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Dividende gut, alles gut! Oder doch nicht?

Foto: Pixabay, NikolayF

John D. Rockefeller‘s einzige Freude soll es gewesen sein, zuzuschauen, wie Dividendenzahlungen auf seinem Konto eintrudelten. Zumindest soll er das so einmal gesagt haben. Hoffen wir für ihn, dass er noch andere Freuden im Leben hatte.

Die Freude an Dividenden teilt Rockefeller aber anscheinend mit vielen anderen Investoren. Die Dividendenstrategie ist weit verbreitet. Das lassen nicht zuletzt die unzähligen Artikel über Dividendenaktien erahnen, denen regelmäßig viel Beachtung geschenkt wird.

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Was wirklich hinter dieser Investitionsstrategie steckt und was man dabei unbedingt beachten sollte, erfährst du hier.

Was dahinter steckt

Sparbuch und Tagesgeldkonten bringen kaum noch Zinsen. Berücksichtigt man die Inflation, wird das liebe Geld von Jahr zu Jahr weniger anstatt mehr. Aktien bieten hingegen gar zweierlei Möglichkeiten Geld zu verdienen: Erstens durch die Gewinnausschüttung der Unternehmen und zweitens durch künftige Kurssteigerungen.

Ersteres führt auch ohne den Verkauf der Aktien zu regelmäßigen Einkünften aus der getätigten Investition. Außerdem sind die Dividendenrenditen, also die Dividendenzahlung im Verhältnis zum aktuellen Kurs, oft deutlich attraktiver als Zinsen auf dem Tagesgeldkonto.

Aber Achtung: Nicht alle Unternehmen zahlen eine Dividende und die Dividende ist – anders als garantierte Zinsen – keineswegs in Stein gemeißelt. Durch die regelmäßigen Dividendenzahlungen können sich Aktionäre aber auch bei fallenden Kursen und dadurch entstehenden Buchverlusten über jährliche Ausschüttungen freuen.

Für die Beliebtheit der Dividendenstrategie gibt es aber auch einige weitere Gründe. Üppige Dividendenzahlung werden oft als Qualitätsmerkmal betrachtet. Unternehmen die sich Dividendenzahlungen leisten können gelten als stabiler und sicherer als andere Unternehmen.

Ein etwas abstrakterer Vorteil ist die Kapitalknappheit, die Dividendenausschüttungen beim Unternehmen hervorrufen können. Kapitalknappheit hört sich zwar zunächst einmal nach einem Nachteil an, knappes Kapital bedeutet aber auch, dass das Management des Unternehmens Investitionen sorgfältiger auswählen muss. Mit Geld, das als Dividende ausgeschüttet wurde, können keine neuen, riskanten Geschäftsfelder erschlossen werden oder überteuerte Unternehmensübernahmen gestemmt werden.

Dividendenzahlungen haben also disziplinierende Wirkung auf das Management des Unternehmens. Diese disziplinierende Wirkung kennt man vielleicht wenn man auf einen privaten Shopping-Trip zu viel Geld dabei hat. Ohne die disziplinierende Wirkung eines begrenzten Budgets gesellen sich zu dem dringend notwendigen neuem Hemd noch Krawatte, Gürtel, Jeans und Schuhe dazu. Bei einem Unternehmen mit zu viel freiem Kapital und unvorsichtigem Management kann hingegen aus der einen, wirklich sinnvollen Übernahme eine wahre Übernahmeorgie entstehen.

Natürlich gibt es auch hier zwei Seiten der Medaille und einige Dinge, die man bei der Dividendenstrategie beachten sollte.

Auf was man achten sollte

Dividendenzahlungen erhöhen – zumindest theoretisch – nicht den Wert eines Unternehmens. Wird Geld in Form von Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet, reduziert sich theoretisch auch der Wert des Unternehmens in gleicher Höhe. Schüttet ein Unternehmen nun also 1,00 Euro pro Aktie als Dividende aus, so ist die Bewertung des Unternehmens entsprechend geringer und der Aktienkurs fällt theoretisch um diesen Betrag. In der Börsenberichterstattung wird das als Dividendenabschlag bezeichnet.

Ein weiterer Kritikpunkt an der Dividendenstrategie ist die Steuerthematik für die Aktionäre. Anders als Kursgewinne, die erst bei Verkauf der Aktien versteuert werden müssen, werden Dividenden sofort bei Auszahlung versteuert. Der Zinseszinseffekt bei Kursgewinnen ist also deutlich größer als bei der Wiederanlage von Dividenden.

Dass Dividendenzahlungen dem Unternehmen Kapital entziehen wurde bereits erwähnt. Neben dem Vorteil der sich daraus ergeben kann, ergibt sich leider aus demselben Punkt auch ein möglicher Nachteil der Dividendenstrategie. Durch Dividendenzahlungen stehen dem Unternehmen weniger Mittel zur Verfügung, um durch geschickte Investitionen zukünftiges Wachstum zu erzielen. Unternehmen deren Aktien hohe Dividendenrenditen haben, lassen daher oftmals allzu große Wachstumsphantasien vermissen.

Kein künftiges Wachstum bedeutet aber auch, dass künftige Kursgewinne wohl eher bescheiden ausfallen oder möglicherweise ganz ausbleiben werden. Wenn das Unternehmen sich gar auf Schrumpfkurs befindet, dann besteht zu allem Übel noch die Gefahr von Dividendenkürzungen. In solchen Fällen wird die einst so schöne Dividendenrendite mit einem lauten Knall zu Schall und Rauch.

Wie man die Erfolgschancen erhöht

An den steuerlichen Nachteilen der Dividendenstrategie lässt sich leider nicht rütteln. Alle anderen Kritikpunkte lassen sich allerdings durch die Beachtung einiger weniger Dinge stark eingrenzen.

Die Dividendenrendite sollte auf keinen Fall das alleinige Auswahlkriterium bleiben. Zusätzlich sollten die Wachstumsaussichten des Unternehmens bewertet werden und untersucht werden, ob sich das Unternehmen die Dividende tatsächlich leisten kann.

Das macht das Ganze zwar etwas aufwendiger und komplizierter, die Freude an den so ausgewählten Dividendenaktien könnte dann aber auch umso länger dauern und umso größer ausfallen.

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