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McDonald’s kopiert wieder Starbucks

Quelle: Starbucks.

Vor etwas mehr als einem Jahrzehnt setzte McDonalds (WKN:856958) luxuriöse Espresso-Getränke auf seine Speisekarte. Damit wollte man die ständig wachsende Popularität von Starbucks (WKN:884437), das für Millionen von Verbrauchern zur Morgenroutine gehört, untergraben. Das McCafé generiert für McDonald’s in den USA  mittlerweile einen Jahresumsatz von 4 Milliarden US-Dollar.

Und jetzt kopiert McDonald’s wieder Starbucks. Die Fast-Food-Kette will bis zum vierten Quartal den mobilen Bestell- und Zahlvorgang in 20.000 Restaurants einführen. Die mobile Bestellung und Bezahlung ist bei Starbucks und anderen Restaurants wie Dominos Pizza (WKN:A0B6VQ) sehr beliebt. Es generiert mehr Aufträge und reduziert die Arbeitskosten. McDonald’s hofft, ähnliche Vorteile davon zu haben.

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Das Domino‘s der Burger

Domino’s war mit seiner digitalen Bestellplattform sehr erfolgreich. Bis Ende 2016 generierten die digitalen Bestellungen 60 % Prozent des US-Umsatzes und 50 % des internationalen Umsatzes.

Die Kunden lieben die digitale Bestellung, weil sie nicht in der Schlange warten müssen, um jemandem zu sagen, was sie wollen. Ins Restaurant zu gehen und die Bestellung abzuholen ist in der Regel viel schneller.

Auch den Restaurants gefällt das, weil niemand die Bestellungen der Leute annehmen muss, und man kann sich vollends darauf konzentrieren, das Essen zu machen. Das reduziert die Kosten.

Domino’s hat viel investiert, um die digitale Bestellerfahrung so unkompliziert wie möglich zu gestalten, und es hat sich bezahlt gemacht. Der Umsatz stieg in den letzten vier Jahren, der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 47 %. Im Vergleich dazu sank der Umsatz von McDonald‘s im gleichen Zeitraum um 11 % (doch die Umsätze auf gleicher Verkaufsfläche steigen wieder).

Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass die mobile Bestellung  das Umsatzwachstum von McDonald’s neu antreiben wird.

Bildquelle: McDonald's.

Bildquelle: McDonald’s.

Das gleiche Problems wie Starbucks vermeiden

Starbucks enttäuschte die Investoren mit seinem Ergebnis des vierten Quartals. Die größte Herausforderung war das langsamere Umsatzwachstum. Grund dafür waren zu viele mobile Bestellungen, die die Wartezeit für die Laufkundschaft verlängert haben.

Mobile Bestellung und Bezahlung  machten mehr als 7 % der Transaktionen des vierten Quartals aus, und Starbucks war nicht gerüstet, um mit solch einer Nachfrage umzugehen. „Der Erfolg der mobilen Bestellung und Bezahlung hat auch eine neue operative Herausforderung geschaffen“, sagte COO Kevin Johnson bezüglich der Ergebnisse des vierten Quartals.

Wahrscheinlich wird die mobile Bestellung nicht alle Probleme von McDonald’s lösen. Wenn die Kunden länger beim McDrive warten müssen, weil die Mitarbeiter mit mobilen Bestellungen beschäftigt sind, werden sie woanders etwas zu essen holen. Das gleiche ist Starbucks passiert, und wenn McDonald’s nicht gewappnet ist, wird es auch dem Burgerriesen passieren.

Wenn die Mitarbeiter nicht effizient genug handeln können, um einen Zustrom von mobilen Aufträgen zu erfüllen, während sie gleichzeitig mit McDrive und den Kunden an der Theke beschäftigt sind, gehen die potenziellen Kosteneinsparungen der mobilen Bestellung zum Fenster hinaus. Es ist ein heikler Spagat, vor allem für die Arbeitnehmer, die für den Mindestlohn arbeiten. Eine Erhöhung der Arbeitsbelastung kann auch dazu führen, dass mehr Leute kündigen und ersetzt werden müssen.

Mobile Bestellung und Bezahlung ist kein magischer Vertriebsschalter, den ein Restaurant durch die Bereitstellung einer neuen App im App Store einschalten kann. Wenn es so wäre, würde es bereits jeder machen. Es gibt betriebliche Herausforderungen, denen sich McDonald’s stellen muss, um die Nachteile abzuwenden und alle die Vorteile zu genießen, die mobile Bestellung mit sich bringt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Starbucks. The Motley Fool besitzt eine Shortposition auf Domino's Pizza und die folgenden Optionen: Short Juni 2017 $140, Puts auf Domino's Pizza.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und wurde am 06.03.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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