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Könnte dieses Elektroauto das Ende von Tesla bedeuten?

Das Model 3. Bildquelle: TESLA MOTORS.

Man liest in der Presse ja immer wieder von Elektroautos, die das Ende von Tesla (WKN:A1CX3T) bedeuten könnten. Wir haben solche Schlagzeilen schon mit dem Lucid Air, dem Faraday Future FF91, dem neuen elektrischen Porsche und vielen anderen gesehen. Wenn es sich umn ein halbwegs vernünftiges Elektroauto handelt, dann könnte man meinen, dass das schon das Ende für Elon Musk und sein Unternehmen sein könnte.

Es ist fast so, als würden die Leute glauben, der Markt für Elektroautos würde niemals wieder wachsen und dass jedes neue Elektroauto notwendigerweise bedeutet, dass Tesla an Umsatz verlieren wird.

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Doch dem ist nicht so. Ich beobachte Tesla nun schon seit längerer Zeit und habe bereits über das Unternehmen viel geschrieben – teilweise sehr skeptisch. Ich bin aber auch zu dem festen Schluss gekommen, dass es nur ein Elektroauto da draußen gibt, das Tesla tatsächlich aus dem Geschäft drängen könnte.

Das eine Auto, das das Ende von Tesla bedeuten könnte

Und hier ist es, das einzige Elektroauto, das Tesla wirklich gefährlich werden könnte.

Bildquelle: Tesla.

Bildquelle: Tesla.

Für die zwei oder drei Leser, die es noch nicht auf den ersten Blick erkannt haben: bei dem Auto auf dem Foto handelt es sich um den Prototyp des neuen Model 3 von Tesla. Es ist eine kompakte elektrische Limousine, die noch dieses Jahr in Produktion gehen soll. Es soll auch das erste Tesla-Produkt für den Massenmarkt werden.

Doch wie könnte sich Tesla mit seinem eigenen Fahrzeug Schaden zufügen? Überheblichkeit ist ein weiteres Merkmal, das Tesla in vielen Diskussionen zugesprochen wird. Die Markteinführung des Model 3 stellt für das Unternehmen jenen Moment dar, in dem man es entweder geschafft hat oder mit wehenden Fahnen untergeht. Es ist das erste Mal, dass sich Tesla in der Massenproduktion versucht und sich mit den großen Autobauern anlegt. Doch es ist auch das erste Mal, dass sich Tesla in den Massenmarkt wagt. Der Bonus, den das Unternehmen durch die Elektroauto-Fans bisher genossen hat, fällt dann jedoch weg.

Teslas waren bisher Nischenprodukte. Sie sind teuer, werden in kleinen Stückzahlen produziert und sind für ein Nischenpublikum bestimmt, das vornehmlich aus Tech-Freaks besteht, die willens sind, über kleinere Makel des Autors hinwegzusehen, weil sie die Technologie von Tesla so sehr begeistert.

Das soll jetzt keine Kritik sein. Tesla konnte das Model S und das Model X bisher mit guten Margen verkaufen und verfügt dadurch über Geld, das in künftiges Wachstum fließen kann. Die ersten Tesla-Besitzer waren extrem enthusiastische Markenbotschafter für das Unternehmen. Darüber hinaus hat Tesla die schwierige Aufgabe, ein Auto zu bauen, bewältigt. In anderen Worten: das Unternehmen hat es geschafft, aus seinen gelegentlichen großen Fehlern viel zu lernen.

Doch all das wird schon bald auf die Probe gestellt. Wenn Tesla hierbei scheitern sollte, dann hat das Unternehmen große Probleme.

Warum das Schicksal des Unternehmens vom Model 3 abhängt

Tesla lieferte im Jahr 2016 76.230 Fahrzeuge aus. Das ist eine beeindruckende Errungenschaft. Um aber ein profitabler Autobauer zu sein und um die ultra-hohe Bewertung der Aktie zu rechtfertigen, muss das Unternehmen deutlich mehr Autos bauen und verkaufen – jedes Jahr.

Wie viele mehr? Der kleinste „große“ Autobauer ist Subaru, der 2016 gut 1 Million Fahrzeuge verkauft hat. Im Gegensatz zu Tesla hat Subaru aber ein Mutterunternehmen, Fuji Heavy Industries (WKN:857977). Das Unternehmen verfährt bei seinen Ausgaben sehr konservativ. Ein besserer Vergleich könnte BMW (WKN:519000) sein, das im letzten Jahr 1,9 Millionen Fahrzeuge verkauft hat, zusammen mit 127.194 Minis, 3.785 Rolls-Royces und 136.963 Motorrädern.

Irgendwo zwischen diesen Zahlen der beiden Autobauer liegt wahrscheinlich das Niveau, mit dem Tesla nachhaltig arbeiten kann. Doch das Unternehmen muss da erst einmal hinkommen. Tesla kann sich dabei nicht auf die Erstkunden verlassen und muss sich daher in einen größeren Markt vorwagen. Das bedeutet, dass neue Käufer angezogen werden müssen, die an die Qualität und die Annehmlichkeiten von BMW und Konsorten bzw. die Qualität von Toyota gewohnt sind.

Die Anfangsproduktion des Model X wurde von Schwierigkeiten geplagt, die erst nach Monaten gelöst werden konnten. Bildquelle: The Motley Fool.

Das Model S und das Model X haben viel zu bieten, mit dem sie sich beliebt machen können, die beiden Fahrzeuge haben aber auch ihre Probleme. Beide Modelle weisen Schwächen in den Designs auf, die bei BMW, Toyota oder General Motors (WKN:A1C9CM) nicht produziert werden würden. Gleiches gilt für die anderen großen Autobauer, die sich allerdings nicht einmal annähernd in den preislichen Höhen von Tesla befinden.

Das Model 3 muss also in jeder Hinsicht besser weden. Die gute Nachricht ist, dass sich Tesla dessen bewusst ist und bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen hat. Das Unternehmen befindet sich in einer besseren Position als jemals zuvor, ein hochwertiges Produkt abzuliefern.

Sollte das jedoch nicht funktionieren, dann hat Tesla ein Problem. Das Unternehmen wird vielleicht mehrere Hunderttausend Stück des Model 3 verkaufen, weil der Enthusiasmus der Fans in den nächsten Jahren noch ungebrochen sein wird. Wenn das Fahrzeug aber Probleme aufweisen sollte, die das Unternehmen nicht schnell lösen kann, dann kann diese Wachstumsgeschwindigkeit nicht aufrechterhalten werden.

Und dann wird die Sache kompliziert.

Die große Prüfung kommt erst noch

Um es kurz zu fassen: wenn das Auto funktionieren soll, zuverlässig und allgemein besser sein soll, dann muss das Model 3 deutlich höhere Ansprüche als seine Vorgänger erfüllen. Sollte das nicht gegeben sein und wenn Tesla diese Probleme nicht schnell lösen kann, dann hat das Unternehmen ein ernsthaftes Problem.

Dieses Problem wird noch davon verstärkt, dass die Konkurrenten des Model 3 deutlich größere finanzielle Mittel zur Verfügung haben. Damit könnten die Rivalen Tesla die Kunden klauen. Und es sollte uns auch nicht überraschen, wenn das mindestens ein großer Autobauer versuchen sollte.

Selbst wenn die Markteinführung ein Debakel wird, wird kein direkter Konkurrent Tesla großen Schaden zufügen können, zumindest nicht so bald. Aber die Sache wird in der nahen Zukunft deutlich komplizierter für Tesla und das könnte den Kurs des Unternehmens unter Druck setzen.

Die gute Nachricht ist, dass es so aussieht, als hätte Tesla die richtigen Maßnahmen ergriffen, um von Anfang an ein hochwertiges Model 3 zu liefern. Doch das werden wir schon bald herausfinden.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW und General Motors.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 28.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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