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Wie IBM mit Watson den Gesundheitssektor aufmischt

Quelle: IBM

International Business Machines (WKN:851399) setzt viel auf die künstliche Intelligenz. Der Supercomputer Watson konnte in der Vergangenheit schon bei Jeopardy! gewinnen. Auf ihn konzentriert sich IBM in diesem Bereich zu 100 %. Watson soll verschiedene Bereiche revolutionieren wie die Cyber-Sicherheit, den Kundendienst und sogar die Erstellung der Steuererklärungen.

Beim Gesundheitssektor sieht man aber am klarsten, was IBM mit Watson vor hat. Der Supercomputer verfügt über die Fähigkeit, riesige Datenmengen zu analysieren und Muster darin zu erkennen. Damit ist Watson wie geschaffen für den Einsatz im Gesundheitssektor.

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Ist ein Arzt anwesend?

Das Programm Watson for Oncology begann im Jahr 2012 mit einer Partnerschaft mit den Ärzten des Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, um deren Wissen anzuzapfen und ihre spezifische Expertise bei seltenen Krebsfällen zu katalogisieren. Diese Zusammenarbeit führte zu beeindruckenden Ergebnissen und könnte den Gesundheitssektor revolutionieren. Watson kommt inzwischen in mehreren weiteren Bereichen der Medizin zum Einsatz, darunter personalisierte Pflege, Patienten Engagement, Analyse von Bildern und bei der Entwicklung neuer Medikamente.

IBM kaufte das Unternehmen Truven, um die Glaubwürdigkeit von Watson im medizinischen Bereich zu erhöhen. Bildquelle: IBM.

IBM kaufte das Unternehmen Truven, um die Glaubwürdigkeit von Watson im medizinischen Bereich zu erhöhen. Bildquelle: IBM.

Watson studiert Medizin

IBM hat in der Vergangenheit zahllose Übernahmen getätigt, um seine Agenda im Gesundheitsbereich umzusetzen. Ende letzten Jahres gab das Unternehmen eine Milliarde US-Dollar aus, um Merge Healthcare zu kaufen. Das Unternehmen verfügt über 30 Milliarden Bilder, die eine wichtige Komponente dabei sein werden, um Watson darauf zu trainieren, ungewöhnliche Dinge auf Röntgenbildern und MRT-Bildern zu erkennen. Zuvor hatte man schon Truven Health Analytics für 2,6 Milliarden US-Dollar gekauft. Dieses Unternehmen sammelte und analysierte Daten von mehr als 8.500 Krankenhäusern, Krankenversicherungen und Regierungsagenturen. Zuvor hatte IBM schon das Unternehmen Explorys gekauft, dass sich auf Cloud-basierte Datenanalyse spezialisiert hat. IBM bekam mit diesem Kauf 50 Millionen klinische Datensätze, und zusätzlich noch das Unternehmen Phytel, das im Bereich medizinische Behandlungslösungen arbeitet. Insgesamt gab IBM mehr als vier Milliarden US-Dollar für das Medizinstudium von Watson aus.

Doktor Watson, wie ich annehme…

Diese Investitionen scheinen sich jetzt auszuzahlen. Die Ärzte der medizinischen Fakultät der Universität von North Carolina gaben Watson die Akten von Tausend Krebspatienten. Das Programm konnte basierend darauf Behandlungspläne erstellen, die in 99 % der Fälle mit den tatsächlichen Empfehlungen der Onkologen deckungsgleich waren. Zusätzlich konnte Watson zusätzliche Optionen liefern, die von seinen menschlichen Kollegen in 30 % der Fälle übersehen worden waren. Immerhin wurde Watson ja auch mit den neuesten Forschungsergebnissen ausgestattet. Das wird eine effektive Krebsbehandlung bei mehr Patienten als jemals zuvor liefern. Gleichzeitig hat jeder Arzt mit Zugang zu Watson einen waren Krebsexperten an seiner Seite.

Watson macht Fortschritte im Kampf gegen Krebs. Bildquelle: IBM.

Versicherung gegen Kunstfehler

Wir dürfen nicht vergessen, dass nicht alles, was glänzt, auch Gold ist. IBM und Watson haben sich also mit dem M.D. Anderson Cancer Center der Universität von Texas zusammengetan, um die nötigen Werkzeuge im Kampf gegen den Krebs entwickeln. Diese Kooperation begann im Jahr 2012 und hat das Ziel, Watson mit medizinischer Literatur, Forschungsdaten und Patientendaten zu füttern. Zusammen mit der künstlichen Intelligenz soll der Computer Behandlungsempfehlungen aussprechen und die Patienten für klinische Tests aussuchen.

IBM war allerdings im letzten Jahr dazu gezwungen, das Projekt aufzugeben. Gleichzeitig wurde der Präsident des Krebszentrums dazu gezwungen, zurückzutreten, weil es zu einem Fehler gekommen war. Die Berichte legen nahe, dass schlechtes Management das Problem war, es zeigt aber, dass Watson nicht alles kann.

Foolishe Schlussgedanken

IBM hat viele seiner älteren Sparten aus den Bereichen Hardware, Software und Dienstleistungen verkauft, während das Unternehmen den Umstieg zu Cloud-Dienstleistungen, Datenanalyse und künstlicher Intelligenz vollzieht. Diese neueren Spaten, die das Unternehmen auch als strategische Imperative bezeichnet, konnten im Jahr 2016 ein Wachstum von 13 % generieren. Gleichzeitig machten sie 41% der Gesamtumsätze aus. Das deutet schon an, dass der Umbau des Konzerns immer schneller vonstatten geht.

Künstliche Intelligenz wird jetzt in mehreren Industriezweigen angewandt. Neue Anwendungen werden täglich gefunden. IBM konzentriert sich darauf, Daten zu sammeln und die künstliche Intelligenz von Watson zu nutzen, um Lösungen in diesen Bereichen zu finden. Das ist eine andere Strategie, als andere Unternehmen in diesem Bereich verfolgen. Die ganze Sache war in den letzten fünf Jahren etwas unsicher, aber je mehr Fortschritte IBM erzielt, desto mehr desto mehr scheint es, als hätte das Unternehmen alles richtig gemacht.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 19.3.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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