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Die neuste Herabstufung von Boeing durch die Wall Street erscheint surreal – auf den ersten Blick

Die Aktie von Boeing fliegt hoch. Aber niemand geht von einem Absturz aus. Foto: Boeing

Ich habe gute Neuigkeiten, schlechte Neuigkeiten und noch mehr schlechte Neuigkeiten für Besitzer von Boeing (WKN:850471)-Aktien.

Die guten Neuigkeiten: Das in New York ansässige Buckingham Research, welches die Aktie von Boeing im Februar letzten Jahres auf neutral hochgestuft hatte, hob sein Preisziel für die Boeing-Aktie um 40 US-Dollar an.

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Die schlechten Neuigkeiten: Buckingham bewertete Boeing bis dahin nur zu 100 US-Dollar. Der Analyst sieht das Unternehmen also heute bei 140 US-Dollar. Die Aktie hingegen kostet mehr als 168 US-Dollar.

Und die anderen schlechten Neuigkeiten: Trotz des gestiegenen Preisziels um 40 US-Dollar stufte Buckingham die Boeing-Aktie auf “underperform” (auch bekannt als “verkaufen”) herab.

Es passiert nicht häufig, dass eine Aktie eine Herabstufung erleben musste, nachdem das Preisziel um 40 % angehoben wurde (oder umgekehrt). Hier sind drei Dinge, die du wissen musst, um zu verstehen, warum Buckingham Boeing so einschätzt.

1. Der Preis der Perfektion

TheFly.com machte gute Arbeit, indem es sich mit der Herabstufung von Boeing durch Buckingham befasste. Lass uns also hier anfangen. Laut TheFly denkt Buckingham, dass der Preis der Aktie die Perfektion des Unternehmens widerspiegelt. Und Perfektion ist nur schwer aufrechtzuerhalten. Buckingham sieht eine Reihe negativer Katalysatoren, die zu düstereren Zukunftsaussichten führen könnten.

Boeings Aktie wird gegenwärtig zum 26-Fachen der vergangenen Gewinne gehandelt. Wenn die Erwartungen jedoch schlechter werden, könnte es an mehreren Stellen für Boeings Bewertung eng werden. Dies könnte dazu führen, dass die Aktie mit dem Markt nicht mehr Schritt hält.

2. Was könnte schiefgehen?

Was sind diese negativen Katalysatoren, die laut Buckingham auf Boeing lauern? Schwache Bestellzahlen zum Beispiel.

Trotz einer enormen Kraftanstrengung, um Flugzeuge zu verkaufen, schloss Boeing das Jahr 2016 nur mit 668 neuen Bestellungen ab. Das waren 100 Flugzeuge weniger als im Jahr zuvor. Laut Buckingham werden die schwachen Bestellzahlen zu Preisdruck führen. Einfach ausgedrückt, durch die geringe organische Nachfrage nach neuen Flugzeugen muss Boeing seine Preise senken, um Kunden vom Kauf zu überzeugen. Das belastet den Gewinn und schnürt das Gewinnwachstum ein.

3. Die Reisehöhe ist erreicht

Grundsätzlich geht Buckingham davon aus, dass Boeing dieses Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit einen Cashflow je Aktie von 14 US-Dollar erreichen wird und damit die Erwartungen der Analysten erfüllt. Insgesamt wären das 8,6 Milliarden US-Dollar, wenn man von 612,5 Millionen im Umlauf befindlichen Aktien ausgeht, die es laut S&P Global Market Intelligence geben soll. Der Analyst Buckingham befürchtet jedoch, dass Boeing den Gipfel erreicht hat und es kaum noch Platz für Wachstum gibt.

„Boeing ist in den letzten Zügen seiner Expansionsphase“, sagt Buckingham. „Der Free Cashflow (FCF) wird nach diesem Jahr wahrscheinlich nicht weiter steigen.“ Wenn wir die Historie der Aktie zu ähnlichen Phasen anschauen, dann erkennen wir, dass die Aktie in der Nähe des 10 bis 12-Fachen des FCF gehandelt wird. Dies deutet auf einen Zielaktienpreis von 168 US-Dollar (dort, wo Boeing momentan liegt) bis 140 US-Dollar hin (die konservativere Bewertung, die Buckingham heute veranschlagt).

Zugabe: Sollten Investoren Angst haben?

Die Zahlen machen ein wenig Hoffnung für Investoren der Boeing-Aktie. Geht man vom 12-Fachen des FCFs aus, wäre die Aktie zum heutigen Preis recht fair bewertet. Es gäbe also keinen Hinweis, dass man sofort in Panik verfallen und sie verkaufen muss.

Zudem sollte man nicht vergessen, dass die meisten anderen Analysten (die die nicht Buckingham heißen) immer noch daran glauben, dass Boeing seinen Free Cashflow in den kommenden Jahren ordentlich nach oben schrauben kann. Die Daten von S&P Global zeigen ein jährliches Wachstum von 15,5 % in den kommenden fünf Jahren. Multipliziert man dieses Wachstum mit den 7,9 Milliarden US-Dollar bisher erreichter FCF, deutet dies auf einen Wert von 122 Milliarden US-Dollar für die Boeing-Aktie hin. Und das Potenzial für die Aktie, weiter zu wachsen, liegt vielleicht bei 20 % ausgehend vom heutigen Preis.

Buckingham hat den Investoren allerdings eine hilfreiche Warnung auf den Weg gegeben. Wenn das Wachstum der Aktie so schnell wie vorhergesagt zum Stillstand kommt und wenn die Aktie daraufhin abstürzt, dann solltest du an die Worte von Buckingham denken.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und am 13.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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