A0F5DE) und Tencent (WKN:A1138D) werden generell als Rivalen auf dem chinesischen Internetmarkt gesehen. Beide Unternehmen expandieren ihre Online-To-Offline-Ökosysteme, indem sie mehrere Dienste miteinander verbinden und auf ihren mobilen Apps anbieten. Beide Unternehmen investieren häufig in rivalisierende andere Unternehmen.

Baidu und Tencent haben sich aber vor kurzem zusammengefunden, um 600 Millionen Yuan (87 Millionen US-Dollar) in den Elektroautohersteller NIO aus Schanghai zu investieren. Zuvor war das Unternehmen unter dem Namen NextEV bekannt gewesen. Bei dieser Finanzierungsrunde fanden sich auch noch andere Geldgeber wie DG Capital, TPG, Hillhouse Capital und Lenovo. Dabei wurde das Startup mit 20 Milliarden Yuan oder 2,9 Milliarden US-Dollar bewertet. NIO hat innerhalb von nur zwei Jahren eine Milliarde US-Dollar von den Investoren einsammeln können.

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Das EP9, das schnellste elektrische Supercar auf dem Planeten. Bildquelle: NEO

Das EP9, das schnellste elektrische Supercar auf dem Planeten. Bildquelle: NEO

NIO wurde im Jahr 2014 von Li Bin, dem ehemaligen Vorsitzenden der chinesischen Automarketingseite Bitauto.com gegründet. Im letzten November stellte NIO den EP9 vor, einen elektrischen Sportwagen, der den Rekord als schnellstes Elektroauto der Welt auf der Nordschleife des Nürburgrings aufstellen konnte. Das Unternehmen verkündete vor kurzem, dass man auch den EVE, ein selbstfahrendes Elektroauto, im Jahr 2020 auf den amerikanischen Markt bringen wolle.

Warum diese Investition für Baidu so wichtig ist

Baidu wird oft als das Google von China bezeichnet, aber das Geschäft mit der Internetsuche hat sich in letzter Zeit etwas verlangsamt, da es viel Wettbewerbsdruck von sozialen Netzwerken wie WeChat von Tencent und Weibo gibt. Gleichzeitig machen Rivalen aus dem elektronischen Handel wie Taobao und Tmall von Alibaba dem Unternehmen das Leben schwer. Aber damit nicht genug. Die Regierung geht gegen irreführende Werbung vor, besonders im Bereich Gesundheitsprodukte.

Baidu versucht diese Verlangsamung dadurch auszugleichen, indem man in angrenzende Märkte wie Cloud-Dienste, künstliche Intelligenz und selbstfahrende Autos expandiert. Diese drei Bereiche können mit der Suchmaschine und den Karten von Baidu integriert werden. Das könnte am Ende dazu führen, dass man über die Baidu-App ein Taxi bestellt, mit der Baidu-Wallet bezahlt und dann von einem selbstfahrenden Elektroauto an sein Ziel gebracht wird.

Das ist auch der Grund, warum Baidu in letzter Zeit solche Schritte im Automobilmarkt ergriffen hat. Das Unternehmen begann damit, selbstfahrende Autos Ende 2015 auf öffentlichen Straßen zu testen. Zusätzlich bildete es eine Partnerschaft mit einem Forschungszentrum im Silicon Valley im letzten April und enthüllte das vollautomatische Elektroauto Chery eQ  im August. Baidu hat erklärt, dass das erste kommerziell erhältliche Fahrzeug, ein autonomer Shuttlebus, im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll.

Die Autos von Baidu und Chery. Bildquelle: Chery

Baidu benutzt bei diesen Fahrzeugen eine Kombination aus den Chips von Nvidia, den Karten von HERE und seine eigenen Algorithmen zur künstlichen Intelligenz. Baidu hält auch einen Minderheitsanteil an Didi Chuxing, einem chinesischen Taxiunternehmen, dass die chinesische Sparte von Uber im letzten Jahr gekauft hatte. Anfang März etablierte Baidu eine Gruppe für intelligentes Fahren. Diese untersteht dem Präsidenten und CEO des Unternehmens Lu Qi. Alle diese Bemühungen könnten den Traum von Baidu, sein Ökosystem mit Elektroautos zu verbinden, wahr machen.

Warum diese Investition für Tencent wichtig ist

Tencent besitzt das größte soziale Netzwerk in China, die QQ-Chat-App mit 877 Millionen monatlich aktiven Nutzern. In den letzten zwei Jahren expandierte Tencent seine App WeChat, die 846 Millionen monatlich aktive Nutzer hat, von einem Messaging-Dienst zu einer Plattform. Dort können die Nutzer Taxis bestellen, Zahlungen vornehmen, Produkte bestellen, Spiele spielen und noch vieles mehr, ohne jemals die App zu verlassen.

Diese Strategie hat es Tencent ermöglicht, ein Ökosystem zu erschaffen, das sich innerhalb iOS und Android befindet, ohne selbst ein mobiles Betriebssystem zu besitzen. Damit wurden Baidu und andere Konkurrenten dazu gezwungen, ähnliche Dienste in ihre Apps zu integrieren. Wie Baidu möchte auch Tencent, dass seine Nutzer nahtlos Elektroautos bestellen und Zahlungen vornehmen können.

Die mobile App von WeChat. Bildquelle: iTunes

Im letzten Jahr gründeten Tencent, Foxconn und der chinesische Autohersteller Harmony Auto den Elektroautohersteller Hexiefuteng. Dieses Unternehmen wird Elektroautos mit niedriger bis mittlerer Reichweite produzieren. Das Tochterunternehmen Future Mobility wird teurere Elektroautos für den Luxusmarkt herstellen. Im letzten Juli erklärte Future Mobility, man könnte ein vollautonomes Elektroauto bis 2020 auf den Markt bringen.

Im letzten Dezember kauften Tencent, der GIC-Fonds aus Singapur und das chinesische Kartenunternehm Navinfo zusammen einen 10 %-Anteil von HERE-Maps. Damit kann Tencent seine größte Schwäche gegenüber Baidu ausgleichen. Das Unternehmen hat nämlich keinen von der breiten Masse benutzten Kartendienst. Nur etwa 8 Millionen Menschen nutzen den eigenen Kartendienst von Tencent verglichen mit 341 Millionen monatlich aktiven Nutzern beim Kartendienst von Baidu.

Wie es weitergeht…

Baidu und Tencent werden sich bei ihren Bemühungen im Bereich Elektroautos so lange nicht in die Quere kommen, bis diese Autos auf öffentlichen Straßen fahren werden. Aber die chinesische Regierung möchte, dass bis 2030 10 % aller Autos im Land selbst fahren. Im Moment spielt sich dieser Kampf zwischen Baidu und Tencent noch bei der Expansion ihrer O2O-Ökosysteme ab, bei Investitionen in Unternehmen wie NIO und der Gründung neuer Unternehmen wie Hexiefuteng.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Baidu und Nvidia. The Motley Fool empfiehlt Weibo. 

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und am 23.03.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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