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Wie sich das Portfolio von Carl Icahn verändert hat

Foto: Pixabay

Der aktivistische Investor Carl Icahn ist berühmt dafür, große Wetten auf Unternehmen abzuschließen und dann die Bosse dazu zu bringen, aktionärsfreundliches Verhalten an den Tag zu legen. Aktuell besitzt er Anteile an 19 Unternehmen mit einem Gesamtwert von fast 20 Milliarden US-Dollar. Es gibt keine Garantie, dass er all diese Unternehmen erfolgreich davon überzeugen wird, Dividenden zu zahlen, Unternehmensteile, die nicht zum Kerngeschäft gehören, zu verkaufen oder komplett zu verkaufen, aber ich würde auch nicht gegen ihn wetten.

Was Carl Icahn besitzt

Seine größte Position ist Icahn Enterprises (WKN:A0M1Z9), ein Konglomerat, das Unternehmen der Bereiche Automobilbau, Energie und Minen besitzt. Dazu gehören 100 % des Autoteilehändlers Pep Boys, 82 % von CVR Energy und 100 % des Eisenerz-Unternehmens Ferrous Resources.

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Bildquelle: Getty Images.

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Zusätzlich zu Icahn Enterprises besitzt Icahn auch Aktien der folgenden 18 Unternehmen:

Unternehmen

Zahl der Aktien

Wert

ICAHN ENTERPRISES

129.999.050

6.839.250.000 USD

AMERICAN INTL GROUP

45.644.982

2.883.850.000 USD

CHENIERE ENERGY

32.680.490

1.501.995.000 USD

CVR ENERGY

71.198.718

1.494.461.000 USD

PAYPAL HOLDINGS

33.397.153

1.422.385.000 USD

HERBALIFE

22.500.000

1.207.575.000 USD

FREEPORT-MCMORAN

91.236.296

1.145.928.000 USD

XEROX

99.030.026

723.909.000 USD

HERTZ GLOBAL HOLDINGS

29.263.869

627.710.000 USD

AMERICAN RAILCAR INDS

11.871.268

460.843.000 USD

NAVISTAR INTL

16.272.524

430.571.000 USD

CONDUENT

19.806.005

314.321.000 USD

NUANCE COMMUNICATIONS

18.378.097

314.082.000 USD

HERC HOLDINGS

4.312.860

202.359.000 USD

WELBILT

10.582.660

201.282.000 USD

ALLERGAN

425.438

102.382.000 USD

MANITOWOC

10.582.660

61.591.000 USD

CVR REFINING

5.750.000

60.088.0 USD

Quelle: nasdaq.com.

Was hat sich verändert?

Icahn tendiert dazu, seine Anteile eine Zeitlang zu halten, daher ist es wahrscheinlich keine Überraschung, dass wir im vierten Quartal keine neuen Positionen entdecken.

Das bedeutet aber nicht, dass er untätig war. Er hat drei Positionen weiter ausgebaut und Anteile an vier Unternehmen verkauft.

So hat Icahn beispielsweise 2,9 Millionen zusätzliche Aktien von Icahn Enterprises gekauft. Damit besitzt er jetzt 129.999.050 Aktien seines eigenen Unternehmens. Zusätzlich erhöhte er den Anteil am Nahrungsmittelergänzungsunternehmen Herbalife (WKN:A0DNX7) und am Mietwagen-Unternehmen Hertz (WKN:A2ALSZ).

Icahn besitzt aktuell 22,5 Millionen Aktien von Herbalife, das entsprich 25 % aller ausstehenden Aktien. Sein Anteil an Hertz stieg von 16,3 Millionen auf 29,3 Millionen Aktien. Seine Position an Herbalife erhöhte sich um 14,7 % vor der Markteinführung von Betting On Zero, einer Dokumentation, in der es um die Bärenthese des Hedgefonds-Managers Bill Ackman geht, dass Herbalife Betrug wäre. Im letzten Sommer zahlte Herbalife eine Strafe in Höhe von 200 Millionen US-Dollar und stimmte zu, das Geschäft neu zu strukturieren. Zuvor hatte es schon eine Untersuchung der FTC (Federal Trade Commission) dazu gegeben.

Icahn ist mit Ackman jedoch nicht einer Meinung. Letzterer glaubt nämlich, dass die Tage von Herbalife gezählt wären. Icahn ist sich seiner Sache sogar so sicher, dass er Anfang des Jahres zusätzlich 372.342 Aktien gekauft hat.

Der Kauf von zusätzlichen Aktien von Hertz legt nahe, dass er optimistisch in Bezug auf die neue CEO Kathryn Marinello ist. Im Dezember war Icahn von der Wahl Marinellos sehr angetan, die zuvor als Beraterin bei Ares Capital und als Mitglied des Vorstandes von General Motors gearbeitet hatte. Sie hat sehr viel Erfahrung, unter anderem war sie mehrere Male CEO gewesen, aber bei Hertz muss sie noch einige Hürden nehmen. Das Unternehmen hat bei der Umstrukturierung des Geschäftes nämlich jede Menge aufzuholen. Das hat dazu geführt, dass die Erwartungen der Industriebeobachter in den letzten beiden Quartalen nicht erfüllt werden konnten.

Auf der anderen Seite hat Icahn seine Position an PayPal deutlich verringert, und zwar um 500.000 Aktien. Icahn kaufte seine Aktien, als er eBay davon überzeugte, PayPal im Jahr 2015 auszugliedern. Doch Icahn besitzt immer noch 33,4 Millionen Aktien und das macht ihn zum fünftgrößten institutionellen Eigentümer von PayPal.

Icahn verkaufte auch 12,8 Millionen Aktien an Freeport McMoRan, einem weltweit operierenden Kupfer-, und Gold-Riesen. Nichtsdestotrotz ist er mit 91,2 Millionen Aktien immer noch der drittgrößte institutionelle Eigentümer von Freeport-McMoRan. Icahn ist auch einer der größten Anteilseigner des Spracherkennungssoftware-Unternehmens Nuance, von dem er 1,3 Millionen Aktien im letzten Quartal verkauft hat.

Wie geht’s 2017 weiter?

Carl Icahn hat Aktien von Bristol-Myers Squibb (WKN:850501), einem großen Medikamentenhersteller, gekauft, der seit letztem Sommer 30 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung verloren hat. Icahn hat in der Vergangenheit schon erfolgreich in Medikamentenhersteller investiert, bisher hat er sich aber noch nicht dazu geäußert, was er mit Bristol-Myers Squibb anstellen möchte.

Icahn arbeitet auch als Sonderberater für Präsident Trump in den Belangen der Deegulierung. Unter der neuen Regierung werden sich für Icahn jede Menge interessante Investmentmöglichkeiten im Zusammenhang mit der Steuerreform, der Gesundheitsreform und den Ausgaben für die Infrastruktur ergeben.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt eBay und PayPal Holdings. The Motley Fool besitzt Freeport-McMoRan Copper and Gold und Hertz Global Holdings. The Motley Fool empfiehlt General Motors und Nuance Communications.

Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und am 15.3.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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