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Cisco will die Aufmerksamkeit seiner Aktionäre auf diese eine Kennzahl richten

bereitgestellt von Flickr-Nutzer Ken Teegardin

Cisco Systems (WKN:878841) jüngste Umsatz- und Gewinnzahlen für das zweite Geschäftsquartal waren alles andere als beeindruckend. Der Umsatz des Unternehmens fiel im Vorjahresvergleich aufgrund einer schwachen Performance in den Kernsegmenten „Switches“ und „Routing“ um 2 %. Unterstützt von Aktienrückkäufen blieb der Gewinn je Aktie (auf Nicht-GAAP-Basis) unverändert.

Es gab aber auch einige Lichtblicke. Der Bereich „Security“ legte um 14 % zu und setzte damit seine beeindruckende Wachstumsserie fort. Der Geschäftsbereich „Collaboration“ verzeichnete nach einem enttäuschenden ersten Quartal wieder Wachstum. Das Segment „Rechenzentren“, ein weiterer Wachstumsmotor für das Unternehmen, musste rückläufige Umsatzzahlen hinnehmen. Im Wesentlichen haben schwache Kernsegmente kleinere, stärkere Geschäftsbereiche überschattet.

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Cisco ist dabei, einen Wandel zu einem Geschäftsmodell wiederkehrender Umsätze zu vollziehen und Software- und Services-Abonnements mit dem Ziel, seine Abhängigkeit vom Hardware-Absatz zu reduzieren, voranzutreiben. Diese Transformation drückt die Ergebnisse des Unternehmens und ist dem CFO Kelly Kramer zufolge dafür verantwortlich, dass das Umsatzwachstum 2 % eingebüßt hat.

Die guten Nachrichten für Cisco-Aktionäre sind, dass erkennbare Fortschritte erzielt werden. Rechnungsabgrenzungsposten, insbesondere im Bezug auf Abonnements, schnellen in die Höhe. Angesichts eines schwachen Umsatzes möchte das Management den Fokus seiner Anleger deshalb auf diese Kennzahl richten. Jedoch sollten Investoren auch nicht vergessen, dass die Akquisitionen, die das Unternehmen als Wachstumsmotoren durchgeführt hat, ihren Preis haben.

17,1 Mrd. US-Dollar und wachsend

Rechnungsabgrenzungsposten werden in der Bilanz als Verbindlichkeiten verbucht, wenn ein Unternehmen eine Zahlung für ein noch auszulieferndes Produkt oder eine noch zu erbringende Dienstleistung erhält. Im Falle eines Abonnements wird der Rechnungsabgrenzungsposten über die Vertragslaufzeit in realen Umsatz umgewandelt. Unternehmen, die Zahlungen für noch zu erbringende Dienste im Voraus entgegennehmen, verwenden oftmals das Wachstum der Rechnungsabgrenzungsposten als Indikator für künftiges Umsatzwachstum. Es ist bei weitem kein perfekter Indikator, gibt Investoren aber eine grobe Abschätzung zur Leistungsbewertung des Abonnementgeschäfts eines Unternehmens.

BILDQUELLE: CISCO.

BILDQUELLE: CISCO.

Ciscos gesamte Rechnungsabgrenzungsposten beliefen sich am Ende des zweiten Quartals auf 17,1 Mrd. US-Dollar – dies bedeutete ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 13 %. Dienstleistungsbezogene Rechnungsabgrenzungsposten kletterten um 19 % auf 6,6 Mrd. US-Dollar, während produktbezogene Rechnungsabgrenzungsposten um 19 % zulegten. Das rasante Wachstum der produktbezogenen Rechnungsabgrenzungsposten war größtenteils dem Anstieg von Software-Abonnements zuzurechnen.

Rechnungsabgrenzungsposten aus Software und Abonnements stiegen im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 51 % auf 4 Mrd. US-Dollar. Dieses explosive Wachstum hat sich zwar noch nicht im Wachstum des Gesamtumsatzes niedergeschlagen, ist aber ein Indiz dafür, welche Dimensionen die Zahlen annehmen könnten. Ungefähr zwei Drittel dieses Wachstums sind auf Security, Collaboration und das Drahtlos-Geschäft zurückzuführen – der Rest stammt aus Ciscos größeren Segmenten.

Selbst ein Anstieg um 51 % auf 4 Mrd. US-Dollar in Rechnungsabgrenzungsposten ist für ein Unternehmen mit einem jährlichen Gesamtumsatz von 50 Mrd. US-Dollar nicht besonders herausragend. Cisco ist weiterhin stark vom Hardware-Umsatz abhängig; und so schnell wird sich daran wohl auch nichts zu ändern. Wenn das Unternehmen jedoch in der Lage ist, sein Abonnement-Geschäft weiter mit einem rasanten Tempo auszubauen, sollte der Umsatz des Unternehmens früher oder später wieder zu beständigen Wachstumszahlen zurückfinden.

Übernahmen als Wachstumsmotoren

Eine Fassette von Ciscos Wachstumsstrategie sind Übernahmen. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren einige Software-Akquisitionen zum Ausbau seines Security-, Collaborations und IoT-Portfolios vollzogen. Die im Januar angekündigte AppDynamics-Übernahme ist ein gutes Beispiel. Cisco hat zugestimmt, 3,7 Mrd. US-Dollar für das Unternehmen, das Lösungen zur Überwachung von App-Performance bietet, zu zahlen – diese Summe entspricht dem 16-Fachen des Umsatzes.

Strategisch betrachtet ist dieser Deal durchaus sinnvoll und wird Cisco helfen, sein Software-Geschäft weiter zu expandieren. Aber der Preis dieser Übernahme suggeriert, dass Cisco Wachstum vor Disziplin stellt. Cisco hat Cash-Reserven im zweistelligen Milliardenbereich und gibt sie für drastisch überteuerte Übernahmen aus.

Weitere Übernahmen sind sehr wahrscheinlich — insbesondere dann, wenn Cisco in der Lage ist, in naher Zukunft Teile seines im Ausland geparkten Kapitals zu einem vergünstigten Steuersatz zu repatriieren. Weitere Deals werden Ciscos Transformation hin zu einem Software- und Abonnement-Unternehmen vorantreiben, aber Investoren sollten die jüngst bekundete Bereitschaft des Unternehmens, übertriebene Preisaufschläge zu zahlen, kritisch hinterfragen.

Ciscos rasantes Wachstum seiner Rechnungsabgrenzungsposten ist ein ermutigendes Zeichen dafür, dass das Unternehmen bei seiner Transformation Fortschritte verzeichnet und sich diese Bemühungen früher oder später auszahlen werden. Andererseits haben Akquisitionen einen großen Anteil an diesem Wachstum. Cisco greift für AppDynamics nun äußerst tief in die Tasche, um diesen Aufwärtstrend weiter am Laufen zu halten.

Als Cisco-Anleger habe ich gemischte Gefühle bezüglich dieser Situation. Der Vorstoß im Abonnement- und Software-Geschäft ist der richtige Schritt, aber die teure Übernahme von AppDynamics, das kurz vor seinem Börsengang steht, ist besorgniserregend. Ich hoffe, dass sich das Unternehmen in Zukunft solche Deals noch einmal genauer überlegt.

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The Motley Fool empfiehlt Cisco Systems. 

Dieser Artikel wurde von Timothy Green auf Englisch verfasst und am 23.2.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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