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2 Sorgen, vor denen die Investoren von Tesla stehen

Bildquelle: Tesla.

Nur wenige Leute werden darüber streiten, dass Tesla (WKN:A1CX3T) ein wunderbares Start-up in einer Autoindustrie ist, die ist neuen Unternehmen nicht gerade leichtmacht. Der Elektroauto-Hersteller hat den großen Autobauern ordentlich Beine gemacht und die Entwicklung deren Programme für Elektroautos wieder ins Leben zurückgerufen. Teilweise aufgrund des Hypes um das Potenzial von Tesla wird die Aktie extrem hoch bewertet und das obwohl das Unternehmen jede Menge Geld verbrennt. Die Marktkapitalisierung beträgt jetzt schon unglaubliche 42 Mrd. US-Dollar. Im Vergleich dazu hat Ford in den letzten Jahren Rekordgewinne eingefahren, wird aber nur mit 48 Mrd. US-Dollar bewertet.

Aufgrund dieser hohen Bewertungen scheint Tesla aus zwei wichtigen Gründen riskant zu sein.

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Kultur

Die Investoren sollten die Tatsache nicht übersehen, dass die Kultur von Tesla schon seit einiger Zeit im Kreuzfeuer der Kritik steht. Es ist schwer zu bewerten, welche direkten Auswirkungen das auf die Ergebnisse haben wird, aber es ist klar, dass immer wieder Führungskräfte das Unternehmen verlassen. Vor kurzem verkündete Finanzchef Jason Wheeler seinen Abschied, nachdem er nur etwa gut ein Jahr bei Tesla war. Im letzten Mai nahmen auch zwei wichtige Führungskräfte Abschied, darunter Greg Reichow der Vizepräsident für Herstellung.

Mitte 2016 entschied sich Rich Heley, der schnell im Unternehmen aufstieg und am Ende Vizepräsident für Produkttechnologie war, von jetzt an lieber für Facebook zu arbeiten. Andere wichtige Führungskräfte, die Tesla den Rücken gekehrt haben sind Mateo Jaramillo, Vizepräsident bei Tesla Energy, Michael Zanoni, Vizepräsident für Finanzen und Controlling, James Chen, Vizepräsident für Regulierungs-Angelegenheiten und Ricardo Reyes, Vizepräsident für globale Kommunikation. Laut Bloomberg haben im letzten Jahr über zwei Dutzend Führungskräfte das Unternehmen verlassen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt und Tesla hat wahrscheinlich jede Menge Lebensläufe von talentierten Nachfolgern in der Schublade, die jeden Tag in großer Zahl beim Unternehmen eintrudeln. Das Problem ist, dass wir kurz vor der Markteinführung des bisher wichtigsten Fahrzeugs des Unternehmens, des Model 3, kein konsequentes Management-Team haben, um die Ziele zu erfüllen und die Fristen einzuhalten. Ein starkes Management ist aber einer der wichtigsten Faktoren, den man als Investor in Betracht ziehen sollte, wenn man ein Unternehmen bewertet.

Kleine Fehler

Vielleicht hast du ja schon gehört, dass die Reparatur eines Tesla auch schon mal zu einem Alptraum ausarten kann. Abgesehen davon, dass es in einigen Fällen sehr lange dauert, haben auch Tesla ihre kleinen Macken. Mechanische Probleme und Softwarefehler betreffen viele der Fahrzeuge. Einer dieser kleineren Fehler ist z. B., wenn die Türen nicht richtig schließen. Dann gibt es noch Designfehler wie bei den Flügeltüren, die versehentlich Dinge kaputt machen, die die Sensoren nicht gesehen haben.

Tesla-Werk. Bildquelle: Tesla.

Tesla-Werk. Bildquelle: Tesla.

Bis zum aktuellen Zeitpunkt hat das die Kunden aber nicht abgeschreckt. Dafür gibt es aber auch einen Grund. Im Moment zahlen die Kunden einen hohen Preis, oft um die 100.000 US-Dollar, um einer der ersten Tesla-Besitzer zu sein. Immerhin könnte Tesla die Zukunft der Automobilindustrie sein. Wenn es ein paar kleine Fehler gibt, dann werden die Tesla-Liebhaber ihr Auto deswegen nicht weniger mögen. Das Problem geht über die Fehler hinaus, da Tesla permanent daran arbeitet, diese Probleme abzustellen. Das eigentliche Problem ist, dass, sobald das Model 3 den Massenmarkt erreicht, auch diese Fehler den Massenmarkt erreichen. Und diese Kunden werden die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Darüber hinaus geht das Gerücht, dass das Unternehmen den Beta-Prototypen, des Model 3, überspringen wird. Üblicherweise stellt ein Unternehmen erst einen Alfa-Prototyp und dann einen Beta-Prototypen her. Danach kommt erst das Fahrzeug, dass die Leute auch sehen. Tesla wird stattdessen direkt das fertige Fahrzeug bauen. Vielleicht glaubt das Unternehmen, dass der Prototyp schon fertig ist. Vielleicht kommt das Model 3 aber auch einfach zu früh auf den Markt. Das ist ein Risiko, egal aus welcher Warte man es betrachtet. Das ist doch ein großes Risiko, da Tesla das Model 3 fast perfekt hinbekommen muss, damit es im Massenmarkt eine Chance hat.

Das Unternehmen versucht die Autoindustrie zu verändern. Wenn man Aktien von Tesla besitzt und sich die Kultur und die Sorgen um die Produktqualität kurz vor der Veröffentlichung des Model 3 ansieht, dann kann man dabei schon Angst bekommen. Immerhin ist die Aktie aktuell etwas teuer. Diese beiden Dinge sollte man nicht vergessen, wenn man sich ansieht, wie viel Geld das Unternehmen verbrennt, wie viele Schulden es hat und das ja auch noch die Übernahme von SolarCity Probleme bereiten könnte. In jedem Fall wird es ein Jahr, in dem Tesla der große Wurf gelingen könnte oder auch nicht.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Facebook, Ford und Tesla.

Dieser Artikel wurde von Daniel Miller auf Englisch verfasst und am 22.3.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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